Gleich mal Forensuche füttern: Generell zu den Haupt-und Pleuellagern: Farben erstmal ignorieren Hauptlager: 0-Maß: Ø60,00mm 1. Schleifstufe: Ø59,75mm (+0,25mm) 2. Schleifstufe: Ø59,50mm (+0,50mm) Um das im Groben auszumessen reicht ein Messchieber, bestenfalls eine passende Bügelmessschraube Hier gibt es aber jeweils 2 verschiedene Ausführungen: die alten Blöcke bis 03/88 haben nur 1 Arretiernase an der unteren Halbschale und -wenn noch original ab Werk- eine umlaufende Schmiernut (sprich untere Halbschale ebenso wie die obere mit Schmiernuten versehen) Die neuen Blöcke ab 03/88 haben 2 Arretiernasen an den unteren Halbschalen und eben original nur eine Schmiernut in der oberen Halbschale. Mann kann nicht genau bestimmen welche Lager du nun im Motor hast, ohne diese auszubauen. Es soll schon Motoren gegeben haben die noch nie geöffnet aber trotzdem schon die 1. Schleifstufe (Übermaß) hatten. Ergo: Ausbauen, Fotos machen, Nummern aufschreiben und hier posten Pleuellager: 0-Maß: Ø45,00mm 1. Schleifstufe: Ø44,75mm (+0,25mm) 2. Schleifstufe: Ø44,50mm (+0,50mm) Die Pleuellager sind von der Grundform bei allen Benzin-M20 gleich. Hier hilft ebenfalls grobes Messen der Kurbelwellenzapfen. Ich würde dir raten, wenn du bei BMW kaufst, die gleichen Schalen - wie schon verbaut (Nummern, Farbpunkte etc.) - natürlich nur wenn KW-Zapfen und Pleuelauge noch im Rahmen der Toleranz sind. Ansonsten im Zubehör (Marken wie KS=Kolbenschmidt oder Glyco=Federal Mogul kann man immer kaufen sofern es keine fragwürdige Ware von EBAY ist)- hier hilft dir Ingo bzw. der Schrauber bestimmt weiter. Auch hier gilt Ausbauen, Nummern posten bzw. Fotos machen. Bei den Zubehörlagern gibt es übrigens keine mehr oder weniger unsinnigen roten, blauen, grünen, weissen oder gelben Farbmarkierungen. Um die Auswahl der Lagerabsufungen hier zu bestimmen muss man ins Ganze gehen und mit Plastigage etc. arbeiten, was bei einer normalen Revision bei noch frisch aussehenden Kurbelwellenzapfen eher übertrieben ist. Nochwas zu den Farbmarkierungen: Im ETK/TIS - erklärt die Prozedur beim Lagerspielmessen der PL mit Plastigage durch Einlegen einer roten und blauen PL-Schale. Aber erst nach Feststellen eines Messergebnisses soll man entscheiden welche Schalen mit welcher Klassifizierung man man je nach vorgeschriebenen Spiel dauerhaft verbauen soll. Irrtümlicherweise wird hierdurch desöfteren behauptet, dass immer eine rote und blaue (bestenfalls rot unten, blau oben) eingelegt werden soll. Ich habe dazu schon einmal was geschrieben, schreib es aber gerne wiederholt hier rein: Es handelt sich bei den Farbmarkierungen um sogenannte Klassen. In der Serienproduktion werden Teile innerhalb der Fertigungstoleranz nochmals in Klassen unterteilt. Das gilt für die Wellen als auch für die Lager. Geringste Maßabweichungen im µm-Bereich werden somit sortiert und mit den bestmöglichen Laufpartner gepaart. Beispiel: Wenn Lagerschalen am unteren Bereich der Fertigungstoleranz liegen, dann werden diese in der Produktion mit Kurbelwellenzapfen gepaart die ebenfalls am unteren Ende liegen. Es ist ein sogenanntes Feintuning was aber für das Laufverhalten keine Rolle spielt und sogar der inneren Reibung vom Vorteil sein kann - wie z.B. rot/rot-Paarung. Teile die von der Toleranz her genau gegenüber liegen könnten ebenfalls gepaart werden ohne dass es zu Schäden kommen würde. Im Teilehandel hat man in der Regel keine Klassen, weil man ja den zugehörigen Laufpartner gar nicht kennt. Die Kurbelwelle muss ja zumeist noch auf Untermaß geschliffen werden, was bedeutet dass die Klassen irrelevant sind. Im Überholbereich werden ohnehin keine Teile auf 1/1000 mm genau geschliffen. Anders wäre es natürlich wenn es darum ginge eine Einbaurichtung festzulegen wie dies z.B. bei Sputterlagern geschieht. Das geschieht jedoch nicht mit Farbmarkierungen sondern man unterscheidet die Lager auf der Lagerrückseite anhand der Nummernstempelung oder einem Vermerk "Sputter".