Komm mal bitte ein bisschen von Deinem hohen Roß herunter. Es gibt nach wie vor genügend Branchen, in denen in Deutschland per se nicht gerade üppig gezahlt wird, da kann man ackern wie man will, dass ist eben strukturell so. Ebenso ist es einfach borniert, bspw. einem über 40-Jährigen zu sagen, tja, hättest Du halt bei der Berufswahl cleverer sein müssen (als ob der vor 20 oder 30 Jahren wusste, was in 20 oder 30 Jahren sein wird). Und ab 45 wird es in Deutschland nach wie vor schwer, überhaupt den Arbeitgeber zu wechseln. Spätestens diese Generationen und ältere merken vom viel besungenen Fachkräftemangel recht wenig - deswegen kleben ja auch diese Generationen, wenn sie sich einmal einen gewissen Posten gesichert haben, wie Patex an ihren Sesseln, denn auch bei denen gibt es die Einsicht, arg viel besser wird es nicht, eher schlechter. Hat also immer alles 2 Seiten. Echte Karriere machen im Übrigen nur die aller wenigsten eines Jahrgangs. Und die wenigen, echten Selfmade-Millionäre unter den Vermögenden sind dann die berühmte Mohrrübe, die dem Gaul vor die Nase gehalten wird, damit er weiter den Karren zieht. Der Rest der Wohlhabenden kommt nach wie vor mehrheitlich aus entsprechenden Familien, wo schon immer irgendwie Pulver da war - und: Überraschung: Entgegen der landläufigen Meinung bringen diese Kreise in den allermeisten Fällen die Kohle eben nicht durch, sondern setzen sie so ein, dass sie noch reicher werden. PS: Ich schreibe dies ohne jegliche Klassenkampfallüren oder Neid als reine Beschreibung des aus meiner Sicht und meiner Erfahrung zutreffenden.