Wer die Einhaltung eines gewissen status ante oder auch nur status quo von der Politik einfordert, der jammert nicht, der erinnert die Damen und Herren in Verantwortung aus leider notwendigen Anlässen heraus nur an ihren job. Klar, wenn ich mich mit shitholes vergleiche, geht es uns bombig, aber das kann ja wohl wirklich nicht der Maßstab sein. Wenn mir etwas auf den Sack geht, dann ist es diese ewige derailing und ad hominem Strategie, von Fehlern und Problemen dadurch abzulenken, in dem man demjenigen, der darauf hinweist, Jammerei oder andere persönliche Defizite unterstellt. Damit köpft man zwar in guter alter Tradition unter Umständen den Überbringer der schlechten Nachricht, die schlechte Nachricht bleibt aber objektiv vorhanden. Wir alle hier arbeiten jeden Tag hart, um die Bude am laufen zu halten und können dafür ohne dass das Jammern ist, erwarten, dass wir und unsere Familien halbwegs sicher leben und im Alter keiner 20 Minijobs zusätzlich brauchen, um über die Runden zu kommen. Dieses Selbstgefällige "uns geht´s doch allen gut"- Geschwafel, wo es objektiv nur wenigen % der Bevölkerung materiell ernsthaft gut geht und der Rest der sich "Wohlfühler" in einer Scheinblüte mit nem Buckel voller Schulden lebt und nur mal gefeuert zu werden braucht, ne teure Scheidung zu absolvieren hat, krank werden braucht etc. und schon schwankt der auf tönernen Füßen gebaute Riese gewaltig, ist Realitätsverweigerung, mehr nicht. Und davon wird das Klima weder schlechter noch besser, um wieder auf das Ausgangsthema zurück zu kommen …