So, die ersten Ergebnisse einer langen Odyssee, die aber leider noch nicht zu Ende ist.
Ausgangslage war Undichtigkeit am M20 2,5 Liter.
Gewechselt wurde inzwischen Wellendichtring Nockenwelle, O-Ring vom Spurdeckel, Verschlussstopfen der Kipphebelwellen, mehrmals die Ventildeckeldichtung, Ölwannendichtung (dabei auch gleich die KW Lager gemacht und Ölpumpe geprüft), Wellendichtring von Kurbelwelle und Nebenwelle inkl. Dichtung vom Abschlussdeckel, ....................und..............das M20 Ding tropft immer noch.
Erste Fehlerquelle
Am AMC Zylinderkopf war zu wenig Platz für die Kipphebelwellen-Stopfen (Halbmonde). Im Bild habe ich mit grünen Linien den Guss von AMC mal grob nachgezeichnet. Zwischen den noch originalen BMW Kipphebelwellen und dem Alu Guss passten die Halbmond nur mit Gewalt rein. Die untere Gumminase lag aber dabei auf der eigentlichen Dichtfläche auf und der Halbmond konnte nicht weit genug nach unten geschoben werden. Bei eingebautem Zylinderkopf kann man diesen Fehler nur sehr mühsam erkennen.
Das Alu wurde von mir auf beiden Seiten vom Kopf nachgefräst. Jetzt passen die Halbmonde und werden auch dicht.
Nächster Fehler war der von mir leicht verdrehte Einbau der Kipphebelwellen. Ich war der Meinung, dass das Halteblech bei dieser leichten Verdrehung noch nicht mit dem Ventildeckel kollidiert, das war aber leider falsch. Das Halteblech steht soweit hoch, dass die Ventildeckeldichtung das nicht mehr ausgleichen kann. Dafür habe ich dann mehrere Dichtungen und Dichtmittel verbaut bis ich das erkannt hatte.
Hier im Bild sieht man in den roten Kreisen, den Abstand vom Halteblech zu den Wellen und natürlich den resultierenden Überstand im Zylinderkopf.
so sollte das ausschauen wenn die Kipphebelwellen in der richtigen Position sind.
Zum Verdrehen der Wellen habe ich eine Klemmvorrichtung gebaut um nicht die Kipphebelwellen mit ner ordinären Rohrzange zu beschädigen.
Die Klemme ist aus gewöhnlichen 4 Kanteisen gebaut und 0,5 mm größer als die Wellen gebohrt. Zum Schutz der Wellen wurde dünnes Alu Blech eingelegt. An den M8 Schrauben kann dann noch ein Drehhebel mit befestigt werden.
Last but not least, der Ventildeckel selbst.
Im Bereich der roten Pfeile, zwischen den Befestigungsschrauben, hatte der Ventildeckel 0,5 mm Spalt zur geraden Fläche. Vermutlich duch zu staken Anziehen entstanden da der Ventildeckel wegen der oben genannten Fehler immer undicht war.
Der Deckel wurde auf einer Glasfläche mit Sandpapier nachgearbeitet.
Jetzt ist der Ventildeckel wieder dicht und das sogar mit einer gebrauchten Dichtung. !?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!? Dafür drückt jetzt das Öl an der Kopfdichtung raus. Genau an der Ölbohrung/Ölkanal vom Ölfilter hoch in den Zylinderkopf.
Den ganzen Schei.. oben habe ich im eingebauten Zustand vom Kopf gemacht, geplagt wie die Sau und jetzt muss der Kopf doch runter.
Wenn die Kiste weiter so kleckert, lässt mich der Fabi nicht in den Meininger Marstall fahren.
Gruß Jürgen