Bis zu einem gewissen Punkt muss man das selber wissen, ja. Allerdings geht die Entwicklung dahin, den allgemeinen Personal- und Fachkräftemangel durch vorhandenes Personal abdecken zu wollen. Resultat: Allein 2022 1,3 Milliarden unbezahlte(!) Überstunden. Gleichzeitig schwadroniert man aber von 4-Tage-Woche und sonstigen AZ-Verkürzungen. Das muss schon alles zammpassen. Wir haben aus unserem Kontimodell 7 Tage/40 Stunden ein 37-Stunden-Modell mit 5/7 Tagen gemacht, 85 Prozent Lohnausgleich, passt. Durch ein neues gestuftes Entgeltsystem haben 2/3 der produzierenden Belegschaft trotz weniger Arbeit mehr Geld. Effekte neben sinkendem Krankenstand sind mehr Bewerber sowie allgemein bessere Moral. Allein mit Geld zuschütten funktioniert nicht mehr, den meisten ist Freizeit wichtiger. Sofern möglich ist Gleitzeit schon mal eine Verbesserung. Für mich gab es nix ekligeres als Frühschicht, jetzt fang ich statt um 6 eben um 7 an, manchmal halb 8, wesentlich entspannter. Gerade Schichtarbeit ist ja nun nicht als der Gesundheit zuträglich bekannt.