Was etwas wert ist, sieht man wenn es bezahlt wird. Internetplatformen haben zunächst mal einen nivellierenden Effekt auf Preise gehabt, da es Transparenz in einem nie gekannten Maße ermöglicht und damit die Preise auch im Schnitt für viel Dinge fielen. In den letzten Jahren sieht man allerdings eine Gegenbewegung, die bestimmte Produkte, Leistungen oder eben auch Fahrzeuge hypt, in dem die schiere Seltenheit als Wert propagiert wird. Damit haben manche Fahrzeugangebote ihre eigene Dynamik entwickelt, da Preisfindung im Internet auch für die Verkäufer einen Blick auf die existierenden Angebote erfordert. Damit kommen gegenläufige Selbstverstärkungseffekte in Gang, die bestimmte Segmente einfach durch Referenzbildung im Preis nach oben treiben. Der angebotene 316 A ist sicher in diesem vermuteten Zustand ein seltenes Auto und mit lückenloser Historie versehen. Warum ausgerechnet der soviel wie ein solides 2- 325i Cabrio kosten soll, kann durch den propagierten Wert der Seltenheit erklärt werden. Mag interessant sein für einen Sammler, ein Fahrzeugmuseum oder für jemanden, dessen persönliche Geschichte mit einem solchen Auto verbunden ist, aber als Spaßauto zum Fahren ist er mit 13-15k viel zu teuer.