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Der E-Auto Thread


MartinE30
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Hallo Zusammen,

 

ich möchte einen Thread starten, bei dem es um konkrete Erfahrungen mit den neuen Elektromobilen geht, gerne auch noch Plug-In-Hybride.

Ziel des Threads sollte es sein, dass wir hier unsere konkreten Erfahrungen mit diesen in der Zukunft uns alle mehr oder weniger betreffenden Autos austauschen. Bei manchem wird so etwas ggf. schon als Alltagsauto Einzug gehalten haben oder bald halten.

 

Worum es nicht gehen soll, ist ein grundsätzliches Pro- und Kontra. Die Dinger sind - ob man es mag oder nicht - politisch gewollt, werden steuerlich subventioniert, setzen sich so langsam aber sicher durch. Die deutsche Automobilindustrie hat auch mehr oder weniger die Zukunftsplanung auf Batterie-E-Autos festgelegt.

 

Von daher bitte nur konkrete Berichte oder beantwortbare Fragen zu den Autos, der Technik - Danke :daumen:

 

Ich fange einmal an : Ich selbe durfte mittlerweile schon häufiger in so etwas mitfahren, aber selber am Steuer saß ich noch nicht.

 

Als Ergänzung für den Familienfuhrpark könnte so etwas in den nächsten 2 Jahren aber Einzug halten.

 

Die erste Frage die sich mir dabei stellt, ist folgende:

 

Bei den E-Autos wird es vermutlich nicht so sehr auf den KM-Stand ankommen, sondern eher, welchen Zustand die Batterie hat bzw. wie viele Ladezyklen oder Ladevorgänge bereits gemacht wurden. Werden diese Ladezyklen eigentlich irgendwo beim Auto aufgezeichnet, wie der Km-Stand, so dass man das beim Gebrauchtwagenkauf abfragen kann?

 

Die Nutzung der E-Auto Batterie für andere Zwecke als Autofahren ist möglich (Pufferspeicher etc.) und von daher drohen für den Gebrauchtwagenmarkt ggf. ja low-miler, mit dafür schon sehr häufig geladener und entladener Batterie.

 

Wie würde man als Gebrauchtwagenkäufer den Zustand der Batterie checken?

Der Tritt gegen die Reifen dürfte ja hier nicht weiter helfen ....

 

 

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vor 5 Stunden schrieb MartinE30:

Die erste Frage die sich mir dabei stellt, ist folgende:

 

Bei den E-Autos wird es vermutlich nicht so sehr auf den KM-Stand ankommen, sondern eher, welchen Zustand die Batterie hat bzw. wie viele Ladezyklen oder Ladevorgänge bereits gemacht wurden. Werden diese Ladezyklen eigentlich irgendwo beim Auto aufgezeichnet, wie der Km-Stand, so dass man das beim Gebrauchtwagenkauf abfragen kann?

 

Die Nutzung der E-Auto Batterie für andere Zwecke als Autofahren ist möglich (Pufferspeicher etc.) und von daher drohen für den Gebrauchtwagenmarkt ggf. ja low-miler, mit dafür schon sehr häufig geladener und entladener Batterie.

Kurz: Theoretisch ist der Batteriezustand sehr gut auslesbar.

 

 

Also, jedes ernstzunehmende moderne Batteriesystem hat eine Überwachungselektronik, meistens BMS (Battery Management System) genannt, oder wie die Marketingabteilung das auch immer nennen möchte.

 

Da kann jeder Lade- und Entladezyklus mitgeschrieben werden, Kapazitäten (man kann ja mitschreiben, wie viel man reinladen kann, der Ladestrom wird ja überwacht, mit der Zeit multipliziert (also das Inegral des zeitlich veränderlichen Ladestromes) bekommt man die Kapazität, die man rein noch bekommt), diverse Fehler etc...

 

Also theoretisch ist das ganz gut auslesbar. Was man natürlich schwer vorhersagen kann sind spontane Zellenausfälle, welche sich im Alter häufen können und generell eine Funktion der Zeit sind, also je mehr Zeit verstreicht, desto mehr mögliche Zeitpunkte für einen spontanen Zellenausfall.

 

Inwiefern die Hersteller dann Zugang dazu geben, ist die Frage. Ich nehme an, dass die Fachwerkstätte mit den richtigen (lizenzpflichtigen) Auslese- und Codiergeräten (so wie es heute ja auch schon ist) schon etwas machen können.

 

Ich wage vorherzusagen, dass es mehr in Richtung von Mietkonzepten gehen wird, in Richtung "you will own nothing, and you will be happy". Damit ist das dann alles kalkulierbar. Dieses Spielchen mit E39d oder A4-TDI mit 250.000km um 3000€ kaufen und 200.000km lang mit 1000€ Instandhaltung / Jahr fahren wird es so halt nicht mehr spielen, fürchte ich.

Ist auch juristisch interessant, so kann man z.B. "Rasern" das "Rasen" im Mietvertrag per Klausel untersagen, und diesen dann per Sonderklausel einseitig kündigen, womit das Fahrzeug auch stillgelegt ist. Ist juristisch dann kein Problem, da ja das Eigentum des "Rasers" nicht berührt wird, weil es eben nicht sein Eigentum ist. Statt dem "Rasen" kann man beliebig anderes einsetzen.

