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Der Motor ist aufgespannt. Am Wochenende gehts ihm an den Kragen. (Ich weiß die Wahl der Schrauben für den Motorständer ist mehr als Suboptimal, hatte leider keine anderen in der Nähe) Weis jemand wie tief der Belag einer originalen M42 Kupplung ist? Ich hab keinen Vergleichswert um Einschätzen zu können ob ich eine neue Kupplung brauchte. (Hab leider kein Foto gemacht)
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Danke für die genaue Erläuterung, sollte die Tage einen gebrauchten Kolben von Ebay bekommen, werde mit Adleraugen vergleichen ob alles passt.
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Genau so ist es. Der VK hat den Motor ja als "nicht anspringend" verkauft. Auch wenn er gemeint hat er wurde neu Aufgebaut und es handelt sich um ein Elektronikproblem. Wie ich bereits geschrieben hab, war es für mich Lehrgeld. Ich bin jetzt einfach nur froh den Fehler gefunden zu haben. Der Motor wird jetzt richtig in Stand gesetzt und basta. Hab alle Lagerschalen (KW und Pleuel), neue Kolbenringe, neue Dichtungen, frische Kopfbolzen (einen hat der VK abgenudelt, war ein Spaß den rauszubekommen) und einen Motorständer bestellt. Werde den Block auch etwas durchhonen (nicht so viel, dass ich Übermaßkolben benötige) und der defekte Kolben wird auch ersetzt. Die Ventile sind bereits frisch eingeschliffen. Je nach dem wieviel Zeit ich habe die nächsten Wochen, werde ich irgendwann im Februar berichten wies aussieht und im März muss das Ganze dann Laufen. Muss dann im März sofort zum Pickerl (sowas wie die TÜV-Überprüfung in Österreich) und hoffen, dass ich einen gnädigen Prüfer erwische, der mir das Pickerl gibt, obwohl der Motor und die AGA nicht eingetragen sind. Mal schauen.
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Ein bisschen Humor für zwischendurch. Ich weis jetzt wo mein Vorbesitzer sich inspiriert hat beim Zusammenbauen des Motors... WhatsApp Video 2022-01-18 at 12.30.24.mp4
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Die angesprochenen Werkzeuge hab ich alle. Werden alle zum Einsatz kommen.
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Stimmt, das könnte sein, ich werde auf jeden fall die Bohrung messen! Ich kanns mir aber nicht vorstellen, weil wenn der Motor aufgebohrt und gehont wurde müsste dann schon einiges an Kilometern gefahren worden sein, weil man sieht den Zylinderwänden schon die Kilometer an. Neu sind die auf jeden Fall nicht mehr. Die Wände sehen halt für mein Auge nicht so schlimm aus wie die Kolben, oder besser gesagt wie der Kolben aus Zylinder 3, bei den anderen würde es schon passen.
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Ja, darauf achte ich so und so. Ich verbaue nur teile aus dem M42 vom E36, da mir nicht zu 100% bewusst ist was die Unterschiede sind, da es da ja schon etliche Forumsdiskussionen gibt und da jeder irgendwie seine eigene Idee hat
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Um wieder zur Grundfrage zurückzukommen. Wenn die M52 Motoren wirklich noch so günstig sind und man nicht vorhat seinen E30 jemals wieder herzugeben (so wie die meisten hier wahrscheinlich :D), ist der Umbau sicher keine falsche Idee. Wenn Werkzeug und Wille vorhanden ist, entsteht schnell ein wesentlich spaßigeres Auto als mit der Luftpumpe namens M40. Wegen der Gewichtsverteilung noch die Batterie in den Kofferraum, dann ist die Frontlastigkeit auch mit dem 6-Ender wahrscheinlich halb so wild. Man darf die Arbeit und den Platzbedarf halt nicht unterschätzen. Ich weis wovon ich rede, ich mach bei meinem M42 Umbau grad das Worst-Case-Szenario durch . Und ich kann mir vorstellen, der M52 ist noch mal ein Eck mehr Arbeit als ein 4-Zylinder.
