Spekulieren und fantasieren hilft da wenig. Eingangsdrehmoment wird vom Motor erzeugt, im Getriebe gewandelt und mit der Kardanwelle an den Eingangsflansch vom Diff übertragen. Das Eingangsdrehmoment ist also nicht vom Diff abhängig. Und des Rätsels Lösung (nix Neues in diesem Thread, aber nomal zur Verdeutlichung): Kürzere Übersetzung = höheres Ausgangsdrehmoment. Im Umkehrschluß also wie Höbber schon sagte: weniger Belastung für Zähne, Lager, Gehäuse, Antriebswellen bei längerer Übersetzung. Die Bereifung begrenzt übrigens das maximale Ausgangsdrehmoment - je nachdem, wieviel Kraft der Reifen übertragen kann ohne durchzudrehen. Bei minimalem Schlupf, also kurz bevor der Reifen durchdreht, ist diese Kraft am größten. Also ist da auch das Drehmoment, am größten, was an den Antriebswellen und am Diff anliegt. Und was war nun bei der Trockenübung mit dem 318i des Kollegen, der die 19 Zöller nicht bewegt bekam? Bei hoher Drehzahl den Fuß seitlich von der Kupplung genommen und dann leider kaputt... Nicht, weil er "zwar" die dicken Pellen draufhatte... eher "gerade weil". Wenn der tapfere Motor dann bei ordentlich Drehzahl mit Vollgas schlagartig agbewürgt wird, rauscht doch der ganze Schwung vom Motor auch noch durch. Rotierender Motor + schnelle Drehzahländerung = hohes Drehmoment; ~schnellere Drehzahländerung = höheres Drehmoment. Wenn der Motor mal in Nullkommanix um 3000 Umdrehungen abgebremst wird, kommt da schon ordentlich was zusammen.