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Cove

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  1. Danke, ich war ehrlich gesagt am Anfang doch etwas skeptisch als ich das gepostet hab. Ich persönlich finde es auch extrem erstaunenswert, wie schnell doch das "wir" Gefühl und der Zusammenhalt in so einer zusammengewürfelten Gruppe zustande kommt. Zum Teil oder wohl gerade weil es groß nichts zu gewinnen gibt, die "Gewinne" wie das Lebenslange BSC Startrecht haben nur mit den erfüllten Aufgaben im Roadbook zu tun. Vom Bäcker über den Kfz-ler über die Ärztin, den Feuerwehrmann die Studenten bis hin zu Juristen war absolut alles vertreten. Die Quote der Leute die "absolut normal" waren lag zum Glück bei höchstens 10%, und das war auch absolut gut so. Wenn ich ehrlich bin würd ich aktuell am liebsten auch schon wieder los, auch mit dem E30. Ich hab mich trotz der langen und anstrengenden Stunden im Auto komischerweise jedes mal wieder gefreut wenn ich mit Fahren dran war, das logisch zu begründen ist wohl nicht so leicht. Weiter ging es mit Tag 12: Sankt Petersburg nach Raudsilla (Estland) 352km Morgens wieder bei bestem Wetter aufgewacht (7 Uhr), ganz in Ruhe gefrühstückt und dann beschlossen, noch einen entspannten Vormittag zu verbringen. Also irgendwann das Zelt gepackt und in die Sonne gesetzt. Nach einiger Zeit dann nochmal den Gasgrill angeschmissen und Mittagessen gemacht, unter anderem die exzellenten russischen Würstchen wurden gebraten. Anschließend nochmal die Duschen im Kongresszentrum genutzt, dann sollte es in Richtung Grenze gehen. Ich hatte dann die Idee, anstatt der E20 direkt Richtung Grenzübergang Narwa die Küstenstraße in Richtung "Sosnowy Bor" zu nutzen. Dom und Erik mussten noch zum VW Händler einen Klopfsensor besorgen, wollten uns dann nach dem Grenzübergang wieder Treffen. Also ging es mit zwei Autos auf der schicken Küstenstraße in Richtung Grenze. Da das Kongresszentrum am Westrand der Stadt lag konnten wir ohne unsere exzellenten Kyrillisch-Kenntnisse, die sich auf wenige Buchstaben beschränken, doch recht gut aus Sankt Petersburg herausfahren. Vor allem ohne Stress in der Rush-Hour. Auf dem Weg kamen wir an recht vielen alten, verlassen aussehenden Kasernen und anderen militärischen Einrichtungen vorbei. Wie man es als deutscher nicht anders kennt nichts dabei gedacht und weiter gefahren. Nun ja, recht blöde Idee. Nach etlichen weiteren Kilometern wurden wir dann von einer, recht strend dreinschauenden Dame des russischen Militärs rausgezogen. Nach der obligatorischen Passkontrolle wurde uns dann auf russisch und unmissverständlicher Zeichensprache mitgeteilt, dass dies militärisches Sperrgebiet sei. Scheinbar durfte man nur als Russe ein/ausfahren. Also umgedreht, ein Stück zurück und dann auf die E20. Recht zügig waren wir dann an der Grenze zu Estland, recht weit vor der Grenze standen schon LKWs an. Recht große Parkplätze an der Straße, dort warteten die Fahrer wohl bis sie Ihre entsprechenden Papiere zugeschickt bekommen haben. Die "normale" Schlange war nicht so lang wie befürchtet, geschätzt wurd das Ganze auf 1,5 Stunden. Also in die Reihe gestellt, bei bestem Wetter mit etlichen anderen Teams geschnackt und in der Sonne entspannt. Irgendwann waren wir dann an der Reihe, natürlich als erstes eine erneute Passkontrolle. Die wirklich netten russischen Beamten erklärten mir (der Fahrer bzw. der Halter muss den Papierkrams erledigen) was ich vorzeigen und ggf. ausfüllen musste. Der Papierkrams war schnell durch, mit einem netten "Gute Reise" wurde ich verabschiedet. Das Auto wurd kurz grob durchgeschaut, dass wars. Nun durften wir wieder in die EU. Also nochmal kurz anstehen, dann waren wir an der estnischen Grenzkontrolle angekommen. Eine super nette (und nebenbei wirklich hübsche) Grenzbeamtin und Ihr Kollege schauten sich neugierig unser Auto an, die Aufgabe einer Unterschrift eines Grenzbeamten kam sie dann auch sehr gern nach. Kurze Passkontrolle und wir durften nach Estland einreisen. (Siehe Bild weiter unten) Weiter ging es durchs komplett grüne Estland über super ausgebaute Straßen in Richtung "Raudsilla", dort sollte die zweite BSC Party stattfinden. Über immer kleiner werdende Straßen ging es immer weiter in den Wald rein, dann waren wir irgendwann angekommen. Angekommen auf einer großen "Lichtung" im Wald suchten wir uns einen freien Platz für die Autos und Zelte, die Party hatte schon gestartet. Daher sind die Bilder vom nächsten Tag. Das Gelände heißt "Raudsille Entertainment Complex", ein liebevoll angelegtes "Zeltdorf". Es gibt neben Schlafhütten noch diverse Saunen, von einer "kälteren" Sauna bis hin zur wirklich heißen. Dazu ein riesiges Hauptzelt in dem auch das Buffet angerichtet war. War ein super unterhaltsamer, lustiger Abend mit super Musik und etlichen mega coolen Leuten die man während der Rally kennengelernt hat. Irgendwann war ich dann mit Dom und ein paar anderen Leuten noch mehrmals in der abartig heißen Sauna, danach konnte man sich im Bach abkühlen. Pünktlich um 3:30 wurd es beim verlassen der Sauna auch schon wieder hell Der Chef war natürlich auch mit angereist: In der Windschutzscheibe unser wichtigstes Kartenmaterial, der 10€ (Jubiläums Edition) Europaatlas, bis auf wenige Situationen kamen wir damit bestens zurecht.
  2. Ich hab ja auch meinen Spaß beim schreiben, nebenbei lebt doch das Forum unter anderem von den Fotostories ;) Von irgendwo bei Svyatozero nach Sankt Petersburg-352km Über nacht hat sich unser Lager noch etwas gefüllt, morgens um 6 wachen wir wegen der doch recht enormen Hitze im Auto auf. Etliche bekannte Teams sind über Nacht noch eingetroffen, unter anderem Annika und Marcel vom Team "Drivinglust" und die Jungs von den "Preetzer Klabauters". Der LT ist glücklicherweise repariert worden, ein Neuteil gab es nicht. Der wohl super nette und engagierte Werkstattmeister der kleinen russischen Werkstatt die auf dem Weg lag, hat das Problem schnell und unkompliziert gelöst. Das Stahlrohr zur Einspritzdüse wurd schnell aus einem alten A6 ausgebaut, passend gebogen und schon war der LT wieder trocken. Morgens sei wohl noch ein Förster im Lada Niva durch "camp" gefahren. Hat sich durch geschlängelt und sich nicht an uns gestört Zusammen mit Dom und Erik ging es dann in Richtung Sankt Petersburg. Vorbei an super organisierten russischen Baustellen, ja da kann man sich hier noch einiges von Abschneiden. Ein Team fräst die Fahrbahn ab, ein Team bereitet den Untergrund für die neue Teerschicht vor, ein Team teert das ganze, das Team danach befestigt den Seitenrand gescheit mit Schotter und anschließend mit bewuchsfähigem Boden, ein paar Mitarbeiter hintendran räumen selbst die kleinsten Reste Müll weg. So werden schnell und effizient doch recht lange Straßenabschnitte erneuert. Vorbildlich auch in Sachen arbeitssicherheit, da sieht man niemanden mit kurzer Arbeitshose oder ohne Helm und Brille rumlaufen. Mal wieder so ganz an den Vorurteilen die man aus Fernsehen und Internet kennt vorbei... Bei langsam zunehmendem Verkehr ging es richtung Sankt Petersburg, das Wetter wurd plötzlich auch unterirdisch. Bei recht starkem Regen ging es nach Sankt Petersburg rein, der Verkehr wurd immer dichter. Dank weiteren Baustellen auf den Brücken gab es ca. 30 Minuten Stau, teils hektisches Spurwechseln und zügiges Anfahren/Bremsen. Dabei immer einen Gang niedriger unterwegs als beim normalem "mitschwimmen", jederzeit bereit Gas zu geben oder ordentlich zu bremsen. Trotz alledem fand ich den Verkehr mal wieder rücksichtsvoller als hier, das "Miteinander" funktioniert einfach. Dann noch ins russiche Einkaufszentrum, ein an "Metro" erinnernder riesiger Laden. Besonders beeindruckt war ich von der riesigen Abteilung mit frischem Gemüse, die Sorten waren weniger nach "Glanz und Optik" gezüchtet als hier in DE. Meistens schmecken gerade die Sorten doch am besten. Auffällig ist jedenfalls, dass die Produkte doch aus anderen Ländern kommen als bei uns. So findet man kein Obst/Gemüse o.