Das ist, mit Verlaub gesagt, Schwachsinn. Moderne Autos "lernen" den Fahrstil des Fahrers, aber nicht die "Legoelektronik" im E30. Es ist, mit Verlaub gesagt, nicht der "Fahrstil" des Fahrers, sondern die Gegebenheiten, wie gefahren wird! Und Kurzstrecken, wo der Motor wieder abgestellt wird, bevor er überhaupt warm geworden ist, sind nun mal mit immensem Spritverbrauch verbunden. Leider ist die Lambda eine träge Regeleinheit, die die dauerhafte, fette Anmischung erst mal schnell registriert, aber dann bei Langstrecken ewig braucht, hier einen magere Einstellung hinzubekommen. Nur so als Beispiel dazu: vor ca. 20 Jahren ist mir mal die Abgasanlage gleich hinter dem Krümmer abgerissen. Die Tieferlegung des 325i hatte nicht mit dem Widerstand einer Bodenhülse gerechnet. Die Heimfahrt war zwar nur(!) 80km, aber ein Sound wie Leo 2 mit einer Beschleunigung eines Treckers, der 2 Hänger a 5 Tonnen zieht. Vmax. auf der BAB lag bei ca. 80kmh und dabei der Verbrauch bei über 30 Litern. Nachdem eine neue Anlage verbaut war, hat es sage und schreibe 2 Wochen oder ca. 500 km gedauert, bis der Verbrauch von den 25-30 Litern auf die normalen 10 Liter runter war. Über den weiterhin dauerhaften, hohen Verbrauch erschreckt, wurde mir in der Werkstatt gesagt, dass dies normal wäre, und die Lambda eben etwas Zeit braucht, das Kennfeld wieder auf mager zu ändern. Erst später habe ich erfahren, dass ein Reset vom STG die Kennfelder gelöscht hätte und das Anlernen vom Leerlauf die minimale Beeinträchtigung gewesen wäre. Die "Legoelektronik" im E30 hat somit schon gewisse Vorteile, wenn sie den Motor, egal wie, am Laufen hält. Aber auch ihre diversen Nachteile, wenn sie behobene Schäden oder sonstiges nicht gleich ändert. Gruß Jochen