Naja Schmidei, erstes eigenes Auto bedeutet ja nicht, dass er auch Fahranfänger ist. Ich bin ebenfalls Student, und kann dir hier von meinen Erfahrungen berichten. Wenn es dir nur darum geht, möglichst günstig zu fahren, solltest du dich nach etwas anderem Umsehen. E30 Fahren (und erhalten!) als Student ist mit beschränktem Budget nur mit viel Eigenarbeit zu schaffen, und mit Einschränkungen verbunden. Du kannst natürlich einen eher günstigen kaufen, und ihn runterreiten, aber ich hoffe das ist nicht dein Ziel. Versicherung und Steuern sind bei einem Modell mit Kat und Kaltlaufregler wirklich günstig, da brauchst du kein H. Der hohe Benzinverbrauch (beim Sechszylinder) und der höhere Wartungsaufwand machen das aber wieder zunichte. Ich fahre ich nur von März bis Oktober E30, und den Rest des Jahres mit dem Fahrrad. Das ist, da muss ich vielen Leuten gewissermaßen Recht geben, eigentlich ziemlich bescheuert. Ein Auto zu haben, aber gerade in der schlechten Jahreszeit kann man es nicht nutzen. Sich auf diese Einschränkungen einzulassen, ist eigentlich nur mit viel Autoverrücktheit zu erklären. Das ganze hat aber zwei Vorteile: Der Wagen ist keinen salzigen Straßen und Dauerfeuchtigkeit ausgesetzt, das tut der Substanz gut. Und dazu zahlst du natürlich nur Anteilig für Steuern und Versicherung. So komme ich auf unter 100 Euro Steuern im Jahr, und 220 Euro für die Vollkaskoversicheung (bei der OCC). Das geht kaum günstiger. Das geht aber nur, wenn der Wagen in einigermaßen gepflegtem Zustand ist, und dir ein Gutachter mindestens Note 3 bescheinigt. Was nicht zu unterschätzen ist, ist der erhöhte Wartungsaufwand. Wenn du nicht den Wagen eines Freaks kaufst, sondern einen aus dem niedrigen bis mittleren Preissegment, ist oft nur das nötigste gemacht worden. Dann gibt es oft kleinere und größere Probleme zu lösen, um an Ende wirklich Glücklich zu sein. Große Sprünge sind allerdings nicht drin, und so muss ein geringerer Mangel machnmal etwas auf seine Beseitigung warten, während einige andere hier die Möglichkeit haben, alles auf einmal zu machen. Wenn du da nichts selber machst, sondern alles durch Werkstätten erledigen lässt, ist es kaum zu wuppen. Ich mache alles was ich mir zutraue selbst, Und umso mehr ich schraube, desto mehr traue ich mir zu. Das führt dazu, das ich bisher alles in Eigenregie lösen konnte. Und das mit guten Ersatzteilen und ohne Pfusch.Durch diese Vorgehensweise waren nur Teilekosten zu zahlen, und kein Arbeitslohn. Das mit dem selber machen ist allerdings auch auf jedes andere Auto übertragbar. Halte dir also vor Augen, dass bei einem 25 Jahre alten Auto immer etwas zu tun ist. Auch wenn ich selbst noch keine wirklichen technischen Probleme hatte, sind viele Sachen nicht perfekt, und diese Dinge behebe ich nach und nach. Wenn du dir in meiner Garage die Änderungen ansiehst weißt du vielleicht was ich meine. Vieles sind nur Kleinigkeiten, aber alle Kleinigkeiten kosten etwas Geld, haben dafür das Auto aber auch spürbar besser gemacht. Diese To-Do-Liste ist abzuarbeiten, wenn du nichts tust, und sie zu lang wird, hast du keinen Spaß daran. Bisher schaffe ich es so, das ganze seit zwei Jahren zu halten, und ihn zu verbessern, statt zu verbrauchen. Wenn ich es noch zwei Jahre schaffe, und davon gehe ich aus, dann hat das Auto meine Studentenzeit mit mir überstanden, und das Ganze ist danach wahrscheinlich einfacher zu bewerkstelligen. Wenn du Lust darauf hast, oftmals schwarze Finger zu haben, einen Großteil deines Nebeneinkommens (ich verdiene mir jeden Monat etwas dazu) und viele Stunden in das Auto zu investieren, dann geht es. Wenn du begrenzte Mittel und niemanden an der Hand hast, und dir das ganze zum Geld sparen holen willst, dann rate ich davon eher ab.