Ä aus z.b Spanien, Holland sondern eher aus Israel oder teils aus Nordafrika. Die Frischfleisch und Frischfischabteilungen waren einfach riesig, piekfein sauber. Durch eine große Scheibe konnte man direkt in den Raum dahinter schauen, dort wurden die Produkte direkt frisch und für jeden sichtbar hergestellt. Wir haben ein paar Black Angus-Steaks und ein paar frische super lecker aussehende russische Würste sowie einiges an Gemüse eingepackt. Dazu halt die üblichen Sachen und eine Flasche doch recht teuren Vodka in schniker Flasche den ich einem Kumpel mitbringen wollte. An der Kasse angekommen waren wir dann bei knapp 80€, die Kassiererin fragte uns etwas was leider niemand von uns verstand. Direkt zückte die Dame die hinter uns stand Ihre Mitgliedskarte, die Kassiererin zog diese durch das Gerät und plötzlich hatten wir knapp über 1000 Rubel (knappe 15€) Rabatt- sie wohl auch etliche Treuepunkte. Angekommen an unserem "Campingplatz" der offiziell ausgeschrieben und ausgeschildert war waren wir doch etwas erstaunt. Am Stadtrand von Sankt Petersburg gelegen liegt die Siedlung "Strelna", genau am Kontresszentrum zwischen dem Palast von Peter dem 1. und dem "Konstantinovsky park" lag unser Campingplatz. Nachdem wir der super freundliche Wachdienst uns auf das Gelände gelassen hatte waren wir noch erstaunter. Also ging es rein, die Dame am empfang hat sofort die Leiterin des Kontresszentrums gerufen da diese am besten englisch sprach. Eine super nette Dame die absolut gutes Englisch sprach, zeigte uns die "sanitären Anlagen" die wir nutzen konnten. Alles nur feinste Qualität aus Deutschland, der ganze Eingangsbereich aus Marmor und eine Dusche mit Massageprogramm. Wir haben dann für zwei Autos keine 15€ bezahlt und uns weiter gefragt, wie es sich finanziert das Kontresszentrum zu unterhalten. Außer einem am Abend geplanten Geburtstag war da nichts los. Perfekte Internetverbindung war natürlich inklusive. Sie gab uns dann noch Ihre private Handynummer, falls wir ein Taxi oder irgendwas brauchten sollten wir einfach anrufen- auch wenn es schon spät wäre. Sie hat uns dann netterweise direkt noch ein Großraumtaxi organisiert, das uns um 18:30 in die Stadt fahren sollte. Also erstmal das Zelt aufgebaut, danach entspannt Duschen gegangen. Die Vorfreude auf Sankt Petersburg war schon die ganze Zeit da, das Wetter war auch wieder super. Also mit dem Taxi in die Stadt, "rein ins getümmel" trifft es am besten. Gefühlt die ganze Stadt war auf den Beinen. Die Tagesaufgabe war es, eine Strandbar in Sankt Petersburg aufzusuchen, die Adresse war netterweise angegeben. Recht schnell gefunden (dank dem Taxifahrer der uns den Weg erklärte ) ging es in eine super entspannte Strandbar auf ein paar Gespräche mit anderen Teams. Wir beschlossen dann, zusammen mit Erik, Dom, Annika und Marcel weiter die Stadt zu erkunden. Von alten Prunkbauten über super Schicke Hotels und Märkte einfach mal rein in die Stadt. An einigen recht dreiste Falschparkern und ein paar leicht defekten Autos ging es durch die Gassen von Sankt Petersburg. Zwischendurch dann ein schickes Restaurant gefunden, bei super leckerem russischen Essen dann einige Zeit dort verbracht. Später dann weiter durch die Stadt, immer noch echt erstaunlich was unter der Woche los ist. Weiter zur "Auferstehungskirche" die vor allem bei einsetzender Dunkelheit super ausschaut. Insgesamt hat mich die Stadt absolut positiv beeindruckt, nebenbei war es auch echt sauber. Keine Zigarettenstummel oder Kaugummies auf dem Boden, kein Müll der irgendwo liegt. Einige Zeit später haben wir dann das Angebot der Kongressleitering angenommen, sie hat uns ein Taxi bestellt das uns abholte. Auf der Rückfahrt rief sie dann nochmal an, ob das mit dem Taxi alles geklappt hätte. Das alles finde ich absolut nicht selbstverständlich und hinterlässt weiterhin ein nur positives Bild. Wirklich viel von der Stadt gesehen haben wir leider nicht, aber jetzt weiß ich definitiv wo ich in nächster Zeit nochmal hinreisen werde.
  3. Tag 10: Kandalaksha Richtung Petrosawodsk Tageskilometer: 888km Nicht allzu früh und bei bestem Wetter ging es von unserem Lager im Wald wieder in Richtung Europastraße, wir schließen uns dem VW LT 4x4 der "Preetzer Klabauters" an. Mit 80-90 auf der Geraden, weniger bergauf ging es dann gen Süden mit dem Ziel Petrosawodsk. Die super ausgebaute E105 würde deutlich höhere Geschwindigkeiten erlauben, ich hab mir mal wieder einen Tempomaten gewünscht. Irgendwann in einem Dorf getankt, der Boden bestand nur aus Schotter und der typische "Geruch" beim Tanken blieb aus- machte mich schon etwas stutzig. Es gab auch ganz normal ROZ80 Benzin zu kaufen. Diesel war aus, der LT hatte aber noch etliche Liter plus Ersatzkanister an Board. Motor an, Wagen läuft wie gewohnt. Im Laufe der weiteren Kilometer merkt man, dass der Motor etwas träger und "rauher" läuft, klingt jetzt schlimmer als es effektiv war. Weiter ging es durch Dorfer, in denen die Zeit teils doch ordentlich stehen geblieben war. Oft fand man aber Militärdenkmäler. Die Natur steht der in Schweden/Norwegen aber in nichts nach. Also eine Stunde später für den LT die nächste Tankstelle angefahren, Diesel war aber auch leer. Bei den nächsten beiden Tankstellen das gleiche, also die Ersatzkanister leer gemacht. Die über 40l Diesel sollten ja noch eine ganze Strecke, mindestens bis Petrosavodsk reichen. Der Tipp eines Einheimischen auf neine LKW Tankstelle war leider auch nicht erfolgreich, das Personal hat gerade mit viel Mühe die letzten Liter Diesel in einen LKW getankt- der dann auch nichtmal zur Hälfte voll war. Also weiter ging es, Tankstellen "wirds ja noch genug geben". Nicht allzu lange später bog der LT auf einen der vielen Rastplätze mit Auffahrrampe ab, es war Dieselverlust festzustellen. Also ging Mark auf die Suche, das Problem war recht schnell gefunden. Eine der Stahlleitungen die zu den Einspritzdüsen gehen hatte im Rohrbogen einen Riss. Erik und Dom von "Ragnarök Racing" war mit dem T4 Syncho mittlerweile auch eingetroffen, beide vom Fach und haben ausgepackt und geholfen was geht. Also mit einem Stück Benzinschlauch und Schlauchschellen das ganze ca. 90% dicht bekommen, wenigstens laufen jetzt keine 45l Diesel/100km mehr durch den "Motor". Dann das ganze nochmal mit Galvanisierungsband stabilisiert, musste 45 Minuten aushärten. Neben der Auffahrrampe stand ein LKW, wir haben mal nett angefragt ob er etwas von seinem Diesel aus dem Tank verkaufen würde. Als er das Wort "Diesel" hörte ging er ohne mit der Wimper zu zucken zu seinem LKW, nahm seinen 20l Kanister und einen Schlauch und zapfte bei sich 20l Diesel ab. Als der Kraftstoff dann bezahlt werden sollte wehrte er vehement ab, er wollte absolut kein Geld für den Diesel haben. Dort scheint es noch wirklich selbstverständlich zu sein, sich gegenseitig zu helfen. Da das Vulkanisierungsband noch 45 Minuten brauchte bis es belastbar war haben wir uns darauf geeinigt, dass wir mit Erik und Dom weiter fahren. Wenn es weiter Probleme mit dem LT geben würde wollten sie anrufen. Also ging es weiter, das Reisetempo änderte sich etwas. Nach kurzer Zeit war die nächste Tankstelle an der Straße die auch Diesel da hatten, der Standort wurd dann schnell an die Jungs im LT gesendet. Damit war das Dieselproblem auch schonmal gelöst. Anfänglich mit 100 (grundsätzlich maximal 90 erlaubt) ging es weiter, langsam steigerte sich das Tempo doch weiter auf ca. 110 und später weitestgehend auf ca. 120. Wir wurden weiterhin von recht vielen Autos überholt, manchmal auch mit geschätzten Geschwindigkeiten von 160-170. Wobei man dazu sagen muss, dass die perfekt ausgebaute E105 mit Leitplanke auch eine Autobahn hätte abgeben können. Gut angepasst an den russischen Straßenverkehr kam es teils auch zu, für deutsche Maßstäbe, interessanten Überholmanövern. Dort wurd von den Einheimischen oft absolut abseits der Verkehrsregeln gefahren, dabei aber immer rücksicht aufeinander genommen. Wird es bei einem Überholmanöver mal etwas knapp, dann fährt der entgegen kommende wie selbstverständlich ohne jegliches Hupen o.