Ursache ist zu großes Lagerspiel. Das macht sich nicht bemerkbar, solange sich das Fahrzeug in einer gleichförmigen Bewegung befindet. Tritt eine positive oder negative Beschleunigung in eine beliebige Richtung auf (Bremsen, Beschleunigen, Kurvenfahrt), wirkt ein physikalischer Effekt, der als Präzession (wiki) bekannt ist. Ein Kreisel weicht bei einer versuchten Richtungsänderung rechtwinklig aus. Das Experiment mit der rotierenden Fahradfelge sollte wir alle in der Schule mal gemacht haben, siehe auch wiki. Beim Gebläse hat das zur Folge, daß die Achse bei einer beliebigen Beschleunigung radial in ihren Lagersitz gedrückt wird und bei fehlender Schmierung dementsprechend quietscht. Bei gleichförmiger Bewegung baut die Achse wohl eine Art Luftpolster auf, in dem sie ruhig läuft. Bei mir beobachte ich folgendes. Je geringer die Drehzahl, umso leichter läßt sich das Gebläse zum Quietschen anregen (logisch, Trägheit), in Stufe 1 und 2 geht das sehr leicht, in 3 kaum noch und in 4 (noch) garnicht. Der Effekt verstärkt sich mit zunehmendem Verschleiß, d.h. vor zwei Jahren hat es nur ab und an in Stufe 1 mal gequietscht, mittlerweile kann ich 1 und 2 kaum noch benutzen. Es hilft kurzfristig evt. etwas zähes Fett an den Lagern, langfristig muß man die Lagerluft wieder verringen, d.h. Neuteile verbauen oder evt. mit Messingbuchsen arbeiten! Gruß Michael