Thema AKW:
Hier mal ein Papier des Bundestags, wo Uran als Rohstoff betrachtet wird. Bei Verbrauch im Jahr 2024 reicht das Zeug bei aktuellem Marktpreis noch 25 Jahre. Steigert man das durch den massenhaften Bau von AKW reduziert sich das natürlich entsprechend. Theoretisch reichen die bekannten Vorräte auch noch ca. 67 Jahre, wird dann aber halt noch teurer.
https://www.bundestag.de/resource/blob/509082/5594603c3ecf27933ad76d31faf89c27/uran-als-kernbrennstoff-data.pdf
Im schlimmsten Fall ist das AKW fertig gebaut und die Reserven reichen deutlich kürzer, was den Brennstoffpreis ansteigen lässt. Da kommt wieder Einsteins Aussage mit der Prognose und der Zukunft ins Spiel.
Einziger Pluspunkt: die beiden Hauptförderländer Australien und Kanada sind der westlichen Wekt zuzuordnen. Die anderen sind übrigens Russland, USA, Kasachstan, NIger, Namibia,Usbekistan, Südafrika, Ukraine und China.
Ich denke, dass AKW ziemlich eindeutig keine Lösung mehr sind.
Thema Erneuerbare:
Auch da ist Abhängigkeit ein Thema - die ganzen PV- Module und Magneten für Windräder kommen auch aus China. Ohne mich jetzt näher damit beschäftigt zu haben, gehe ich aber mal davon aus und hoffe, dass es Mittel und Wege geben wird, diese Rohstoffe bald zu recyclen und weiter zu nutzen. Oder Verfahren zu entwickeln, die primär heimische Rohstoffe benötigen.
Der große Unterschied ist aber: ist das Zeug erstmal hier, besteht die Chance auf Recycling. Öl, Gas und Uran ist nach Nutzung nicht mehr verfügbar und weg.
An der Stelle passt übrigens ein Zitat von Christian Lindner: "Erneuerbare Energien lösen uns von Abhängigkeiten. Erneuerbare Energien sind deshalb Freiheitsenergien." https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-des-bundesministers-der-finanzen-christian-lindner--2008596
Thema Elektromobilität:
Dass man die Verwendung eines E-KFZ für Menschen, die nicht mit günstigen Haushaltsstrom oder noch besser saubilligem PV- Strom vom Dach attraktiver machen muss, steht außer Frage. Da fiele mir als erstes Streichung der bürokratischen E-Auto Prämie ein. Stattdessen Überführung der Ladeinfrastruktur in das Netz und diskriminierungsfreier Zugang für alle Stromanbieter. Dann ist die Ladesäule nichts weiter als ein weiterer Anschlusspunkt (wie an einem Haus auch) und der Autofahrer entscheidet, welchen Anbieter er nimmt. Muss ja nicht bei jedem Ladevorgang an der Ladesäule auswählbar sein, aber wenn ich mit meiner Ladekarte an jeder Ladesäule bundesweit (vielleicht sogar europaweit?) denselben Preis bekomme und das einfach abgerechnet wird, wäre schon viel gewonnen.