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Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich hatte meine Lektion und werde mir diesen Rat ab jetzt immer zu Herzen nehmen :)
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Die Ringe, die drauf waren sehen ziemlich neu aus. Die haben außen überhaupt keine Abnützungsspuren. Die sind Spiegelglatt. Wenn sie alt sind, sollte man doch zumindest minimale Riefen sehen (auf Basis dessen, wie die Kolben aussehen) Die Zylinderwände sind nicht rostig, kein bisschen. Haben auch noch überall Kreuzschliff (auch wenn Stellenweise nurmehr sehr fein). Die sehen in echt garnicht so schlimm aus wie auf den Bildern die ich mit der Kamera durch die Kerzenlöcher gemacht hab.
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Die Pleuellager haben nach dem Ultraschallreinigen keine schöne Oberfläche mehr gehabt, muss schauen ob ich das auf ein Foto bekomme. Die werden neu kommen. Die Hauptlager sind noch eingebaut, da die Kurbelwelle noch drauf ist. Da die aber genauso schlecht aussehen werden, werden die auch neu kommen.
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Es haben ausnahmslos alle Ringe auf allen Kolben geklemmt. Selbst die Ölabstreifer wollten nicht raus. Es war tatsächlich kein leichtes, die Ringe runterzubekommen ohne die Nuten zu Beschädigen. Die Oberfläche der Ringe ist ganz Rau und mit Kohle (und stellenweise Rost, Kondenswasser?) belegt. Mit den neuen Ringen werde ich dann prüfen ob sich alles leichtgängig bewegen wird. Ich war jedenfalls wirklich vorsichtig beim Zerlegen und Reinigen und bin der Meinung, dass zumindest von mir keine Nut beschädigt wurde.
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Hab mit dem VK gesprochen, der ist uneinsichtig. Der meint ich könnte den Schaden ja selbst verursacht haben... Ich werde einfach das beste draus machen. Ich hab mein Lehrgeld bezahlt und hab für die Zukunft was gelernt.
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Bei der Schraubererfahrung kann ich ein bisschen schummeln, das Einsetzen der Kolben übernimmt mein Vater für mich, der hat schon unzählige Motoren gebaut. Er war auch derjenige der beim abbauen vom Kopf schon gesagt hat, dass die Ringe klemmen werden. Er hat sowas einmal gesehen und meint der Vorbesitzern hat einfach mit zu viel und falschem Öl zusammengebaut. Dieser Motor ist nach dem Zusammenbauen beim Vorbesitzer circa 40 Sekunden gelaufen, dann nie wieder. Er war also nicht überall warm. Das überschüssige Öl ist nicht verbrannt und hat sich nach dem Abstellen verkohlt. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass der Vorbesitzer alles richig gereinigt hat. Der hat den Kolben ausgebaut, schnell neue Ringe drauf, fertig. Aber so gehts halt einfach nicht. Ein Bekannter hat mit die Arbeit am Ventiltrieb abgenommen und diesen Zerlegt, auch dort ist alles unglaublich verdreckt. Ein Wunder, dass die Hydrostößel durch komplett verdreckte Kanäle überhaupt noch Öl bekommen haben. Die Ventile werden eingeschliffen, ich warte auf die neuen Ringe und einige Dichtungen und dann gehts ans zusammenbauen. Mal schauen wies läuft.
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Die große Schramme, die auf dem 5. Bild zu sehen ist, ist im dritten Zylinder beim hinteren Einlassventil. Die ist aber einmalig, allgemein ist der Kolben vom dritten Zylinder in einem wesentlich schlechteren Zustand als die anderen. Die anderen haben leichte Riefen aber bei weitem nicht so dramatisch wie auf Kolben 3 an dieser einen Stelle. Ich bin mir aktuell nicht sicher, ob ich nochmal gute 800€ für neue Kolben und Ringe investieren will (neue Ringe sind schon bestellt). Weil im Endeffekt müsste ich dann ja auch die Zylinder honen lassen und die Lagerschalen tauschen, dann komm ich vom hundertsten ins tausendste. Ich will den Motor unbedingt dieses Jahr im Sommer ein bisschen fahren (Hab noch andere Autos, daher wird der E30 sicher nicht mehr als 1000-2000km draufbekommen). Nächsten Winter hab ich dann vielleicht mehr Zeit und Geld, um den Motor nochmal richtig mit allem drum und dran zu überholen. Besser als mit dem M40 mit eingelaufenen Nocken wird es sicher funktionieren, selbst wenn die Kolben nicht mehr wirklich schön sind.
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Ok, danke für die großartige Erklärung, jetzt kenn ich mich aus!!
