Es ist ziemlich typisch für unsere Diskussionskultur, dass auf ein Sachargument - nicht Einhalten von sich aus einem Koalitionsvertrag abgeleiteten Vertrauen (noch nicht mal ein Wahlversprechen! Sondern mehr!) - kein erwiderndes Sachargument gebracht wird, sondern ein emotionales, nämlich "Jammern". Und dann kommt dann wieder diese sozialistische Neidargumentation dazu, man können ja auch einen "kleineres Auto" fahren. Beides bitte 2 x mal ankreuzen beim Bullshit Bingo, da dies, konkret auf das Thema bezogen, inhaltsleere Aussagen sind. Es ist im Übrigen für die Debatte egal, ob man jetzt einen Werks-LPG Golf gekauft hat oder sonst eine ab Werk erhältliche Bi-Fuel-Lösung fährt (gibt es ja auch) oder sich einen "dicken" Ami-SUV oder Bimmer umgebaut hat. In allen Fällen wurden Anreize von der Politik gesetzt und Vertrauensmomente geschaffen, die dann "enttäuscht" wurden. Hinzukam der entscheidende Umweltschutzmoment, dass man eben bspw. seinen alten BMW 6 Zylinder umweltschonender fahren konnte, als zuvor. Es gab und gibt ja diverse Vorteile, sonst wäre das Zeug ja nie gefördert worden. Einen aktuellen BMW 760i kann man übrigens - so meine Kenntnis - gar nicht auf LPG umrüsten. Das LPG eine Art von "Brückentechnologie" ist, die irgendwann mal ihre Ende finden wird/muss war in der Tat jedem klar, aber bei Investitionsentscheidungen sollte man schon auf Aussagen von Politikern ein Stück weit vertrauen dürfen, ohne dass eine Beschwerde über diesen Vertrauensbruch dann gleich als Jammerei gewertet wird. So kann man jedem, der etwas einfordert, doch immer gleich "Jammerei" unterstellen und ist - Schwupps - den nervigen Petenten los ... Und wenn man sich einmal anschaut, was bspw. im Baubereich an Subventionen geleistet werden und dennoch werden die Neubauten und die Mieten teurer, dann ist die LPG Förderung dagegen Peanuts bei sehr gutem Ergebnis für die Umwelt.