Auf dem Argument reitet die deutsche Autoindustrie jetzt sein Jahrzehnten. Das Problem ist, sie geht den Bach runter wenn sie nicht begreift das der Kunde entscheidet was er für ein Auto will und nicht ein technologiesüchtiger Entwicklungsvorstand. Wenn das nicht bei der Autoindustrie ankommt ist sie durch keine Maßnahme zu retten, siehe Amiland!!! und die Maßnahmen haben dann mehr gekostet als die Kosten die immer durch die Autolobby im Falle ihres Niedergangs heraufbeschworen werden. Eine Autoindustrie lebt vom "Butter und Brot" Auto, nicht von der Poserkiste oder dem Technologieträger. Den kann sie davon bezahlen das das Massenauto das Geld dafür verdient. BMW wurde einst vom 700 und der neuen Klasse im letzten Moment gerettet und nicht von ihren 8 Zylindern die sie jahrelang an den Rand des Ruins gebracht hat. Mercedes hat sicher mit /8er oder 123ern mehr Geld gemacht als mit alles S zusammen. Die efolgreichen Autos der Geschichte heißen Ford T, Käfer, Golf, R4, 2CV..... (und was es damals für spitzenmäßige Autos als zeitgenossen gab weiß jeder, Problem ist "komischerweise" das fast keine einzige Firma die sowas gebaut hat noch existiert) Richtige "Bringer" werden nicht entwickelt, lieber verzettelt man sich mit sinnlosen Marktnischenmodellen die auf Grund der geringen Stückzahlen nicht wirtschaftlich produzierbar sind und darum!!! (nicht wegen dem hohen Lohnniveau in D) völlig überteuert sind! In den 80ern gab es 3er, 5er, 7er und meist ein Nischenmodell und Technologieträger.(6er, 8er, Z1...) bei BMW. (oder meinetwegen einen 190er, eine E und eine S Klasse und den G oder SL als Nische) Plötzlich kann man vor lauter A, B, X, R, ML, Z und was weiß ich nicht mehr treten. Autoabsätze in D werden seit Jahren nur noch durch "getürkte Statistiken" geschönt. Nobelmarken lebten davon das sie in neureichen Ländern als Statussymbole verkaufbar waren. Die "eigentliche" Kundschaft war uninteressant. Gleichzeitig wird der Autofahrer gemolken, die Abschreibungsmöglichkeiten für Firmen (die sonst der große Abnehmer teurer Autos waren) vernichtet und gleichzeitig gewundert das die leute lieber einen billigen Ausländer kaufen. (in übrigen sehe ich hier so gut wie keine Dacia fahren) Nun ist die "Poserkundschaft" in Indien, China, Japan oder Amiland weggebrochen und plötzlich soll der deutsche Michel sich verschulden der bisher nicht interessiert hat? Ein Neuwagen wird gekauft weil er "sich rechnet" oder "anmacht". Wenn ich so die Deutsche Autolandschaft betrachte, finde ich kaum etwas was auch nur einem der Ansprüche gerecht wird. Der deutsche Autobauer sieht natürlich als Ausweg "staatliche Maßnahmen"........war in Amiland auch so die letzten 40 Jahre........ Mal als Beispiel: In Frankfurt gab es mal zu DDR Zeiten ein "Halbleiterwerk", der größte Arbeitgeber weit und breit. Selbst aus Polen hat man die Arbeiter ran gekarrt. Zehntausende waren da beschäftigt. Nach der Wende wurde da Geld um Geld reingepumpt nur und zu behaupten "Technologiestandort" zu sein und der Laden ging natürlich immer weiter krachen, weil er ja nur von "Maßnahmen" lebte. Zum Schluß wurden statt zehntausender Arbeiter nur noch ein paar hundert mit Millioneneinsatz "über Wasser" gehalten nur um weiter "der Elektronikstandort" zu sein. Zur gleichen Zeit wurden vielversprechende andere Projekte abgeschmettert und links liegen gelassen, die "die Lücke" lange gefüllt hätten. Im Endeffekt ist der Laden natürlich lange weg und das Geld das man da rein gepumpt hat an die Beschäftigten ausgeteilt hätte jeden bis an sein Lebensende glücklich leben lassen.