Nein, jetzt, ganz aktuell ist es wichtiger, dafür zu sorgen, dass kein Blackout entstehen kann, dass man die Sache für die nächsten 2-5 Jahre stabilisiert. Damit schafft man sich den zeitlichen Puffer, bis anderes umgesetzt werden kann - die ursprünglichen Planungen sahen ja auch zeitliche Puffer für die Umstellung vor. Nur kam eben etwas dazwischen, was so nicht gerade vorhersehbar war.
Mit der Brechstange geht aktuell rein gar nichts mehr. Versuch doch einfach mal heute, stand jetzt, Handwerker zu bekommen, die Dir bspw. ne Wärmpumpe und ne PV Anlage mit Pufferspeicher ins Haus bauen, damit Du von Öl und Gas los kommst. Du bekommst die Leute schon, nur haben die bereits Aufträge bis weit ins nächste Jahr und wissen z.T. nicht, wo sie alles Material herbekommen können. Vom Fachpersonal brauchen wir dann gar nicht erst anfangen. Und mit solchen Maßnahmen, die für den privaten Hausbesitzer interessant sind, ist dann noch nicht geklärt, wie bspw. ne Großbäckerei ihre Öfen heizen soll etc. - oder wie größere Industriebetriebe den Strom für ihre Maschinen stabil (!) beziehen und bezahlen können. Viele machen sich überhaupt keine Vorstellungen, was bspw. schon ne normale Stufenpresse in der metallverarbeitenden Industrie an Strom benötigt und die muss 3 Schichten, also fast 24 h am Tag sauber laufen, damit sich die Investition am Standort Deutschland überhaupt rechnet.
Den Finger zurück in die Vergangenheit zu zeigen, ist billig - zumal die wirklich "Gestrigen" nie raus aus Kohle und Atom gegangen wären und damit heute solche Problem nicht hätten, wie die, die auf Gas aus Russland als Brücke zum Wolkenkuckucksheim "Carbonfrei" gesetzt haben, womit wir bei hätte, hätte , Fahrradkette wären. Pragmatisch die Sache voranzutreiben ist etwas anders.