Ich beschäftige mich seit über 35 Jahren auch beruflich mit solchen Themen (zum Glück in den letzten Jahren weniger) - wenn alles so rosig wäre, müsste man keine Anwälte und Gerichte bemühen und selbst dann kann es zu Quotelungen kommen, die Kosten nach sich ziehen, die man dann selber tragen darf, so man denn keine Rechtsschutzversicherung hat, die den Spaß (auch anteilig) bezahlt. Und selbst wenn die Schuldfrage eindeutig ist, wird dann an der Schadenshöhe und insbesondere den Gutachten herumgefeilscht. Bekommt man dann nicht 100% des begutachteten Schadens, sondern bspw. nur 80%, bleibt man auch auf 20% der Gesamtkosten hängen (es sei denn, irgendwer verzichtet auf seine Kosten, damit der Kunde ruhig bleibt). Das der Gutachter dafür dann aufkommt, vergiss es bzw. lies Dir seine Auftragsbedingungen einmal genau durch. Versicherungen sind im Vertrieb hui, bei der Regulierung erlebt man sie dann gerne komplett anders. Gerade bei älteren Autos.
Ich gönne es wirklich jedem, wenn sein Schadensfall einfach so durchläuft, aber in der Praxis darf man sich darauf einstellen, dass es Probleme geben kann.