Hat alles seine Vor- und Nachteile und wenn Landwirt so ein geiler job wäre, würden es viele machen. Das Thema ist, dass wir die Bauern auf Öko-Gärtner reduzieren wollen und bei der nächsten Krise fragen wir uns, wo die Lebensmittel herkommen. Bevor der Russe mit dem tabula rasa machen angefangen hat, haben wir auch gedacht, dass wuppen wir alles mit billigem Gas und jetzt schauen wir in die Röhre und haben nur Braunkohle als fossilen Energieträger (Atom will ja keiner mehr, Fracking ebenso wenig - der Rest braucht noch 10 bis 15 Jahre, bis es richtig läuft).
Der Landwirt wurde zum Arsch der Nation gemacht, der an allem schuld ist, vom Nitrat im Wasser angefangen über klimaschädliche Kühe & Schafe bis zum Wasser im Braten, aber das Deutschland bei den Lebensmitteln noch mit am günstigsten bei den Industrienationen ist, dass wird gerne mitgenommen und eingepreist, hält den Hartzer still, wenn er sich nach wie vor dick essen kann. Am Ende steigen die Preise, und von den tollen Lohnerhöhungen, die andere heraus streiken, bleibt dann nicht viel übrig und die Inflation bleibt hoch (da helfen dann auch 4% aufs Tagesgeld nur wenig)
Dass der "Reichsnährstand" jetzt mal mit der Mistgabel wedelt, kann ich gut nachvollziehen - mieses Ansehen und dafür auch noch zum Sparposten im Haushalt werden, dass passt eben nicht zusammen. Dass er das schon ein paar mal gemacht hat, bedeutet nicht, dass irgendwann das Faß bei denen überläuft und es dieses mal heftiger wird. In den Niederlanden gabs das auch schon und das waren auch keine Öko-Bauern, die den Aufstand geprobt haben. Ich vermute, genau deshalb wird Berlin rasch einknicken.