Eher nicht. Das unwichtigste Kriterium im Lautsprecherbereich ist die Leistung in Watt. Ein Verstärker der doppelt so kräftig ist wie ein anderer bringt gerade mal 3dB mehr an Schalldruck. Das nimmt man gerade mal so war... Um eine nennenswerte Steigerung zu erziehlen, braucht man eher 6dB mehr. Dummerweise braucht man dafür die vierfache (!) Verstärkerleistung. Ein andere Sache ist der Wirkungsgrad der Lautsprecher. Hierzu ein Beispiel: In meinem Arbeitszimmer stehen ein Paar Profilautsprecher (Also eigentlich für den Beschallungsbereich). Die haben (gemessen, nicht aus dem Katalog!) 94dB/2,83V/1m. Mit einem kleinen Verstärkerchen von ca. 30 Watt machen die dermaßen Krach, den man auch schon physisch spührt ("drückt" ). Im Wohnzimmer stehen ein Paar große Standlautsprecher mit "normalem" Wirkungsgrad von 83dB/2,83V/1m (auch gemessen). Die beiden Monoenstufen liefern mindestens 120 Watt pro Kanal (nicht gemessen, aber berechnet). Damit sind die Dinger zwar ordentlich laut aber meilenweit von denen im Arbeitszimmer entfernt. Die vierfache Leistung der Verstärker hilft den Unterschied im Schalldruck eben nicht mehr auszugleichen. Wenn man jetzt am Klangregler die Höhen ordentlich "reindreht" belastet man den Hochtöner so richtig, denn die Dinger haben meißt einen Regelbereich von +/- 10dB. Die Leistung der Endstufe oder des Radios ist dann eher unerheblich, denn ein Hochtöner verträgt "pur" nur 2-5 Watt. Ist also kein Problem mit einem kleinen Verstärker Hochtöner zu killen...