Es gibt im dreidimensionalen Koordinatensystem drei Achsen, das sind auch die Richtungen, in die Du (auf der Scharnierseite) einstellen kannst. x = Fahrzeuglängsachse (Fahrtrichtung) und z (Hochachse): Dazu Schrauben lösen, Türe vor/zurück und auf/ab verschieben, bis die Flächen und Sicken vorne und hinten fluchten. y = Querachse: Dazu mußt Du mit den besagten Plättchen arbeiten; raus/rein bis alles passt Bei schlecht passenden Türen geht man quasi iterativ vor, d.h. man durchläuft o.g. Arbeiten mehrmals nacheinander bis alles passt. Zusätzlich kann auch sanfte Gewalt ins Spiel kommen, z.B. wenn die Türe vorn fluchtet, hinten aber nicht. Dann kann man die Türe mit Muskelkraft in sich verdehen. Keine Angst, da knacken die Schweißpunkte, das muß so! Das sollte man (bei Vordertür) aber erst tun, wenn man auch den Kotflügel versucht hat, anzupassen. Hat man das Problem mit der hinteren Tür, ist entsprechend gleichzeitig ggf. die Vordertür einzustellen. Als letztes wird das Schloß eingestellt. Optimalerweise hat man alle o.g. Anpassungsarbeiten bei ausgebautem Schließkeil gemacht, so daß die Türen frei und perfekt in den Ausschnitten stehen. Dann ist der Rest eigentlich einfach, man muß nur noch den Schließkeil so einstellen, daß die Türe nicht mehr auf der Hochachse irgendwo hingedrückt wird, das sieht man am besten, wenn man bei gezogenem Griff mit der Tür das Schloss auf den Keil drückt. Auf der Querachse müssen dann die Flächen und Sicken fluchten, fertig! Viel Spaß, das kann schon mal ein paar Stunden dauern, wenn man Perfektionist ist. Genau das macht aber auch das "saubere" und stimmige Erscheinungsbild eines Autos aus. Es gibt (für mich) nix schlimmeres, als wenn die Karosseriespalte nicht passen (Berufskrankheit). Dabei ist das Fluchten der Flächen und Sicken noch wichtiger als gleichmäßige Spaltbreiten von genau X,XXmm. Gruß Michael