"Dadurch dass der Koch seine Gerichte teilweise mit Salz abschmeckt..." hat ähnliche Aussagekraft. Mit dem kleinen Unterschied, dass man Salz tatsächlich braucht. Das Wort "Abgasgegendruck" hingegen hat seinen Ursprung am Stammtisch und ist so nötig wie ein Kropf. Die "Abstimmung", die du hier meinst, ist die Auslegung von Saug- und Abgasanlage auf optimalen Ladungswechsel. Ladungswechsel: Takt4->Takt1, Abgas raus -> frisches Gemisch rein. Das ist also ein getakteter Prozess mit genauer zeitlicher Vorgabe: Drehzahl. Dieser zeitlichen Vorgabe folgt das Gas, das in den Zylinder von außen reingeschoben wird, bzw. vom Kolben rausgeschoben wird. Wenn das Abgas in den Krümmer geschoben wird, entsteht eine Gassäule, die sich wie eine Druckwelle durch den Krümmer bewegt. Geschwindigkeit der Welle ist natürlich abhängig von der Drehzahl und dem Rohrdurchmesser. Es bewegt sich also eine gewisse Masse Gas durch den Krümmer. Nun schließt das Ventil und weil Masse träge ist, bewegt sich das Gas weiter. Ventil ist also zu, Gas bewegt sich vom Ventil weg, was passiert? Unterdruck entsteht. Und genau dann, wenn dieser Unterdruck am größten ist, muß das Ventil wieder offen sein - die nächste Ladung Abgas strömt dann ja viel leichter aus dem Zylinder. Gegendruck ist hier aber völlig unerwünscht, es ist ja gerade der Unterdruck, der zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle die Musik macht! Genau dieses zeitliche Zusammenspiel muß aufeinander abgestimmt sein. Das ist dann das, was mit "Fächerkrümmer" eigentlich gemeint ist. Analog vor dem Einlaßventil - das Gas kommt angerauscht, Ventil schließt, Gasmasse ist träge, bewegt sich weiter Richtung Einlassventil, Überdruck wird aufgebaut, bei maximalem Druck öffnet das Ventil und es gibt ne super Füllung im Zylinder. Aber Gegendruck ist immer scheiße! So, sorry fürs Rumspammen, aber "Abgasgegendruck" ist einfach nen Unwort... Damian: :-R:-R für die Zielstrebigkeit und Geschwindigkeit mit der du deine Umbauten durchziehst!