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Hab die Kolben per Hand gereinigt und danach sind sie in meinen Ultraschallreiniger gegangen. Hat super funktioniert :) Es muss auf jeden Fall ein Satz neuer Ringe rein. Die Ringe waren mit Ölkohle festgefressen und so weit komprimiert wie nur möglich (hat Stellenweise eine Weile gedauert bis ich überhaupt den Spalt in den Ringen gefunden hab, da er ja quasi nicht mehr existent war). Die ersten Bilder waren die Kolben vor dem Putzen, die letzten ein Vorher-Nachher-Vergleich. Bilder nach dem Ultraschallreinigen hab ich leider keine, kann ich aber nachreichen.
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Die Kolben sind jetzt ausgebaut und das Problem ist mir jetzt ein klares. Wie bereits vermutet halten die Kolbenringe nicht Dicht, das diese sind innen an den Kolben festgefressen haben. Die Ringe sind alle starr und lassen sich nicht bewegen. Hab die Kolben jetzt mal in Benzin eingelegt, in der Hoffnung, dass sich die Ringe lösen lassen und dann werde ich schauen wies weitergeht.
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Werde dieses Wochenende mal die Ölwanne runternehmen und wenn es sich ausgeht gleich die Kolben ziehen. Da fällt mir gleich noch eine Frage zum Umbau ein. @vokuhila ich hab mal einen Post von dir gelesen in dem du beschrieben hast wie weit man Öl füllen muss wenn man am M42 die M40 Ölwanne fährt und wie man den M42 Ölmessstab richtig ummarkiert. Ich finde den Post leider nicht mehr. Könntest du das vielleicht nochmal kurz beschreiben?
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Ich glaub ich hab mich falsch ausgedrückt, ich bau natürlich nicht zusammen ohne irgendetwas zu tun. Ich führe wie schon beschrieben eine Prüfung durch ob die Ventile dicht sind und auch die Kolben werde ich rausziehen. Muss sowieso die Dichtung der Ölwanne wechseln, da stören mich die paar Schrauben an den Pleuel auch nicht mehr. Danke fürs Daumen drücken, ich muss zugeben mich ärgert es garnicht so stark, ich bin beim Schrauben sowieso noch in der Lernphase. Da schadet es nicht sowas mal selbst zu machen :)
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Ich seh mir mal die Ventile an, danach schau ich weiter was passiert :)
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Naja, ich würde wie gesagt die Ventile prüfen und putzen/einschleifen und dann wieder zusammenbauen. Ich geh nicht davon aus, dass beispielsweise die Kolbenringe falsch verbaut wurden, sonst wär der Motor ja nie gelaufen beim Vorbesitzer damals. Also bleibt mir nicht viel mehr übrig als auf gut Glück zusammen zu bauen. So viel Arbeit ist es nicht, hab heute um 9 Uhr begonnen, um 12 war der Kopf unten. Die ganze Elektrik an der Ansaugbrücke nervt beim M42 aber das wird beim zweiten Mal auch schon leichter sein, sollte ich es nochmal machen müssen ;)
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Sooo, der Kopf ist abgebaut. Auf den ersten Blick finde ich keinen offensichtlichen Fehler. Die Ventile schließen alle. Ob sie 100%ig Dicht sind kann ich noch nicht sagen. Die Zylinderwände sehen eigentlich total ok aus. Die Kopfdichtung ist wie neu. Eine Theorie von mir: Der Vorbesitzer hat behauptet der Motor ist circa 40 Sekunden gelaufen nach dem Zusammen- und Einbauen bei Ihm, wurde danach abgestellt und ist ein paar Tage drauf nicht mehr angesprungen. Der Motor war also offensichtlich nie warm. Vielleicht haben sich die Kolbenringe an den Kolben verklebt und halten an den Zylinderwänden nicht richtig Dicht. Ich werde jetzt jeden Tag ein bisschen WD40 an den Kolbenwänden runterrinnen lassen, in der Hoffnung, dass sich die Ringe lösen, sollte es so sein. Außerdem werde ich nochmal die Dichtheit der Ventile prüfen und diese ggf. Einschleifen oder zumindest putzen.
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Ich hab für meinen M40B16 damals eine von Bosch bei Autodoc bestellt, das Kabel war meiner Meinung nach wesentlich zu lang, aber funktioniert hat danach alles perfekt.