Was soll diese Aussage und was soll eigentlich dieser Vergleich? Er soll doch relativieren, nach dem Motto, schaut her, lieber Dresdner, andere haben es auch nicht so leicht, jetzt seit doch bitte mal nett zu Hinz und Kunz, ob er jetzt aus Aleppo oder sonstwo aus Syrien oder aus anderen Winkeln der Welt stammt ist ja völlig gleich, sind ja alles nur arme Opfer etc.... außerdem unterstellt er, dass die Dresdner Nachhilfe in Sachen Mitgefühl und Verständnis brauchen würden. Aber wenn verglichen wird, dann doch bitte halbwegs richtig: In Aleppo sollen nach Angaben, die im Spiegel veröffentlicht worden sind, 1207 Zivilisten im einem Zeitraum von ca. einem halben Jahr umgekommen sein. http://www.spiegel.de/politik/ausland/aleppo-weisshelme-werfen-russland-kriegsverbrechen-vor-a-1126142.html In Dresden kamen wohl 25tsd Zivilisten in EINER Nacht um und auf diese Zahl hat man sich nach jahrzehntelangem herum rechnen geeinigt, da die Zahlen, die man unmittelbar nach dem Angriff und nach dem Krieg festgehalten hatte, irgendwie nicht akzeptieren wollte, da sie für ein "Täterland" wie Deutschland einfach "zu hoch" waren. Wie auch immer, man versuche doch bitte einmal einem Israeli zu sagen, er solle doch bitte Menschen aus Armenien, aus dem südlichen Afrika oder aus Ruanda aufnehmen und diesen wohlgesonnen sein, denn schließlich seien das ja auch alles nur Opfer von Völkermorden, wie sie. Ich denke, mit solchen Argumenten wäre man kurz vor einem Strafverfahren, wenn nicht mitten drin, weil man dann die Singularität der Shoa in Frage stellen würde und sich mancher gar beleidigt fühlen würde, wenn sein Leid zum Treibstoff einer ganz anderen Agenda verwendet wird. Außerdem würde man damit den Israelis unterstellen, sie würden solchen Opfern nicht helfen wollen oder hätten kein Mitgefühl für diese (das obige ist natürlich rein hypothetisch zum Zwecke der Veranschaulichung geschrieben worden). Wie ich schon im Beitrag zuvor geschrieben habe, bin ich offen für moderne Kunst, aber dieser Wuchtklotz genau in der sensibelsten Februar Woche aufzustellen, damit er am Jahrestag an einem renommierten Ort des Gedenkens thront, ist eine Geschmacklosigkeit und Beleidigung der Dresdner Opfer und ihrer Angehörigen und von ganz Dresden, dem man damit eine Nachhilfestunde in zeitgemäßer politischer Korrektheit erteilen wollte. Wenn man so etwas im Frühjahr oder im Sommer in der Prager Straße oder am Bahnhof aufgestellt hätte (an beiden Stellen würde es viel besser passen), wäre ich jetzt nicht so Mimosenhaft und dann wäre es mir ziemlich egal gewesen. Aber die Art, der Ort und der Zeitpunkt gingen und gehen aus meiner Sicht gar nicht.