Ä auf den Seitenstreifen oder halt auf den Schotterstreifen. Als langsamer ist es auch normal, dass man kurz den Asphaltierten Seitenstreifen nutzt wenn ein schnellerer überholen möchte. Dabei blinkt man rechts, der überholende Bedankt sich dann kurz mit der Warnblinkanlage. Auch bei Auf/Abfahrten habe ich den Straßenverkehr so erlebt, dass es ein deutlich besseres "Miteinander" ist als in Deutschland. Allen Vorurteilen und Videos zu trotz. Zwischendurch mal Pause gemacht um was zu essen: Irgendwann haben wir dann mal wieder getauscht, ich war plötzlich extrem müde. Mein Satz der dann kam "Vor Petrosavodsk tanken wir nochmal, ja ? Wenn wir schlechten Sprit erwischen vermischt sich das und sollte dann nicht so schlimm sein" hatte später dann doch noch seine bedeutung. Nebenbei wollte ich mir Petrosavodsk eigentlich anschauen. Ich hab ein Nickerchen gemacht, plötzlich fängt das Auto bergauf an zu ruckeln und hat kaum noch Leistung. Die Tankanzeige stand auf knapp 20l, also eigentlich alles gut. Also mit letztem Schwung in die nächste Ausfahrt, dabei die ganze Zeit Erik und Dom angeblinkt. Im Leerlauf lief der Motor noch ganz gescheit, bei höherer Drehzahl merke man aber das da irgendwas nicht so war wie es sein sollte. Ich war dann etwas schlecht gelaunt, weil wir natürlich nicht vor Petrosavodsk getankt hatten (laut Erik waren 3 Tankstellen auf dem Weg) und wir auch einfach dran vorbei gefahren sind. Erstmal den 20l Kanister von Erik und Dom in den Touring geleert, zur Durchmischung des Benzins den Wagen im Leerlauf eine Minute laufen lassen. Lief dann wieder ganz normal, also ging es weiter. Knappe 40km später kam zu unserer Erleichterung eine Tankstelle, also erstmal den Tank voll gemacht bis der Sprit im Tankrohr stand, ebenso den 20l Kanister. Dabei natürlich noch einen rostfreien Lada entdeckt, komplett fehlende Außenschweller oder Teile der Tür sind hier keine Seltenheit. An der Tankstelle noch die "Discodollybirds" getroffen, dann im Dreierkonvoi weiter in Richtung Sankt Petersburg. Nach weiteren Stunde dann beschlossen uns nach einem Nachtlager umzuschauen, dabei haben wir drei weitere Teams getroffen. Nach einiger rumgurkerei dann von der E105 auf eine kleinere Landstraße gefahren, von dort dann nach einigem Suchen einen Schlafplatz für die Nacht gefunden der "ganz okay" war. War ein kleiner Forstweg ein Stück weg von der Landstraße, alle "Zelt Teams" haben aber beschlossen im Auto und nicht im Zelt zu schlafen. Netterweise durften wir einiges unseres Krempels bei anderen Teams auf dem Dach/im Auto verstauen, sodass man einigermaßen im E30 schlafen konnte. Bei etwas Musik, Essen udn Bier zusammen den Abend verbracht. Dank der "BSC Tracking APP", auf der man den Standort der anderen Teams sehen konnte, kündigten sich weitere Teams in einigen Stunden an. Nachts hab ich dann noch die Ankunft des LT gehört, dann war ich endgültig am schlafen. Wir waren nun ca. 180-200km vor Sankt Petersburg.
  4. Falls es dir noch hilft: Wir haben den gleichen Kompressor seit über einem Jahr im Einsatz. Ist für den Hobbygebrauch absolut ausreichend, ein kleinerer Kessel hat eben nicht nur Nachteile. Was bringt es mir, wenn immer erst der 100l Kessel bis 10 bar gefüllt werden muss, wenn ich nur zwei Schrauben lösen will ? Habe mit dem Kompressor nebenbei auch meinen kompletten Zweitürer lackiert, die Pistole braucht 360-375l/min. Daher ging das ganze super entspannt. Längeres Sandstrahlen oder Schleifen mit dem Stabschleifer auch absolut kein Problem. Haben 250€ bezahlt, war aber beim Kauf optisch schlechter als der in der Anzeige. Kann man auch noch ganz gut von A nach B schieben. Bei der Thematik nicht ganz unwichtig sind halt auch gescheite Schläuche.
  5. Bezüglich deines zweiten Problems: Sowas wie das Öl ablassen/Schrauben öffnen würd ich immer vorm Einbau der Getriebe machen, ist dann deutlich stressfreier. Was ich machen würde: Dicke Schraube in die Ablassschraube und gescheit festbraten. Dann kannst du die in der regel rausdrehen, die eingebrachte wärme hilft da auch.
  6. Weiter gehts, achtung Bilderflut: Kirkenes- Kandalaksha: 524km Morgens ging es leider echt früh los, 6:00 Uhr war Abfahrt um pünktlich an der Grenzstation in Storskog zu sein. Also schnell das Zelt aufgeladen und los ging es. Die ersten Sperrzonen in denen man weder halten noch campen oder irgendwas in der Art durfte tauchten auf. Nach ca. 30 Minuten waren wir auch schon an der norwegischen Grenze, kurzes anstehen mit Passkontrolle und wir durften weiter richtung Russland. Nach einer ersten Passkontrolle von russischer Seite durften wir bis zur Grenzstation weiter fahren, wurden in zwei Reihen eingeteilt. Also rein in die Kontrollbude, los ging der Papierkrieg. Erstmal die Zollerklärung ausfüllen, dann die Papiere um das Fahrzeug einführen zu dürfen. Natürlich alles in doppelter Ausführung, weil wohl kein Kopierer da war. Dazu noch einen kleinen Wisch wo quasi das gleiche drin stand, da wurd eine Ausführung in den Reisepass gelegt und die andere eingezogen. Dann anstellen zur Passkontrolle, die Personendaten und die Fahrzeugdaten wurden durch den PC gejagt- werden da wohl auch ewig bleiben. Bei der Frage nach dem Fahrzeug kam vom Grenzer mit sehr argem Akzent und gerolltem R "Bayerische Motor Werke ?", hab ihn dann beim dritten mal verstanden. Blöd, dass im Fahrzeugschein nicht einfach BMW steht Dann wars geschafft, dachte ich. An der nächsten Station wurd dann das Fahrzeug verzollt, natürlich vorher der Reisepass nochmal kontrolliert. Der Grenzbeamte fängt an meine Daten zu bearbeiten, bearbeitet dann einen Russen und macht mit dem nächsten Rallyteilnehmer in unserer Reihe weiter. Das ich da weiterhin stehe scheint ihn nicht weiter zu stören, macht anschließend einen weiteren Rallyteilnehmer fertig. Hab dann Ihm anschließend mit wenigen Worten russisch meinen Reisepass in die Hand gedrückt. Er kommentiert das nicht, grinst leicht und tippt meine Daten in den PC. Dann darf ich weiter durch, mit meiner Wartemarke in Richtung meines Autos. Recht zügig kommt ein jüngerer Grenzbeamter auf mich zu, nimmt meine Marke an sich und deutet mir, mit ihm zu meinem Fahrzeug zu gehen. Obwohl noch einige Fahrzeuge vor mir waren, ich vermute das hatte mit dem Papierkrieger zu tun mit dem ich vorher zu tun hatte. Schnell die großen Taschen, Schlafsack, Isomatten raus. Die haben ihn nicht weiter interessiert, er schaut schnell den Wagen durch. Stellt sich dann vor die Motorhaube und deutet mir, die Haube zu öffnen. Es sollte kommen wie es immer kommt, er schaut Frontal auf die Motorhaube Dann wars das auch schon, ich wurde rechts über einen Schotterweg an etlichen anderen Rallyteilnehmern und der Grenzstation vorbei gewunken. Vorn angekommen konnte ich dann meinen Mitfahrer aufnehmen, leicht verdutzte Blicke der anderen Teilnehmer inbegriffen. Ganz geschafft war es noch nicht, es erfolgte noch eine weitere Kontrolle der Pässe und der Papiere. "Welcome to mother russia" Auf recht guter Straße ging es die ersten Kilometer weiter mit dem Ziel Murmansk. Dann sah ich das erste Baustellenschild, komischerweise hab ich mich ehrlich gesagt etwas gefreut. Also die ersten Meter mal geschaut wie der Boden ist, in Russland wird bei Bauarbeiten wirklich die ganze Straße auf einmal erneuert. Man fährt dann halt eine Schotterpiste mit mehr oder weniger großen Schlaglöchern. Poltert doch recht ordentlich, aber was soll man machen. Nach wenigen hundert Metern den Fahrerlebnisschalter auf "level russian" gelegt und recht entspannt mit 90-100 durch die Baustelle gefahren. Dabei mehrere andere Rallyteilnehmer überholt, dabei auch so Fahrzeuge wie Toyota Landcruiser