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Bleimennige


Laafer
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Hi mal eime Frage, ich habe hier ein Fahrzeug stehen bei dem das Bodenbelch im Fahrzeuginneren auf der Fahrerseite auf Grund eines undichten Schiebedachs angerostet ist. Er ist nicht duch aber wenn man es so lässt wird das nicht mehr lange dauern. (Beifahrerfussraum nicht betroffen.

 

Ich wollte erst mal die Bitumenmatten entfernen und den Misst dan halt grob entrosten. Ich habe die Möglichkeit an "die echte alte gute Bleimennige" zu kommen (zumindest sagte das mein Bekannter, dass das Zeug so toll ist) Er hat davon "etwas mehr" aus dem Ostblock. Ist ja auch egal. Ich wollte jetzt mal fragen was ihr davon meint.

 

Mein Plan war, das Bodenblech mit dem Zeug einstreichen (nachdem es mechanisch entrostet ist) dann später überlackieren und dann eben den Teppich wieder drüber (ist auch ein neuer der alte war schimmlig)

 

Wenn das Zeug überlackiert und der Teppich drüber ist, ist das dann trotzdem noch "giftig"?

 

Ich hab kein Bock auf Bleiluft im Fahrzeuginnenraum, das ist meine einzige Frage. Dass man das Zeug nicht schleifen sollte etc... weiss ich schon mir geht es nur darum wenns trocken und überlackiert ist ob dann noch ein Gesundheitsrisiko besteht?!

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Das Zeug ist meistens rot, macht gerne keine besonders schöne, glatte Oberfläche (Klumpen und Bläschen) und schaut daher bei bloßem Überlackieren nicht gut aus ... falls es überhaupt mit den heutigen Lacken überlackierbar ist. Mach halt dazu mal nen Test an einem Stück Blech ....

 

Das Korrosionsschutzdepot hält da, glaube ich, besser verarbeitbare Sachen parat, die auch sehr guten Rostschutz bieten ... ist halt teurer ...

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Warum willst du dir denn so'n giftigen Ostblockmist in die Fahrgastzelle schmieren? Da schwirrt schon so genug giftiger Mist rum.

Rein technisch sind nur die Bleisalze in der Farbe toxisch, die aber nicht ausgasen, von daher also "eher unbedenklich". Problematisch wird es wenn z.B. der nächste Besitzer dran rumschleift. Der hat dann die Arschkarte. Es gibt bestimmt gute Alternativen :D

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So schlecht war das Zeugs nicht.

Früher wurde das verwendet um Latern,Brücken, Stahlkonstruktionen usw. zu schützen- bis es verboten wurde.

Fürs Auto gibts aber Sachen, die sich besser eignen wie Cab Pat schon geschrieben hat.

Im Innenraum würde ich das Zeug nicht verwenden.

T = Total

Ü = Überflüssiger

V = Verein

:motz:

 

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Die ganze Bleimennige, deren Wirkungsweise und Qualität, bleibt für mich irgendwie, sagen wir ungeklärt.

 

Ich "glaube" an das was der Herr Schucht vom Korrosionsschutzdepot sagt. Wirklich. Herr Schucht sagt und schreibt, das Bleimennige nichts besonderes sei (Verboten ist sie eh´schon lange) und das es heute Besseres, moderneres, ungiftigeress gäbe. Er schreibt, die Bleimennige werde nur in der Rückschau von älteren Herren, was ihre Qualiltät betrifft, total überhöht. Im Vergleich zu modernen EP-Rostschutzgrundierungen sei sie völlig durchschnittlich.

 

Ich glaube das, habe aber ein Klitzekleines Restproblem damit.

 

Wir haben ein kleines Ferienhaus, ganz oben, im "rauh" bewitterten Sauerland. Alles an diesem Haus und auf dem Außengelände verdirbt, verkommt, verwittert und rostet stark. Aber: Da ist dieser Metallzaun, vor 55 Jahren aus alten Wasserrohren von meinem Großvater zusammengeschweißt........

 

Vor genau 20 Jahren hat mein Bruder den Rost grob abgebürstet, ihn dann mit Bleimennige grundiert. Man sieht die Mennige noch, leicht rosa usw. Und als einziges, auf dem ganzen Gelände, sieht dieser Zaun so aus wie gestern gestrichen. Mein Großvater ist schon lange tot, mein Bruder und ich "rosten" auch schon lange, nur der Zaun, das Gartentor, sind faktisch "Niro".

 

Ich bin gegen diese romantischen Überhöhungen, nur weil man "früher" mal was irgendwie überragend empfunden hat, meint man das wäre heute noch gut. Ich lache über die alten Herren die sich begeistert über LANZ Bulldogs unterhalten, meinen die könnten aktuellen Zugmaschinen das Waser reichen....

