Ich versuch's auch mal. Du hast natürlich recht, wenn Du die Dome direkt verbindest, hast Du die maximalste und beste Abstützung. Da aber bei den meisten Autos der Motor oder irgendwelche anderen dummen Bauteile im Weg sind, geht das nun mal nicht. Also müssen Kompromisse her. Und da man seit einigen Jahren weiß, dass Mehrgewicht sich bei den Fahreigenschaften negativ auswirken, versucht man also Steifigkeit mit geringen Gewicht zu erlangen. Würdest Du für eine Strebe ein Vollmaterial nehmen und beanspruchst es auf Druck, knickt es recht schnell ab. Wenn Du ein Rohr nimmst, wirst Du es in aller Regel nicht krumm kriegen. Das gilt sogar bei schon für extrem dünnwandige Materialien wie Blech oder leichte Materialien wie Alu. Für die notwendige Steifigkeit kommt man also mit einer gewissen Rohrdicke aus. Alternativ; wenn Du zwei dünne Rohre nimmst und sie noch verbindest, kannst Du noch mehr Drücke übertragen als bei einem doppelt so dickem Rohr. Hast Du schon mal eine Domstrebe gesehen, die über den normalen Fahrbetrieb (keinen Unfall) krumm geworden ist? Vielleicht bei ebay Streben, aber doch wohl eher nicht, oder? Also reicht doch offensichtlich auch die herkömmliche Strebe aus. Ein Rohr, egal aus welchem Material kann also, selbst wenn es leicht gebogen ist, immer noch ausreichende !! Kräfte aufnehmen. Mehr als das, was an dieser Stelle gefordert ist. Selbst wenn Du es noch dicker machst, und es aufgrund einer dickeren Wandung noch mehr Knickkräfte aufnehmen kann, es bringt keinen Vorteil mehr. Würdest Du die Dome ohne Motor und damit ohne die nötigen Knicke verbinden können, kämst Du sogar mit dem halben oder dreiviertel oder wirksamen Fläche aus. Der Knackpunkt von handelsüblichen Domstreben sind aber die Anlenkpunkte und Befestigungen. Dort hängt alles an den drei Schrauben der Domlager, die in vielen Fällen sogar noch die Domteller runterziehen. Wie bei Dir auch. Deine Strebe greift zudem nur hinten am Teller an, genauer an den Schweißnähten zum Teller. Damit entsteht unter Druck ein Kippmoment. Da die Strebe im vorderen Teil offensichtlich keine schlüssige Verbindung zum Teller hat, würde die Strebe hier unter Druck die Aufnahme ab einem gewissen Punkt verschieben oder falten, nicht aber die Kraft in den Dom ableiten. Das mindeste ist also, die Strebe und den Teller vorne (oder innen) noch mit einer Lasche zu verbinden. Damit hast Du aber immer noch nichts, was mehr kann als die guten handelsüblichen. Eher noch weniger, weil überdimensioniert und zu schwer. Wenn Du die handelsüblichen Dombrücken verbessern willst, geht das nicht, indem Du die Streben dicker oder selber baust, sondern nur, indem Du die Schraubverbindung ersetzt durch einen fest verbundenen, verschweißten Aufsatz auf dem Dom, der die Kräfte direkt zu 100% in den Dom ableitet und nicht über eine Schraubverbindung geht. Dieses mehr an Steifigkeit kannst Du erst richtig begreifen, wenn Du mal den Unterschied einer geschweißten oder alternativ geschraubten Überollzelle erfahren hast. Das würde mehr Sinn machen.