Ich greife mal diesen Thread dazu auf.
Was mir (auch hier in München) auffällt, dass viele augenscheinlich nicht bereit sind, das Portemonnaie zu öffnen. Ohne genaue Zahlen nennen zu wollen, verdiene ich für Münchener Verhältnisse durchschnittlich. Würde ich jetzt den Job bei oft geringerer Bezahlung wechseln und noch eine neue Wohnung finanzieren müssen (weiterhin aussichtslos und, wenn dann extrem teuer, letztes Angebot für 52 qm lag bei 1.650 Euro Indexmiete) wären hier gar keine "Sprünge" mehr drin, zumal ich auch Verbindlichkeiten bedienen muss.
Ich frage mich ohnehin wie Friseure, Pflegekräfte oder andere vergleichsweise gering bezahlte Berufsgruppen hier und ähnlich teuren Städten überleben können. Im Vergleich zu Berlin sind die Kosten um rund 35 % höher.
Ich werde nach TV-L bezahlt und kann zumindest für meine Berufsgruppe nicht behaupten, dass die Entgelder in der freien Wirtschaft besser sind. Eher wird, so mein Empfinden, trotz Personalmangels und des Wissens darüber, dass der Markt für die Arbeitnehmer besser steht als je, versucht der Bewerber in seiner Vorstellung zu drücken wo es nur geht. Mich wundert es nicht, dass sowohl aus diesem Grund als auch hinsichtlich Abgabenlast, für viele echte Fachkräfte der Standort Deutschland unattraktiv ist.
Und mit Mitarbeiterbenefits wie einem Jobrat oder attraktiver Vergütung oder einem netten Team holt man doch keinen mehr hinter dem Ofen vor.
Manchmal denke ich mir, hätte ich mal was gescheites gelernt.