 

Was es mit der Bleimennige auf sich hat kann ich nicht sagen. Ich weiß es nicht. Ich glaube an das was Schucht sagt und verkauft, aber dann gehe ich immer durch dieses Gartentor und denke: Wie kann das sein, das das nach all den Jahren einfach nicht rosten will......

 

 

Gruß Capo


Bearbeitet: von capo
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vor 55 Jahren aus alten Wasserrohren von meinem Großvater zusammengeschweißt........

: Wie kann das sein, das das nach all den Jahren einfach nicht rosten will......

 

Hallo Capo,

 

vielleicht liegts daran, dass Dein Großvater verzinkte Wasserrohre verwendet hat?:-D

Spaß bei Seite:

 

Ich halte Bleimennige - unabhängig von Umwelt- und Gesundheitsschutzfragen - für den Verwendungszweck bei neueren Autos, also Nachkriegsware, für nicht besonders geeignet.

 

Früher wurde das Pulver mit Leinöl angerührt bzw. Das ganze war auch als Fertigprodukt sehr oft auf Leinöl-Basis. Leinöl selber ist schon ein super Rostschutz, siehe Owatrol, was ja auch zum Großteil schlichtes Leinöl ist. Leider ist das dann nicht gut mit den modernen Lacken überlackierbar. Daher auch meine Vermutung, dass das mit der fertigen Bleimennige auch nicht besonders toll werden wird.

 

Außerdem hat man bei Außenanstrichen von Rahmen, Geländern, Zäunen etc. nicht gerade sparsam damit gearbeitet, also dicke Schichten aufgetragen. Darüber kam dann nochmal ne dicke Schicht Farbe.

 

Diese Schichtdicken sind bei unseren Auto unschön, unpraktisch und führen auch evtl. später zu Rissen etc. ...

 

Wie schon von den meisten geschrieben: Auf heutige Produkte zurückgreifen. GGf. mit Fertan oder Pelox entrosten ...

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Richtig Martin E30, richihh und SurfmitGecko (cooler Name) haben die wirklich wunden Punkte schon angegeben.

Die gute alte Bleimennige war in der TAt ein wirklicher Korrosionsschutz. Aber eben auch...sagen wir mal so: mit den heutigen Umweltvorgaben nicht kompatibel. :watch: :rot: So, mit dieser netten, neutralen und wohlwollenden Formulierung haben wir niemanden auf die Füsse getreten.;-)

FAlls doch,...... ich hab´s nicht bemerkt:D

Aber durch die Beimengungen die drin waren, war das Zeug eben auch sehr Verbraucherorientiert, soll heissen hat was getaugt. 1x ordentlich reine Metallische Oberfläche schaffen, das Zeug drauf und Ruhe war.

 

Nun aber sind wir 2013 und das ist voll von Verboten, Vorschriften und Verordnungen.

 

 

Aber nun ein wenig ernsthaft.

Wenn Du eine wirklich metallisch reine Oberfläche hast, ist eine ordentliche Grundierfarbe die sich mit dem fertigen Lack verträgt durchaus als wirksames Hilfsmittel zu sehen.

Da es aber eine Grundierung ist, sollte das nicht lange ohne einen schützenden Fertig-oder Decklack stehen bleiben.

Wie lange, sollte ein Lackierer der Dir diesen Grundlack anbietet auch wissen.

Nur musst Du schon wissen welchen Lack Du später verwendest und entsprechend kaufen.

 

J.-Paul

Es war eben schon immer etwas teurer das Besondere zu mögen.

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... soviel ich weiß ist das Zeug zwar nicht mehr gebräuchlich (zur ausreichenden Versorgung mit Schwermetallen wurde daher die Energiesparlampe flächendeckend eingeführt :devil:) aber in D nicht verboten.

 

...ist aber ebend kein Rostumwandler a´la Fertan, sondern ein Rostschutzanstrich und als solcher auch hervorragend brauchbar .


Bearbeitet: von bastelbert
Tastensalat

 

Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

 

 

 

 

auto motor & sport 22/86

 

 

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Was es mit der Bleimennige auf sich hat kann ich nicht sagen. Ich weiß es nicht. Ich glaube an das was Schucht sagt und verkauft, aber dann gehe ich immer durch dieses Gartentor und denke: Wie kann das sein, das das nach all den Jahren einfach nicht rosten will......

 

:-), Das gleiche kann ich auch bestätigen, habe mal vor ca.20 Jahren bei uns im Hof eine alte Teppichstange und ein paar Meter Handlauf zum Treppenabgang (alles im Außenbereich) grob mit der Flex entrostet und dann mit Bleimenige (die rote) angepinselt.

Naja, ist heute noch so wie damals, absolut top und ohne Rostbefall :-o. Ich glaube kaum (meine Meinung), dass es in der heutigen Zeit irgendetwas (was zugelassen ist) gibt, das dieses Ergebnis ebenfalls erzielen könnte.

