... habe selber noch schulpflichtige Kinder. Ich denke, wir kommen mit der Situation gut zu recht, da zum einen unsere Kinder bereits alt genug sind, dass Schule nicht mehr die Tagesbetreuungsfunktion mit erfüllen muss und sie zu Hause bleiben können und wir
a) das technische Equipment für jedes Kind haben und uns tatsächlich leisten können
b) ein gutes Stück weit dahinter her sind, dass die Fernaufgaben auch gemacht werden, pünktlich eingereicht werden etc. - man hat als Eltern also mehr zu tun.
Kinder in Familien, wo das nicht geleistet werden kann (bei manchen sogar nicht geleistet werden will, aus welchen Gründen auch immer) - und davon gibt es mehr, als man denkt - haben klar das nachsehen.
Da ich selber auch nebenberuflich unterrichte, kann ich die besonderen "Herausforderungen", die Online-Kurse haben, nachvollziehen und bestätigen. Früher war man in einem Raum mit Menschen, es gab Interaktion in Form von Fragen und Antworten, Diskussionen etc. und man sah in echte Gesichter. Jetzt sitze ich vorm Laptop und sehe 15 graue Kacheln, bei denen überall Video- und Mikro ausgeschaltet ist und laber herum, blende Übersichten, Grafiken, kleine Filmchen etc. ein. Von der Möglichkeit Fragen zu stellen, macht kaum einer bis keiner Gebrauch, weder via Mikrofon, noch via "Chat". ist irgendwie seltsam, also ob man gegen eine Wand redet. Hauptberuflicher Lehrer würde ich so nur ungern sein, zumal man, wenn alles mehr oder weniger auf Präsentationen und Filme hinaus läuft, recht bald dann auch ein gutes Stück überflüssig ist. Man kann vieles zentral produzieren und spart sich so die Lehrer.