die mit vielleicht 30 unterwegs waren. Der E30 hat bei den Geschwindigkeiten eine recht gute Figur gemacht, den ganz großen Schlaglöchern musste man halt ausweichen. Da die Baustelle aber sehr breit war war das kein Problem. Ich hatte scheinbar sichtlich meinen Spaß daran, nach 30km wars dann aber auch schon wieder rum. Dann irgendwann das erste mal nach der Grenze getankt, Roz95 für knappe 49ct/liter. Dann ging es weiter, die erste Stadt mit den ersten Plattenbauten tauchte auf. Zwischendurch recht viel Militär, von Kasernen die etlich vielen Soldaten platz geboten hätten über große Plätze komplett voll mit Militärfahrzeugen und Panzern. Wirklich direkt Einsatzbereit sah aber das wenigste aus. Über die Wirklich gute Europastraße (E105) ging es zügig weiter bis nach Murmansk. In Murmansk angekommen sind wir im plötzlich dichten Verkehr erstmal falsch abgebogen, zack waren wir alleine unterwegs. Da ich mir die Stadt eigentlich mal grob anschauen wollte war das nicht so schlecht, mein Rallykollege fand das aber alles andere als witzig. Also etwas durch die Stadt gedüst, vorbei an großen Plattenbauten, Autoteilemärkten und Kraftwerken. Nach kurzem Blindflug haben wir uns einfach am Wasser orientiert, Tagesaufgabe war es schließlich den Atomeisbrecher "Lenin" zu finden. Kurze Zeit später waren wir dann wieder bei einer Truppe BSC Leuten mit denen wir eh Fahren wollten, wurden halt durch die Grenze getrennt. Da man nicht wusste wie lang es dauert war abgesprochen, sich auf dem Weg dann wieder zu "finden". Hauptsache, es werden Straßen und Lufttemperatur groß angezeigt Also erstmal nach Murmansk rein, etwas essen und mal schauen ob man mobiles Internet bekommt. Die EU-Flats zählen in Russland logischerweise nicht. Jedes Team hat dann 30gb für umgerechnet unter 8€ bekommen, war in der Stadt auch sau schnell. Weiter zum Hafen über mit Schlaglöchern überzogene Straßen, Slalom oder zwischendurch (wenn keiner kommt) auf der anderen Straßenseite zu fahren war ganz normal. Bahnübergänge sind doch recht gut gesichert, da fährt man jedenfalls nicht aus versehen auf die Schienen. Atomeisbrecher Lenin, gebaut 12.1957-1959 als erster Atomreisbrecher der Welt. Auf dem Weg aus der Stadt nochmal verfahren, dann waren wir wieder auf der E105. Also weiter Kilometer gemacht, vorbei an weiteren Militärbasen/Flughäfen, super grünen Wäldern. Der Wald wird gefühlt immer jünger,plötzlich ist der Wald ende, karge Mondlandschaft und fehlende Vegetation fallen direkt auf. Wir sind in Olenogorsk und Montschegeorsk angekommen. Nickel und Kupferhütten prägen das Landschaftsbild, die Vegetation ist wohl durch Schwermetalle und sauren Regen vernichtet worden. Nach einigen Kilometern fängt wieder junger Wald an, später ist man dann wieder in älterem Wald. Ich will nicht wissen, wie es hier in den 70er Jahren ausgesehen hat. Irgendwann sind wir dann im Gebiet Kandalaksha angekommen, nach ca. einer Stunde Irrfahrt auf der Suche nach einer geeigneten Stelle zum Zelten haben wir dann einen Platz gefunden an dem Hütten vermietet werden. Zelten durften wir auch für kleines Geld. Haben den Abend dann mit anderen Teams bei Feuer, Bier und Grill verbracht, sollte noch ein lustiger Abend werden. Tagesaufgabe für den nächsten Tag war es, mit einem Russen Kartoffeln gegen Vodka zu tauschen und die dann zusammen zuzubereiten, Vodka trinken und Kartoffeln essen Zufällig schob ein jüngerer Russe seinen Sohn zur Belustigung in einer Schubkarre durch die Gegend, Tim von einem anderen Team hat ihn dann angesprochen. Er konnte recht gut englisch, es stellte sich heraus das er Englischlehrer war. Kurze Zeit später kam er dann mit seiner Familie, sowie ein paar seiner Freunde vorbei. Sie verbrachten zusammen zwei Tage an einer der Hütten am See, eins der Pärchen würde in zwei Tagen heiraten. Im Gepäck war auch ein halb voller 5l Kanister (ehemals Wasserkanister) mit Vodka, gebrannt von einem seiner Bekannten. Es wurd noch ein super lustiger Abend, die Russen waren alle super nett. Die Aufgabe wurde natürlich auch erfüllt, der selbstgebrannte war sogar echt gut. Brannte auch sofort Der E30 wurde direkt beäugt, die Jungs hatten alle recht dicke Schlitten. Vom recht neuen A8 4.2 FSI über einen anderen mit zwei E60- 545i und M5 Einer zeigte dann noch seinen getunten Lada, Tim vom anderen Team musste natürlich erstmal ein passendes Bild machen. Später am Abend kam noch ein anderes uns bekanntes Team vorbei, sie standen insgesamt 6 Stunden an der Grenze. Gut, dass wir so früh da waren.
  7. Die armen Studenten haben natürlich nie Zeit für sowas (Achtung Ironie, ich hatte in der Hinsicht auch den falschen Studiengang ;) ) Tag 8: 535km Wegen der Flüchtlingssituation sind die Grenzübergänge in Raja-Jooseppi und Salla an der finnisch-russischen Grenze für nicht Russen/Finnen leider geschlossen. Hat unsere eigentlichen Routenpläne absolut durchkreuzt, aber was soll man machen. Unsere Alternative sah folgendermaßen aus: Von Billefjord richtung Süden über Lakselv nach Karasjok, von dort aus nach Finnland bis nach Kaamanen. Anschließend wieder gen Norden, immer am Inarijärvi über Patakko nach Neiden. Von dort aus nach Kirkenes um am nächsten Tag schnell an der russischen Grenze zu sein. Bei trockenem aber bewölktem Wetter ging es los, aber das kannten wir ja schon. Die morgendliche Öl/Wasserkontrolle am M40 war mal wieder erfolglos, es tut sich absolut nichts. Wir schlängelten uns weiter an der Küstenstraße (E6) bis wir ab Lakselv ins Landesinnere fuhren. Das Wetter wurde gefühlt jede Minute besser, die Straße immer gerader und unaufregender. Aber keinesfalls langweilig, super entspannt zu fahren. Bei bestem Wetter kamen wir der finnischen Grenze näher, Finnland empfing uns bei bestem Wetter mit scheinbar nie endenden, absolut leeren Straßen die in super Zustand waren. Die Straßen schlängelten sich über leichte Hügel, durch dichten finnischen Wald. Vorbei an kleinen Bächen und Seen. Zu gern wäre ich hier mal ohne Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h unterwegs gewesen. Dann wollten wir an einem der echt schicken Seen anhalten und bei bestem Wetter schwimmen gehen. Kurz nach dem aussteigen wurde der Plan ohne Diskussionen verworfen, innerhalb einer Minute waren wir in einem riesigen Mückenschwarm. Foto gemacht und weiter ging es. Zwischendurch noch ein paar Rentiere gesehen: Nach einiger Zeit waren wir dann schon wieder in Norwegen angekommen. Bei weiterhin super Wetter ging es auf die Suche nach einem Campingplatz nahe der Grenze, mit einigen anderen Teams wurden wir dann fündig. Die Dame an der Rezeption wollte nach uns quasi schließen, weil ihrer Meinung nach der Platz bald voll sei. Dann hat sie wohl das Geschäft des Monats gewittert, mehr und immer mehr Teams trafen ein. Am Campingplatz trafen wir dann auch ein anderes Team die mit LPG fuhren, bei denen war es dann doch etwas teurer auf Benzin weiter zu fahren als bei uns So konnten wir aber auch gut eine Aufgabe erfüllen, beim Start erhielt jedes Team einen Holzklotz. Den brauchte man für die "Viking Games" auf den Lofoten, danach war es Aufgabe mit Hilfe der Blöcke ein Feuer mit möglichst vielen Teams zu machen. Kurz etwas zu essen gemacht, einen kurzen Schauer im Zelt überstanden und dann ging es an den angenehmen Teil des Abends. Am Feuer wurden dann die letzten, bei einigen Teams doch nicht ganz unerheblichen, Bier und Schnapsvorräte geleert. Vor der Grenze nach Russland sollte das alles dezimiert werden. Heraus tat sich das Team "Bavarian Pathfinders" die mit drei E34 Touring (siehe Weg zum Nordkapp) die Rally bestritten. Vor dem Rallystart von einer Brauerei mit 2000 Dosen Bier unterstützt transportierten sie bei Rallybeginn pro Auto 130 Dosen Bier. Da wurden gern mal etliche Runden ausgegeben. Kurz vor 1 kam dann auch nochmal die Sonne raus. Es ist einfach jedes mal wieder atemberaubend wenn mitten in der Nacht die Sonne durch die Wolken bricht.
