EIn Techniker steht im Normalfall über einem Meister. Man muß aber sagen, dass ein Techniker ein anderes Einsatzgebiet hat. Wenn ich es mal am Beispiel der Elektroindustrie von unten nach oben sagen dürfte: Wenn eine Firma z.B. Schaltschränke entwirft und baut Werkstatt: Elektriker (Geselle) - Schraubt die Dinger zusammen Meister - Kapo in der Werkstatt, prüft, unterstützt bei Fragen, verantwortlich für Einhaltung der Normen etc., schraubt teilweise mit Büro: Techniker - plant, teilweise eigenverantwortlich und selbständig den Aufbau - hat aber nicht die Verantwortung dass alles stimmt und befolgt bei komplexen Schaltungen z.B. die vorgaben vom -> Elektroingenieur - plant, gibt allgemeine Vorgaben, Richtlinien, beaufsichtigt das Planungsteam. Verantwortlich für die Gesamtfunktionalität. Je nach Firma arbeiten Techniker nahe dem Ingenieur aber ohne die 100% gleiche Verantwortung und schon gar nicht fürs gleiche Geld. Es gibt aber auch Firmen (hauptsächlich in der Großchemie) - da ist der Techniker wenig wert - da wird erst der Dr.-Ing voll anerkannt. (Ist so - ich weiß dass es Buden gibt bei denen der Dipl.-Ing (FH) als Halbakademiker bezeichnet wird, der Dipl.-Ing als Akademiker und der Dr.-Ing als Vollakademiker und nur der kann Karriere machen und hat dann keine Ahnung in seiner Abteilung, aber nen Techniker der nix entscheiden darf, 1/3 verdient und den Laden schmeisst. ) Der Techniker ist eigentlich eine Erfindung der Industrie - der Meister ist im Handwerk zu Hause. Der Techniker ist gedacht, dass Leute die kein Abitur haben eine Möglichkeit haben, sich empor zu arbeiten und daher kann man den Techniker wie ja auch den Meister neben der Arbeit machen. Wir haben inne Firma z.B. viele technische Zeichner (Fachr. Anlagenbau) die dann ihren Techniker machen um nicht nur an der CAD Kiste sitzen zu müssen. Aber: Gerade durch die steigenden Anforderungen ist es mittlerweile oft so, dass man für gewisse Tätigkeiten einfach den Ing haben muß - auch weil das teilweise vom Kunden etc. gefordert wird. @Zedsdead...: Wie ich oben schon schrieb. Wenn mittlere Reife da ist dann am besten an eine "allgemeine" Schule (FOS) gehen. Klar gibt es alle möglichen (halb)privaten Einrichtungen die einen Abschluss anbieten - aber am meisten zählen tut die "richtige" Hoch- oder Fachhochschulreife und sie bringen auch die beste Basis für ein späteres Studium. Glaub mir: Bei gleichem Notenschnitt wird der Absolvent einer FOS dem einer "Irgendwaseinrichtung" bei der Zulassung an einer Hochschule vorgezogen - selbst wenn derjenige allgemeines Abitur hat. Und man muß auch nicht an einer TU studieren wenn man keinen Doktor machen will. Gerade bei praxisbezogeneren Jobs werden teilweise FH Absolventen sogar lieber genommen weil die nicht so theorielastig ausgebildet wurden. Zumal manche FH im "richtigen" Bundesland nen besseren Ruf hat wie manche Uni im falschen (hat nix mit neue/alte Bundesländer zu tun sondern nur mit dem Ruf der Bildung in manchen Bundesländern). Außerdem bist Du mit Sicherheit an der FOS nicht der älteste in der Klasse - da gehen durchaus einige hin die nach der Mittleren Reife erst ne Lehre gemacht haben und dann - wie Du - festgestellt haben, dass sie noch weiter machen wollen. Georg