Das Problem an der heutigen Kiffen-Diskussion ist, dass darüber oftmals Leute reden, die das irgendwann mal in ihrer Studentenzeit konsumiert haben und das ganze ist jetzt auch schon wieder 25 bis 30 oder gar 40 Jahre her (an die paar Kumpels von damals, die hängen geblieben sind oder in andere Drogenbereiche abgerutscht und vielfach verstorben sind, an die erinnert man sich hingegen nicht so gerne). Dabei übersehen diese liberalen Menschen, dass sie ja bereits biologisch "erwachsen" waren, als sie das Zeug konsumierten und der Knaster von damals überhaupt nicht mit dem hochgezüchteten Zeug, was heute auf dem Markt ist, verglichen werden kann (um es alkoholisch zu vergleichen: damals tranken die Leute vergleichsweise ein, zwei Bier, heute trinken die Kinder vergleichsweise Whisky, aber cask strength ! Man muss Dealern, die das Zeug herunterstrecken, ja schon fast dankbar sein). Klar ist auch Alkohol schädlich und für Heranwachsende und Jugendliche nochmal deutlich schädlicher als für Erwachsene, dennoch braucht man doch deswegen nicht gleich ein weiteres Feld einfach kampflos überlassen. Wobei es schon schwer ist, in einer Welt voller Drogen den Kindern einen halbwegs verantwortungsvollen Umgang damit beizubringen. Totale Prohibition seitens der Eltern macht das ganze u.U. noch attraktiver, totale Freizügigkeit kann dagegen zur Verwahrlosung führen. Irgendwo dazwischen muss man schauen, wo es lang geht.