  8. Wenn der Lack runter ist muss da irgendwas drauf, damit das blanke Blech nicht anfängt zu oxidieren. Da ist es primär erstmal egal ob der Lack durch Schleifen, Strahlen mit Korrund oder Strahlen mit Wasser entfernt wurde ...
  9. Vom Strahlen der ganzen Karosse würde ich persönlich definitiv abraten. Das Strahlgut bekommt man nie wieder gescheit überall raus, wenn das Strahlgut in den Falzen und Hohlräumen einer arbeitenden Karosse sitzt ist das eher suboptimal. Ganz davon zu schweigen, dass dünne Bleche die man strahlt gern mal wellig werden. Den Unterbodenschutz bekommst du durchs Strahlen sowieso nicht runter, der wird höchstens "sauber". Das von dir erwähnte Feuerverzinken kannst du dir eigentlich, neben der Sache mit dem Verzug, ziehmlich aus dem Kopf schlagen. Ob sich das spritzverzinken lohnt, ich weiß ja nicht. Eine KTL würde ich da als sinnvoller ansehen, da auch alle Hohlräume neu geschützt werden und nicht nur die Oberfläche. Ich persönlich würds so machen: -Karosse 100% zerlegen -Unterbodenschutz manuell und mit Abbeizer entfernen -Rostige Stellen gescheit heraustrennen und ersetzen bzw. bei leichtem Rostbefall gescheit Strahlen und zur Sicherheit noch mit der Säurekeule drüber gehen -Gestrahlte/geschweißte Stellen großzügig mit EP Grund/Grundierfiller versiegeln Wenn du dann mit der ganzen Karosse durch bist würde ich mehrere Schichten EP Grund(Mipa ist da sehr zu empfehlen) legen, darauf am Unterboden einen etwas elastischen Lack wie z.b Brantho 3 in 1 und anschließend durchsichtigen Schutzwachs. Alternativ die Version der KTL, dort wird nach dem chemischen entlacken/entrosten eine art schweißbare Schutzschicht aufgetragen. Diese Schützt dein Blech temporär für den Zeitraum der Karosseriearbeiten. Danach kommt die Karosse nochmal zum Beschichter, wird vorbereitet und dann der KTL unterzogen.
  10. Cove

    Bild des Tages

    Glückwunsch, super dass du endlich wieder mit schnikem Motor unterwegs bist. Mein Verlangen nach einem M30 wächst so langsam auch immer weiter. Sieht nach einem sehr gelungenem Umbau aus E30 mal aus einer etwas anderen Perspektive. Hat sich die neue Frontscheibe je gelohnt, sieht nach der Rally leider etwas anders aus
  11. Stelle mir sowas mit der Familie bzw. mit Kindern recht anstrengend vor, man weiß ja noch wie man früher durchaus mal drauf war Weiter gehts mit Tag 7: Alta-Nordkapp-Indre Billefjord Es ging recht entspannt morgens in Alta los, eigentlich wollten wir noch ein paar Stunden später starten. Nach den offiziellen Öffnungszeiten, also ab 1 Uhr nachts könnten wir mit den Autos bis zur Weltkugel vorfahren. Da das Wetter aber immer schlechter wurde ging es dann doch richtung Nordkapp. Sinnfrei im Zelt oder im Auto sitzen ist doch recht blöd, da hat mans mit einem Campingumbau z.b im T4 doch deutlich angenehmer. Also gings los in Richtung LPG Tankstelle in Alta. Dort angekommen war ein dicker gelber Zettel dran, der uns sagte der LPG Tank wäre bis ende der Woche leer. Nun ja, also weiter in richtung Nordkapp, muss der LPG Tank halt erstmal restlos leer gefahren werden. Benzin ist ja seit dem Start komplett voll. Das Wetter klarte auf dem Weg richtung Nordkapp langsam auf, die doch recht kurze Strecke ist wirklich zeitintensiv, man schlängelt sich ewig am Ufer verschiedener Fjorde entlang. Bis wir oben waren war das Wetter in ordnung, bewölkt und frisch aber trocken. Mit einer Gruppe E34 Touring (alles 525i/ix) im Nacken näherten wir uns immer mehr dem nördlichen Punkt der Reise der auch gleichzeitig unseren "Wendepunkt" darstellte. Zwischendurch einige "interessante" Funde am Straßenrand, bei dem Wind da oben sollte man mit Wohnwagen doch recht vorsichtig sein. Der 6 Kilometer lange Tunnel zum Nordkapp geht unter dem Meer her, erst recht steil 200hm runter und dann genauso steil wieder hoch. Am Zeil angekommen durte man erstmal wieder die Karte zücken, stolze 27€ pro Person sollten es fürs Parken und "besichtigen" für 24 Stunden sein. Auf Nachfrage gabs dann auch das 12h Ticket für 17€/Person. Also geparkt und hoch zur Weltkugel, die 300m steil abfallende Klippe ist schon imposant, ingesamt das Ganze aber irgendwie deutlich "unspektakulärer" als erwartet. Kurz drinnen gewesen und das Museum übers Nordkapp und die Murmansk Konvois angeschaut, schon war das Wetter deutlich verändert. Es fing erst leicht, später immer stärker an zu regnen. Es war erst 5 Uhr, heißt wir hätten ganze 8 Stunden warten müssen um Außerhalb der Öffnungszeiten mit dem Auto bis zur Weltkugel vorfahren zu können. Ich wollte erst, in der Deckung des Nebels jetzt sofort, schnell vorfahren und ein Bild schießen- wir haben es dann aber irgendwie doch gelassen. Nach einigem Hin und Her wollten wir bis zur nächsten Campingmöglichkeit ins Tal fahren, dann früh morgens um 6 Uhr nochmal hoch fürs Foto. Wie immer kam dann doch alles etwas anders. In der BSC- Whatsapp Gruppe kam dann noch ein "Notruf" der Preetzer Klabauters, sie lagen mit defektem Lichtmaschinenregler direkt hinterm Tunnel. Der LT 4x4 hatte eine Bosch Lichtmaschine verbaut, wir hatten eine Bosch Lichtmaschine vom E30 noch im Kofferaum. Mit etwas Glück passt ja der Regler vielleicht. Also ging es vom Nordkapp zurück, dank absolut dichtem Nebel dauerte die Abfahrt deutlich länger als erwartet. Beim LT angekommen ging es direkt ans Werk, zusammen mit Mark von den Preetzer Klabauters haben wir die Lichtmaschine ausgebaut. Er von oben, ich von Unten geschraubt bis das Ding endlich raus war. Dann schnell den Lichtmaschinenregler getauscht, alles wieder rein und es funktionierte wieder. Die Lichtmaschine war ziehmlich schlecht einzubauen, die Aufnahme war etwas zu spack. Wenige Minuten später brachte der telefonisch informierte ADAC plötzlich zwei neue Lichtmaschinenregler, also die Lichtmaschine nochmal raus und mit einem neuen Regler ausgestattet. Wir hatten dann unsere Ersatz-Lichtmaschine dann wieder vollständig im Auto. Völlig durchnässt und am frieren (ca. 6°C, starker Wind und regen) war die Sache dann fertig, Marcel und Annika vom Team Drivinglust haben netterweise für uns mitgekocht. Nach kurzer "Besprechung" haben wir dann entschieden, nicht nochmal fürs Foto zum Nordkapp hoch zu fahren. Wir sind dann weiter in Richtung Lakselv gefahren, in Russenes mal den Benzintank mit teurem norwegischem Sprit gefüllt. Später haben wir dann zufällig einen super Camping"platz" gefunden, mit ein paar anderen Teams machten wir es uns gemütlich. War in der nähe von "Indre Billefjord" An der Landzunge gabs auch noch ein paar alte, ich ehemalige deutsche Bunker. Alles gesprengt, massive Stahlträger absolut verbogen, Stacheldrahlt und weiteres lag alles noch vor Ort. So findet auch mal ein "deutscher" Stahlträger aus damals besetzten Kneuttingen (Knutange) sehr weit in den norden Europas.
  12. Dann wäre es aber grundsätzlich "ins Casino gehen" wenn man einen M20 fährt. Und das Problem beim M20 ist eben nicht nur vorhanden wenn man an die Reserven geht, siehe auch den Post von Vokuhila. Nebenbei habe ich einen Motor im E30 nicht nur, um den mit Halbgas von A nach B zu schieben. Es geht hier nebenbei auch nicht nur um das, im Problemfall, wechseln einer Dichtung.
