Typisch deutsch. Die Winter sind zu warm, Insekten gehen nicht mehr ein. Halt, es gibt zu wenig Insekten, das Ganze macht man hochwissenschaftlich daran fest, wie viele von den Kollegen im Kühler kleben. Klasse[emoji1787] Edit: Ich kann mich über mangelnde Leichen an der Front nicht beschweren. Fahr mal schneller als 40, evtl. rollen die sich ja bei dir ab, wegen zu langsam[emoji6] Das fatale am Waldsterben ist, dass das Problem wieder mal hausgemacht ist, jedenfalls zum Teil. Man forstet auf mit flachwurzelnden und schnellwachsenden Hölzern, der landestypische Mischwald ist eben nicht so einträglich. Und das schon seit Jahrzehnten. Schädlingsbekämpfung wäre erforderlich, macht man aber nicht, stattdessen läßt man alles eingehen und holzt dann ab. Also haben wir ausgetrockneten Boden, jeder Tropfen Regen muss ja auch sofort per Kanalisation abgeleitet werden. Niederschläge nehmen den nährstoffreichen Boden mit, durch die Erosion wächst natürlich nicht mehr viel, in der Folge sieht die neue Fichtenschonung aus wie hoher Rasen. Der Ruf nach ökologischen Brennstoffen sorgt für dermaßen Holzeinschlag, da wird dir schwindlig. Jedes Fitzel Windbruch wird eingesammelt, mal liegenlassen, verrotten, Nährstoffe und so, das war früher mal. Man richtet durch Vorschriften, falsch verstandenen Umweltschutz und nachlässigen Umgang mehr Schaden an als es hilft. Viele Großprojekte, bei denen Waldflächen weichen müssen, durchlaufen mehrjährige Planungsphasen. Warum plant man Aufforstung nicht vorausschauend? Ein Baum ist keine Brennessel, der braucht paar Jahre für ein ordentliches Format.