Interessant insofern, da der Elektroantrieb meiner Beobachtung/Vermutung nach nicht "allein" kommen wird.

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Ich fahre seit mehreren Jahren einen Toyota Prius 2 im Alltag. 

Vorweg muss ich sagen, dass der Prius 2 das beste Auto ist, welches ich jemals fuhr. 

Es geht so gut wie nichts kaputt. Alles funktioniert wie es soll. 

So ein "günstiges" und gut konstruiertes Auto habe ich noch nie besessen. 

 

Aber trotz der Begeisterung für den Prius 2, hält sich meine Euphorie bezüglich reinen Elektroautos in Grenzen. 

Da du ja aber kein grundsätzliches Pro oder Kontra hören willst, gehe ich da nicht weiter drauf ein. 

Wenn du alles zum Stromer wissen willst, empfehle ich dir das Priusfreunde Forum. 

Da geht es um alle alternativen Antriebe. Auch Tesla oder Wasserstoff usw. 

Dort wurden all deine Fragen mit Sicherheit schon einmal gestellt und auch beantwortet. 

 

Kurz zu deinen Fragen. 

Bei einem Tesla z.B. werden mehr Daten aufgezeichnet und an die Zentrale weitergeleitet als dir lieb sein wird. 

Die können dir 100%ig genau sagen wie oft, mit welcher Leistung und wieviel geladen wurde. 

Die können dir wahrscheinlich auch sagen wer geladen hat (also ein kleines Video schicken) 😄

Ob die mit solchen Infos rausrücken, wage ich aber zu bezweifeln. 

 

Ansonsten kann man jeden Akku testen. Mit irgendwelchen Belastungstests. 

Da bin ich leider nicht der Fachmann und verweise auf o.g. Forum. 

Bei Toyota gibt es so einen Akku-Check gegen eine geringe Gebühr und mittlerweile gibt es auch genügend Apps die sowas hinkriegen. 

Einfachster Test wäre die vom Hersteller angegebene Reichweite zu testen. Dann hat man einen groben Anhaltspunkt über den Akkuzustand. 

 

So ein Akku altert übrigens auch durch Zeit und nicht nur durch Ladezyklen. 

Ein 20 Jahre alter Akku mit nur einem Ladevorgang ist bestimmt schlechter als ein 2 Jahre alter Akku mit 1000 Ladevorgängen. 

Der km-Stand reflektiert ja quasi die Ladezyklen und ist von daher schon interessant. 

Allerdings gibt es viele andere Faktoren, die den Zustand des Akkus beeinflussen. 

Z.B. das Streckenprofil. Wohnt man direkt an einem großen Berg ist das nicht so gut. 

Der Akku wird direkt im kalten Zustand gefordert (Berg hoch) und wird dann meist voll geladen abgestellt (Berg runter). 

Besser wäre es z.B. einen Stromer aus dem Flachland zu kaufen. 

 

Wenn du dir aber z.B. einen Renault kaufst, brauchst du dir über den Akkuzustand keine Gedanken zu machen, da der Akku nur gemietet ist und bei Ausfall einfach ersetzt wird. 

Bei anderen Herstellern gibt es halt eine Garantie auf den Akku. 

 

Für den Prius gibt es mittlerweile recht günstig Ersatz für den Akku. 

Da mache ich mir keine Sorgen über einen Ausfall (mittlerweile 14 Jahre alt und 180tkm). 

Aber das Geld dafür ist schon fest eingeplant 😉

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vor 7 Stunden schrieb Eton:

Ansonsten kann man jeden Akku testen. Mit irgendwelchen Belastungstests. 

Theoretisch, praktisch nicht.

Hierfür bräuchte man entsprechende elektrische Laborausrüstung, die nicht billig ist (und bei diesen Akkukapazitäten auch ziemlich gefährlich in der Bedienung). Dagegen ist ein Rollenprüfstand Kindergeburtstag.

 

Das mit den Apps, wie gesagt, je nach dem, was der Hersteller eben auslesbar machen möchte.

Die angegebene Reichweite testen ist praktisch nicht durchführbar. Wer macht schon so viel Probefahrt? Und was dann? Einfach ausm Kanister nachtanken ist nicht. Zudem ist man stark abhängig von Heizung, Klimaanlage... usw.

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Bei unserem Corsa habe ich jetzt beim Kundendienst ein Batterieprotokoll mit erstellen lassen. Wird aber nur auf Kundenwunsch erstellt, ist nicht Standardumfang. In dem steht dann die Restkapazität und noch ein paar andere Informationen. Richtig aussagekräftig ist das Protokoll aber nur im Vergleich der Jahre, dann sieht man die Kurve, mit der die Akkukapazität nachlässt.

Unser Corsa ist genau ein Jahr alt, stand 6 Monate ohne Fahrbewegung in der Fahrzeugausstellung eines Opelhändlers. Gelaufen ist er jetzt 6500km, Restkapa 95%, also passend im Rahmen der Anfangsdegradation. Mal schauen, wie das im 2. Jahr aussieht.

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