OK. Erst mal was zum grundsätzlichen Verständnis. Das Überdruckventil ist ein federbelasteter Kolben. Ab einem gewissen Öldruck überwindet dieser die Kraft der Feder und dieses öffnet - schließt aber nach Abfall des Druckes gleich wieder, da das Öl selber nicht komprimierbar ist.
Beim Druckregelventil muß der austretende Öldruck (Regelgröße) an den Eingang des Reglers zurück geführt werden - sonst ist keine Regelung möglich. Die Störgröße ist hier dann die Änderung des Volumenstromes (hier Drehzahl) und damit sich ändernder Druck (ändernde Führungsgröße). Der Regler muß / sollte so ausgeführt sein, daß er immer im Eingriff ist.
Ein Test mit offenem Ausgang ist deshalb erst mal nichtssagend, da überhaupt kein Druck aufgebaut wird. Beim Testen muß man auch berücksichtigen, welcher Volumenstrom überhaupt in den Motor eintritt. Einfach die Öffnung zum Motor von der Pumpe verschließen bringt auch nichts. Wahrscheinlich öffnet dann so oder so das Überdruckventil, da die Ablauföffnung am Regelventil nicht groß genug ist (nicht genug Volumenstrom kann austreten).
Frage(n):
- Bei welchem Betriebsdruck arbeitet die Pumpe am Pumpenausgang (nicht im Zylinderkopf gemessen)?
- Regelt das Regelventil immer? Oder nur im normalen Betriebsfall (nicht, wenn Öl kalt oder sehr heiß und LL)?
- Die Pumpe fördert bauartbedingt leicht pulsierend. Wird das Pulsieren durch den Druckregler ausgeregelt (I- + D-Anteil, da sehr kurze zeitliche Änderungen)?
Auf den Videos sehe ich nur einen Druck, der mir recht hoch erschein. Deshalb fragte ich oben nach dem Druck der Pumpe am Ausgang im eingebauten Zustand.
Nachtrag:
Es wird ein verstärktes vorderes Pumpengehäuse angeboten im Netz (das Teil welches keine Position im ETK hat). Wie ist der Rotor in der Pumpe gelagert? Mit einem Gleitlager?
Diejenigen, die hier Pumpen zerlegt haben, haben die die Spaltmaße der Rotoren zufällig gemessen?