  13. Tag 6: 714km Gimsoya bis nach Alta Von der Party auf den Lofoten sollte es weiter Richtung norden gehen. Nachdem sich das mit der Fußverletzung von Timm herausgestellt hatte gab es abends kein weiteres Bier mehr. Sodass ich ,zwar als Alleinfahrer, morgens früh fahren durfte. Nach dem Start ging es sanft kleinere Berge hoch, bei einer kleinen pause entdeckte ich zufällig direkt neben der Straße einen malerischen Campingspot. Leider waren wir nicht weit genug gekommen um dort unser Lager aufzuschlagen. Schnikes Wäldchen mit super weicher Moosschicht und traumhaftem Bach direkt nebenan, vor allem mückenfrei ! Es ging an einer Gedenktafel der Schlacht von Narvik (1940- zwischen norwegischen und deutschen Truppen) vorbei weiter gen norden. Zwischendurch sind wir dann auf ein Team gestoßen das wortwörtlich am Straßenrand gestrandet war. Beim Fiat war ganz einfach die ganze Dämpferaufnahme abgerissen da alles extrem verrostet war. Die Aufnahme selbst sah recht gut aus, das Blech des Innenradlaufs war einfach weg. Man konnte dann einfach an die Rückwand des Einbauschrank schauen. Mein Angebot eine Schlosserei aufzusuchen und das ganze einigermaßen gescheit zu schweißen lehnte man dankend ab. Es würd ja auch so gehen ... Das Radhaus wurde mit dem Gasbrenner getrocknet, das Loch wurd dann mit Silikon und altem Plastikkanister geflickt, dass wenigstens kein Wasser rein kam. Wurd dann bei dem Schiff ohne Dämpfer weiter gefahren ... Kurz bevor wir weiter fahren wollten hielt auch ein T3 an um zu helfen. Eine Minute später entdeckte ich dann die sich bildende Ölpfütze unterm Wagen, die Ölwannendichtung war durch. Zum Glück war ein Team aus Bayern, die freiwillig als Werkstattteam unterwegs waren, quasi auf dem Weg. Die Jungs haben bereits einigen Leuten den Hintern gerettet, die Anzahl an Reparaturen wird noch weiter steigen. Dazu muss man sagen, dass die Hilfe absolut kostenlos war, es wurde nur auf eine Spende an die von Ihnen ausgewählten Organisationen verwiesen. http://abload.de/img/img-20160623-wa0004euswi.jpeg Später wurd dann in Bardufoss nochmal LPG getankt. Die Tankstelle in Storslett (ca. 230km hinter Bardufoss) wurde ausgelassen, weil es ja eine (und somit die nördlichste) LPG Tankstelle in Alta gibt. Wir schlängeln uns aus dem recht Flachen Gebiet der Fjorde weiter in die Berge. Die Nähmaschine in Form des M40 arbeitet vorbildlich, befördert das doch recht bepackte Auto trotz langem Differential und LPG Anlage recht spielerisch weiter in die Berge. Zwischendurch ein paar Baustellen, die später nach anfänglicher vorsicht einfach mit Vollgas durchfahren wurden. Rentiere haben wir auf dem Weg auch noch gesehen: Dann ging es auf Suche nach einem geeigneten Campingspot. Da es an den Lofoten keine freien Duschen gab beschlossen wir, einen richtigen Campingplatz aufzusuchen. Da es eh nicht dunkel wurde sind wir einfach weiter gefahren, irgendwann waren wir dann in Alta. Marcel von Team Drivinglust löste mich zwischendurch netterweise beim Fahren für eine Stunde ab, über 700km Landstraße alleine fahren ist dann doch recht anstrengend. Angekommen in Alta ging es auf einen einladenden Campingplatz direkt am Fluss, nach dem aufstellen des Zelts und anschließendem Duschen ging es ans Kochen. Team Ragnarök Racing wollte sich dann etwas zum wild Campen suchen, nach ca. 45 Minuten kamen sie dann mit komplett versifften Auto wieder. Super Campingspot gefunden, dann aber mit dem T4 syncho festgefahren und von einem Bauern mit dem Traktor rausgezogen worden Plötzlich merkt man doch, dass man ewig nichts gegessen hat. Die Teams haben dann die Vorräte zusammen geschmissen. Aus frischen Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch Kapern und Dosentomaten habe ich dann im Halbschlaf noch eine gescheite Tomatensoße gekocht. Schade, dass wir nichts zum Grillen hatten- es gab extrem einladende Grillhütten ! Nachdem wir dann über 1kg Nudeln plus Soße und ein paar Bier durch hatten ging es dann endlich ins Bett. Die Bilder sind ca. um 1 Uhr nachts entstanden:
  14. Ich sags mal so: Kumpel Nummer 1- M20B25 im Cabrio, eher der Cruiser. Wird eher deutlich zu "lang" warm gefahren als zu kurz, Ölwechsel mit hochwertigem Öl eher zu früh als zu spät. Kopf reißt. Kumpel Nummer 2- Quasi nur Rennstreckeneinsatz. Wird fast ausschließlich auf der Nordschleife bewegt. Wird gefahren bis Öl Betriebstemperatur hat, dann nurnoch absolutes Knallgas. Kopf hält seit Ewigkeiten. Wenn ein Motor keine Sprunghafte Belastungsänderung (wenn mal warm gefahren) ab kann, dann hätte es kein Motor werden sollen. Oder wartest du auch immer wieder einige Zeit mit Halbgas und keinesfalls Vollgas, wenn du einen längeren Berg im Schubbetrieb gefahren bist ?
  15. Wir hatten vorher grob die LPG Stationen mit unserer Route verglichen, lagen netterweise recht viele unmittelbar auf der Route. Da wir dann aber doch deutlich früher nach Norwegen gefahren sind kam natürlich alles anders. Hatten aber eine LPG Karte auf dem Handy, konnten uns daher die Tankstellen in der Nähe heraussuchen und ansteuern. Meistens liegen die Gewerbegebiete direkt an den großen Straßen, sodass man nur mal kurz abbiegen muss. So groß verfahren kann man sich da auch nicht Es sind meist ganz normale Gashändler die nebenbei netterweise auch einen Anschluss für LPG Autos haben. Der Preis liegt bei 75-90ct/Liter, Super so bei 1,45-1,65€/Liter, heißt man spart immer noch deutlich. Mal wars wirklich ein Hinterhof, mal eine Station eines großen Gashändlers. Da die Skandinavier in der regel wirklich höfliche und nette Leute sind, muss man einfach nur nett Fragen wenn man Hilfe braucht. Nebenbei scheint es auch die Regel zu sein, dass das Personal an den LPG Stationen für dich tankt. Nebenbei werden dir Gasflaschen für ca. 80ct/Liter bzw. ca. 1,60€/Kg gefüllt. Heißt es ist trotz des allgemein deutlich höheren Preisniveaus deutlich günstiger als hier. Und ja, auch hier konnten wir in wenigen Sekunden mit Karte zahlen. Da ist man uns einfach um welten voraus.
  16. So, einer geht heute noch. Erstaunlich gut.Wir haben aber auch geschaut, dass wir außer dem Ersatzrad nur leichte, sperrige Sachen auf dem Dach hatten. Der Träger hat ca. 13kg und ist somit leichter als eine Dachbox, dann halt 3-4kg fürs Zelt, zwei leichte Campingstühle, eine Box mit Küchenpapier, Klopapier und Taschentüchern sowie Spültüchern und halt eine Kiste mit leichten Ersatzteilen. Die schweren Sachen wie Werkzeug, Wagenheber etc. sind möglichst tief im Fußraum verschwunden. Nur auf der Autobahn merkt man den höheren Luftwiderstand doch recht deutlich. Tag 5:Die schlimmsten Stunden der Reise für mich. Heute waren es nur 141km. Morgens doch noch ein paar Stunden Schlaf gefunden, wirklich erholsam wars aber nicht. Also um 11 dann rauf auf die Fähre. Vorher natürlich wieder Öl, Kühlwasser etc. kontrolliert. Beim Öl eigentlich eine absolut nicht lohnenswerte Sache, der Ölstand ändert sich zwischen den Wechselintervallen absolut garnicht. Es war windig und meine schlimmsten Befürchtungen wurden natürlich wahr. Schwankende Schiffe sind so absolut garnichts für mich, kurz nachdem wir aus dem Hafen raus waren wurd mir natürlich auch schon schlecht. Nachdem ich es fast bis in den Zielhafen geschafft hatte wars dann aber doch vorbei- ein Mitglied eines anderen Teams besorgte mir netterweise zwei bereitliegende Tüten. Angekommen auf den Lofoten erstmal den LPG Vorrat wieder gefüllt, das Unwohlsein blieb aber bestehen. Speedboot, Achterbahn und so Späße sind absolut kein Problem. Wenns aber an langsames schaukeln geht ist bei mir direkt Ende Sind dann auf den Lofoten erstmal etwas in Richtung süden gefahren, bis an die Südspitze haben wir es leider zeitlich nicht geschafft. Also auf nach Gimsoya zur BSC Party. Das erste mal haben sich wieder fast alle Teams versammelt, es ist doch interessant wie sich das ganze auseinander zieht. Bis Tallin wird es das letzte mal sein, dass man so viele Teams sieht. Leichter Nieselregen, Wind und recht kalt. Regen und Wind haben später netterweise nachgelassen. Also erstmal gescheit am Grillen beteiligt und ein paar Bier reingefahren. Beim Rallystart bekam jede Team einen Karton Ratsherren Bier, drei verschiedene Sorten waren enthalten. Aufgabe war es, die Kartons ohne etwas davon zu trinken, bis zur Party zu bringen. Bei knapp 200 Teams kommt da doch schon etwas zusammen. Dann endlich auch mal mit dem Fahrer des VW Bus ins Gespräch gekommen. Erstmal nette Worte für den E30 bekommen, er hätte daheim auch noch einen 635 Csi und fänd den E30 einfach "geil". Er war letztes Jahr für ein Jahr in Chile, hat den Bus dort gekauft. Ist mit dem Bus dann durch halb Südamerika gefahren, konnte ihn dann nicht verkaufen und hat ihn mit rüber genommen. Dank in Deutschland abgemeldeten Wohnsitz für die Reise kann er nun mit chilenischem Kennzeichen und holländischer Versicherung ganz legal hier in Deutschland/Europa rumfahren. Später wurd dann das "kleine" Feuer angemacht, viele (unter anderem ich) haben sich das Bad im Meer nicht nehmen lassen. Bei weiterem Bier gabs noch viele nette Gespräche mit etlichen Teams die man während der Rally kennen gelernt hat. Mein Mitfahrer Timm hat es dann noch vor der Ankunft bei der Party geschafft ordentlich umzuknicken, im laufe des Abends wurden die Schmerzen immer schlimmer. Neben meinen Gedanken an den Zustand seines Knöchels kam bei mir die Frage auf, wie ich die ganzen Kilometer alleine runterschruppen soll. Etliche andere Teams die wir in den letzten Tagen kennen gelernt haben standen direkt helfend zur Seite, etliche Angebote fürs "Fahrer tauschen" oder "wir können ihn hinten bei uns in den Bus packen, dann fährt einer von uns bei dir mit" kamen von alleine. So viel zusammenhalt hätte ich nicht erwartet, in den nächsten Tagen wird sich genau das Verhalten weiterhin zeigen. Es standen auch direkt ein paar medizinisch bewanderte Leute, vom Rettungssanitäter über einen Anestesisten bis zum Allgemeinmedizinerin zur Seite. So haben wir dann auch "de preetzer Klabauters" kennen gelernt. Zur Sicherheit wurd er dann im Krankenhaus noch geröntgt, kam dann um 2:30 mit dem Taxi wieder. Norwegisches Gesundheitssystem sei dank Was wirklich ernstes war es dann zum Glück doch nicht.