:-) Es gab damals auch noch (Russpeter), das war eine dauerelastische Hochtemperaturfeste Farbe.

Der damals (ebenfalls ca.20 Jahre) überarbeitete und gestrichener Motorblock, sieht immer noch aus wie gestern erst gelackt.

 

Naja, das damalige Zeugs war schon nicht verkehrt (kommt natürlich auf drauf an für was man es verwendet/e)

T = Total

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mensch männer wir sind in der wegwerfgesellschaft angekommen. was soll man denn dann mit nem anstrich der die sachen nicht rosten lässt? dann fällt es doch auf das die andere scheisse nicht lange hält. :freak::freak::freak:

gruss

der "nörgelnde supertrucker" (zitat ende)

 

 

Schaode das mir Saggsän keen Diialeggd ham

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Das Thema kann man auch auf Polierwatte, Polierpaste (Metallpollisch) ausdehnen.

Die heutige, sowohl Polierwatte als Paste für Metalle zu polieren sind längst nicht mehr das was sie mal waren.

Alles irgendwie abgeschwächt.

Pol, wer kennt die noch? Die hat echten Glanz zustande gebracht. Mit der heutigen Paste ist das so nicht mehr erreichbar.

Watte in der Tüte, die gelbe von Früher. Ebenso. Kein vergleichbares Ergebnis.

 

Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Hannes wollte ja auch noch etwas über die Giftigkeit nach dem Trockenvorgang wissen.

Nun ich denke, dass wenn das total ausgetrocknet ist (mit reichlich Luftzug zum Durchlüften) und der Teppich drüber liegt kann eigentlich nichts passieren. Der Teppich liegt ja fest drauf, so kann kein Abrieb entstehen der Partikel zum schweben bringt. Wenn Du dabei aber Bedenken hast, kannst Du ja noch eine weitere Lage als Puffer einbringen.

Welches Material würde sich da anbieten, was der Feuchtigkeit die man immer ins Auto schleppt, Widerstand leistet ohne weg zu gammeln, dennoch formbar, zudem leicht und preiswert zu beschaffen ist? 8-/

Da fällt mir so mal nicht direkt was ein. Oder doch?

- eine Art plastifizierender Anstrich auf der Menninge?

- eine Lage Teichfolie? Ja das wäre was, was die Bedingungen alle erfüllt. Ausserdem leicht auszuheben/anzuheben um drunter nach dem Rechten zu sehen.:idee: :daumen:

 

J.-Paul

Es war eben schon immer etwas teurer das Besondere zu mögen.

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man sollte der wahrheit schon die ehre geben und anerkennen, das bleimennige und danach das sogenannte penetriermittel aus der ddr so ziemlich das beste sind und waren. jahrzehnte lang konnte man sich an dem anblick von gegenständen erfreuen, die mit diesen mitteln behandelt wurden. sicher nicht ungiftig, aber meist nur im flüssigen zustand, bei einatmen etc. . und das wird meist verschwiegen.

ich habe fast alles probiert, bin aber bei den neuen mitteln nur von einem ungiftigen und unschädlichen hängen geblieben. und das ist rustyco, was auch sein versprechen hält.

gruß harry

ES GAB ZEITEN,DA BIN ICH LIEBER GEKOMMEN; ALS  GEGANGEN

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Mag schon sein, dass der Kram besser ist. NÖTIG ist er mit Sicherheit nicht. Wenn das Auto nicht wieder als Aquarium genutzt werden soll, reicht auch ein (ungiftiger) normaler Anstrich mit den üblichen Verdächtigen. Lack drüber und/oder Dämmmatten, fertig.

IMG-20190521-WA0013.jpg

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Als Ersatz für die mystifizierte Bleimeninge:

 

http://e30-talk.com/1317641-post25.html

 

gruss Christian

Gruss Christian

Gesendet von meinem 486DX2-50 mit 4MB Ram und 210MB Festplatte gekauft bei Escom für 2800.- Mark

 

Ich frage mich wirklich, wie es dazu kommt, dass westliche Länder planwirtschaftliche Mechanismen bei der Ausrichtung künftiger Mobilität (in diesem Falle e-Mobilität) für sinnvoller erachten, als ein marktwirtschaftlich und ökologisch gesamtheitliches Konzept.

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  • 2 Wochen später...

Ich habe vor ein paar Jahren mal den Scheibenrahmen meines VW-Busses mit Bleimennige gestrichen. Das Problem war, dass beim überlackieren mit der Orginalfarbe keine dauerhafte Verbindung zwischen Bleimennige und "modernem" Lack herzustellen war. Die aufgeklebte Scheibe hat sich nach kurzer Zeit mit dem Decklack zusammen abgehoben. Im Ergebnis musste die Bleimennige wieder runter. Ich würde daher die Finger davon lassen.

 

gruss Herbert

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  • 3 Wochen später...

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