Dieses Auto muss man in Zusammenhang mit dem Zeitgeist, der damaligen Modellpalette ab Werk und dem Hersteller sehen.
Rappold war einer der alten Karossiers, die noch Sonderkarosserien auf Fahrgestellen gebaut hatten. Mit dem Aufkommen der selbsttragenden Karosserien, wurden die Aufträge immer weniger und, wie viele Andere, verlegten sie sich auf Sonderkarosserien, die weiterhin benötigt wurden, wie Bestattungsfahrzeuge, Krankenwagen, Kombis u.ä, wo die Stückzahlen naturgemäß deutlich geringer ausfielen.
Natürlich hat man nach Marktnischen gesucht, die Aufträge versprachen, hatte aber nicht die Mittel, um, wie erst später BMW selbst, ein aufwendiges Verdeck zu entwickeln.
BMW hatte zu der Zeit schlicht kein Vollcabrio im Angebot und viele andere Hersteller auch nicht, dank der "Sicherheitswahnwelle", die seit den 1970ern aus den USA herübergeschwappt war.
Trotzdem gab es einen gewissen Bedarf am Markt und Rappold wollte diese Nische besetzen. Offen ist das Auto ansprechend, geschlossen sicher weniger, aber es tut was es soll und hätte vielleicht Rappold über Wasser halten können, wenn es sich besser verkauft hätte. So ist es nur eine Randnotiz in der BMW-Geschichte, hat aber doch eine Erhaltung verdient, wie ich finde. Die Seltenheit macht es für ein paar wenige Sammler interessant.