  17. Tag 4: Extrem anstrengende 970km Landstraße, knappe 84l LPG durch gebracht. Tag 4 startete leider mit bescheidenem Wetter, es war seit ca. 2 Uhr nachts am regnen. Dafür gabs eine warme Dusche auf dem Campingplatz, Frühstück gabs unterwegs im Auto. Gestartet auf dem Campingplatz nahe Östersund ging es in Richtung der Grenze zwischen Schweden und Norwegen. Das schlechte Wetter im Gepäck ging es immer weiter in die Berge, rauf auf ein Hochplateu. Immer der E6 folgend. Es sah nicht so unbewohnt aus wie es war, wir hatten zum Glück LPG sowie Benzin auf 100% aufgetankt. Auf der Map sah das Hochplateu doch recht bewohnt aus, es waren allerdings nur einzelne Hütten. Team Drivinglust ging dann mitten auf dem Plateu nach ca. 250km die Tanklampe an, als Mitteleuropäer ist man ja Tankstellen an jeder Ecke gewohnt. Die Jungs von Team Sachsenpower spendierten einen 20l Ersatzkanister, weiter ging es. Die anderen haben an der nächsten Tankstelle den Diesel voll gemacht, wir in weiter voraussicht die 10€ Wischerblätter gegen einen gescheiter Satz von Bosch getauscht. Alles richtig gemacht Wieder im Tal angekommen wurde das Wetter besser, unserer Fahrzeugkolonne hatten sich weitere Teams angeschlossen. Weiter richtung Mo i Rana war dann der "Korgfjell Tunnel" gesperrt. Also über die normale Straße hoch in die Berge, ihr könnt mal raten welches Fahrzeug aus der Kolonne am meisten Spaß an der genialen Straße hatte Danach ging es wieder ins Tal nach Mo i Rana. Man nutzt scheinbar die lange Helligkeit sinnvoll Kurz etwas zu Essen in Form von zwei Pizzen eingepackt und weiter ging es. Wir näherten uns dem Polarkreis, es wurde weiter kärlter und die Vegetation weniger. Angekommen im Saltfjellet-Svartisen Nationalpark war die Landschaft sehr karg, Gestein, Graslandschaft, Gletscher und kleine Seen hatten die vorher so grünen Wälder abgelöst. Wir waren am Polarkreis, mittlerweile hätte es dunkel sein müssen. Nach einem kurzen aufenthalt bei 4°C ging es weiter, Tagesziel war nun die Fähre in Skutvik. Bei der Abfahrt hatten wir traumhaftes Wetter, mitten in der Nacht schaute die Sonne durch die Wolken bei der Traumhaften Landschaft. Auf der Landstraße waren nachts wegen Tunnelarbeiten weitere Tunnel gesperrt, es wurde nur im Abstand von ca. 3 Stunden eine begleitete Kolonne durch geführt. Also bis 1 Uhr gewartet, danach noch zwei gesperrte Tunnel passiert und bis zur Fähre weiter gefahren. Die letzten 3 Stunden hat es wieder wie aus Eimern gegossen, daher hatte niemand Lust irgendwo ein Zelt auf zu schlagen. Angekommen an der Fähre haben wir so gut es geht im Auto geschlafen, die erste Überfahrt war um 11 Uhr.
  18. Tag 3: 622km Nach der Nacht in der Nähe von Örebro ging es weiter auf den Weg in Richtung Östersund. Die meistens perfekt ausgebauten Landstraßen ziehen sich, oft sind 70 oder 80 km/h angesagt. Bei den Geschwindigkeiten rollt der Wagen dank langem Diff quasi nur vor sich her, ist aber sehr angenehm zu fahren. Später durfte man dann endlich 90 und zum teil sogar 110 fahren. Wirklich schneller zu fahren als man darf ist in Skandinavien nicht empfehlenswert, 1-5 km/h drüber kosten schon 80€. Wo man in Deutschland noch bei einem kleinen Bußgeld von 30€ landet (16-20 km/h drüber) liegt man in Schweden schon bei über 300€. Gerade wenn es kurvig wird macht es einem der E30 schwer, sich außerhalb dieses Bereichs zu bewegen Wir haben dann mit ein paar anderen Teams spontan an einem sehr schönen See angehalten, das Wasser war glasklar aber ziehmlich kalt. Ist aber doch ein deutlich spannenderer Ersatz für die warme Dusche daheim. Dann ging es weiter über die tollen Landstraßen, durch große Wälder und an traumhaften Seen vorbei. Noch war man quasi ohne Mücken unterwegs. Plötzlich sehe ich rechts am Straßenrand eine alte Haubitze stehen, also direkt mal abgebogen. Plötzlich fanden wir uns einfach an einem offen stehenden, privaten Museum wieder. Der Krams war absolut vollständig und sah ziehmlich einsatzbereit aus ! Auf einem kleinen Parkplatz stand dann noch eine LKW Waage, ohne Beladung stand diese auf -120kg. Also wiegt der E30 mit vollem Benzintank und vollem Gastank sowie kompletter Beladung nur 1520kg. Hätte definitiv auf mehr getippt. Haben uns dann abends noch was schickes zu Essen gekauft und den abend auf einem Campingplatz mit ein paar anderen Teams ausklingen lassen. Spät am abend nach ein paar Bier gab es dann noch eine spezielle Delikatesse. Am kommenden Tag musste "Surströmming", ein absolut vergorener Fisch, im Auto transportiert werden. Ein team ließ es sich nicht nehmen, die zweite Dose des Fischs am Abend zu verköstigen. Nach dem öffnen der Dose zog ein Gestank über den Platz, das war echt nicht mehr angenehm. Einer fands wohl nicht so schlimm und hat drei ganze Fische gegessen, mir war nach einem bissen so übel das ich im weiteren verzichtet hab. Der Geschmack war ganz okay, der Geruch war das Problem. Wenn man den Fisch wie die Schweden zubereitet, solls ja wohl eine Delikatesse sein ...
  19. Es gibt doch Thermoschalter die bei verschiedensten Temperaturen schalten. Den vom E36 Compakt z.b der bei 80/88°C schaltet ...
