Es geht im eine faire Preisgestaltung. Gute E30 kann man halt nicht mehr für 2.500 EUR an jeder Ecke finden.
Mein Fazit zu meinen sechs Besichtigungen zwischen Dezember 2023 und voriger Woche ist, dass Fahrzeuge mit einer generell ordentlichen bis guten Substanz da draußen existieren, jedoch die Verkäufer durch die Bank davon verblendet sind, das ihr E30 quasi makellos sei und das Preis/Leistungsverhältnis stimmen würde.
Die folgende Phrase ist in vielen Annoncen zu finden: „einsteigen und losfahren“. Mag sein, dass hätte technisch bei allen sechs E30 funktioniert, aber die besichtigten Fahrzeug hatten optische und technische Mängel, die sich nicht mit den ambitiösen Preisvorstellungen in Einklang hätten bringen können, mal mehr mal weniger.
Ich habe im Mai 2023 meinen VW Käfer aus 1967 nach 28 Jahren in meinem Besitz privat verkauft. Mein Anspruch war es, dass der Käufer nichts an dem Wagen sofort angehen oder investieren muss. Der Käufer meines VW besitzt außerdem eine MB Pagode, einen /8 und diverse Porsche 911. Er hat mir bei einem Treffen im letzten Herbst bestätigt, dass an dem Käfer auf längere Sicht nichts investiert werden müsse. Genau so einen Anspruch als Käufer habe ich auch, wenn ich mich für einen E30 mit einer annoncierten Zustandsnote 2 oder 3+ interessiere. Mal von dem 325e ‚Buchhalter‘ abgesehen, waren die Verhandlungen mit den Käufern jedes Mal eine Enttäuschung. Aber man lernt ja mit jeder Besichtigung …