  20. Tag 2, Strecke: 557km. Wunderbarer Morgen, ich habs mir nicht nehmen lassen morgens um 7 Uhr schwimmen zu gehen. Hatte den ganzen Strand bei super Wetter für mich ! Sehr angenehm ist, dass die Ostsee einen echt niedrigen Salzgehalt hat. Ist praktisch wenn man nach dem Baden nicht duschen kann wegen dem Salz. Danach etwas zwischen die Backen geschoben und weiter ging es. Das sporadische Knarzen der Hinterachslager begleitet und weiterhin, merkt man beim Fahren aber nicht. Da es gestern bei der Ankunft schon dunkel war, haben wir beschlossen die Tagesaufgabe am nächsten Morgen zu machen. Für die traditionelle Wikingerweihe mussten dänischer Sand, schwedisches Holz und Wasser von der Ostsee sowie Wind vom Meer zu "Ales Stenar" gebracht werden, eine der größten Schiffsetzungen in Skandinavien. Später ging es weiter,auf der Route von Gränna nach Vadstena sollte das Museum von Andrees Ploarexpedition gesucht werden. Außerdem sollte der größte Findling auf der Route ausfindig gemacht werden. Dazu später mehr. Zwischendurch haben wir noch die einzige LPG Tankstelle auf dem Weg aufgesucht. Sind alles keine offiziellen Tankstellen, eher Gashändler die nebenbei auch einen LPG Anschluss haben. Konnten da beim Hinterhofhändler trotzdem, wie quasi überall in Skandinavien, mit Karte zahlen. Zwischendurch waren wir dann noch im Schloss von Vadstena. Haben es uns nicht nehmen lassen, verbotenerweise den Innenhof über die Brücken zu befahren. Hat scheinbar selbst den Hofwart nicht interessiert Dort ist nebenbei auch ein Teil des schwedischen Nationalarchivs. Anschließend ging es auf die Suche nach einem Schlafplatz. Optimistisch wie ich bin ging es mit Vollgas einen Waldweg entlang, in der Hoffnung für die mittlerweile 5 Autos einen geeigneten Campingspot zu finden. Irgendwann wäre dann ein Geländewagen gut gewesen, ich war echt überrascht wie weit man mit dem E30 doch kommt. Einen Findling haben wir gefunden, einen Schlafplatz aber nicht. Der Vollgaseinsatz durch schwedische Wälder wars aber wert. Also mit allen zusammen weiter gezogen, einige Dörfer abgeklappert. Eine nette ältere Dame wollte uns dann bei ihr auf der Wiese campen lassen, haben uns dann aber doch für eine Landzunge im See entschieden. An dem Abend habe ich die erste Mücke seit dem Rallystart gesehen, war aber nur ein einzelnes Exemplar. Das sollte sich aber noch ändern. Es wird Nachts nicht mehr so richtig dunkel, später Sonnenuntergang und früher Aufgang.
  21. Cove

    Bild des Tages

    Sowas geht nur außerhalb Deutschlands. Ehemaliges Gefängnis, heute super Badespot. Ist in Rummu-Estland. Ich bin der da rechts in der Luft.
  22. So, jetzt fang ich einfach mal mit den Berichten an. Ich bin heute morgen um 6:25 ohne irgendeine Panne zu hause angekommen, mein Mitfahrer musste gestern Abend wegen einer nicht abzusagenden Uni-Veranstaltung von Hamburg den Zug nach Aachen nehmen. Aber fangen wir einen Tag vor der Rally an. Freitag, 17.06.2016. Wir haben uns nach einiger Überlegung dazu entschieden, einen passenden Dachträger für den E30 zu bauen. Direkt am "Objekt" geplant und dann aus 20x20x2mm Vierkantrohr gebaut, das Vierkantrohr mit der dünneren Wandstärke war leider nicht mehr auf Lager. Noch ein paar Ösen angeschweißt und dann mehrmals mit Brantho Nitrofest gerollt. Gewicht sind knappe 12kg, passt genau das drauf was wir brauchen. Der sollte nun montiert werden, passte alles perfekt. Kisten drauf, Ersatzrad drauf sowie Zelt und die Campingstühle. Das Ersatzrad wird mit einer Gewindestange und dem originalen Halteblech aus der Reserveradmulde des Touring befestigt. Den träger so weit vorn wie möglich montiert, der E30 ist ja hinten eh immer schon zu tief. Dann haben wir den Fehler gemacht, nochmal nach dem misteriösen Knarzen an der Hinterachse zu suchen. Siehe da, die äußeren Schräglenkerlager hatten schon wieder etwas Spiel. Ist ja nicht so, als wären die Schräg und Tonnenlager vor knapp 1,5 Jahren gegen Markenware getauscht worden. Nun gut, Schraube nochmal sicherheitshalber kontrolliert, muss jetzt so gehen. Kein Material und keine Zeit mehr. Dann von dem M40 der in der Halle stand noch die Lichtmaschine, untere Ölwanne, Zündkabel, Wasserpumpe und Verteiler demontiert. Besser zu viel als zu wenig dabei. Gescheiten Wagenheber, Unterstellböcke und jede Menge Werkzeug sind obligatorisch. Irgendwann gegen Abend waren wir dann mit dem Packen fertig, morgens um 4 ging es los richtung Hamburg. Bei bestem Wetter pünktlich in Hamburg angekommen, tolle Kulisse am Fischmarkt. Jede Menge schniker Rallywagen, von der G-Klasse bis zum Kleinwagen und ehemaligem Feuerwehrwagen war echt alles vertreten. Es gab sogar zwei Teams die mit dem Motorrad gefahren sind, dafür muss man schon recht schmerzfrei sein. Abwechselnd fahren geht ja nicht Auf das chilenische Kennzeichen komme ich noch. Tag 1: Strecke: 627km. Nachdem wir das Roadbook erhalten haben ging die Planung los. Am ersten Tag durften noch Autobahnen genutzt werden, somit haben wir uns entschieden doch nicht mit der Fähre Puttgarden/Rödby zu fahren, die alternative Route ging über Dänemark, heißt über die Storebaeltbrücke und die Öresundbrücke. Spart nebenbei auch noch knappe 50€ gegenüber der Fähre. Für Schiffe bin ich eh nicht so zu begeistern, verträgt sich mit meinem Magen so garnicht Der Start erfolgte nach Startnummer, jedes einzelne Team wurde begrüßt und durfte über eine "Bühne" fahren, die Partystimmung war schon da. Also schnell durch Hamburg geschlängelt, rauf auf die A7. Der Stau zog sich recht lang, regelmäßig bis zur dänischen Grenze. Der eingebaute E-Lüfter (saugend in der Lüfterzarge, aus einem W124, angesteuert über Relais und Schalter im Innenraum) tut hervorragend seinen Dienst. Irgendwann fuhren wir dann hinter einem Toyota Hiace, hatte eine angenehme Reisegeschwindigkeit drauf. Mehr dazu später. Vor der Grenze nochmal getankt, kamen dann mit Annika und Marcel vom Team "Drivinglust" ins gespräch. Haben uns direkt echt gut verstanden, haben also entschlossen erstmal was zusammen zu fahren. Marcel kannte sich in der Ecke noch gut aus, dank ihm konnten wir auch zwei geniale Stellen anfahren. An der Tankstelle kam es auch zur ersten Tauschaktion, die blaue Büroklammer wurde gegen einen Kabelbinder getauscht. Ziel ist es, in jedem Land 1x zu tauschen und sich immer weiter zu steigern. Die zweite Tauschaktion war dann in Dänemark, haben den Kabelbinder bei ein paar super netten Litauischen Truckern gegen einen größeren Kabelbinder getauscht. Durften dann natürlich auch unterschreiben, wollten natürlich auch direkt ein Foto mit uns und dem Wagen machen. Da sagt man natürlich nicht nein.Selbst die sagten, dass das für 2 Wochen eine heftige Route wird. Irgendwann waren wir dann in Malmö bei den Fotospots, aber sehr selbst: Es ging dann weiter an der Küste über Trelleborg bis nach "Sandhammaren", dort war ein empfohlener Campingspot. Zelt aufgeschlagen, dann zufällig mit einem super netten schwedischen Paar ins Gespräch gekommen, endete dann in einer knappen Stunde lustigstem Gespräch. Danach kurz was gekocht, dann ging endlich ins Bett.
  23. Um mal einen kurzen Zwischenstand zu geben. Aktuell sind wir quasi auf dem weg nach Hamburg, haben und vorhin Danzig angeschaut und heute wird zu m letzten mal das zelt vor der deutsch- polnischen Grenze aufgeschlagen. Russland haben wir trotz abenteuerlicher Straßen und Fahrer gemeistert. Kommende Woche werd ich von daheim ausgiebig berichten. Um mal einen kurzen Zwischenstand zu geben. Aktuell sind wir quasi auf dem weg nach Hamburg, haben und vorhin Danzig angeschaut und heute wird zu m letzten mal das zelt vor der deutsch- polnischen Grenze aufgeschlagen. Russland haben wir trotz abenteuerlicher Straßen und Fahrer gemeistert. Kommende Woche werd ich von daheim ausgiebig berichten.
  24. http://sactrack.knowhere-media.de/map/#/bsc-2016/119 Hier der richtige link. Kann den post mit dem handy irgendwie nicht bearbeiten
  25. Http://sactrack.knowhere-media.de/map/#/bsc-2016/119 http://sactrack.knowhere-media.de/map/#/bsc-2016/119 Hier könnt ihr uns live verfolgen. Der e30 läuft 1a und sind heute abend in der nähe von motala. Werd nach der rally alles ausführlich posten. Dafür reicht das Datenvolumen momentan nicht.
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