Ich hab ja so einiges an meinem 325e herumgebastelt. Eine große Hilfe war dabei der E30-Talk. Einige Fragen wurden aber nicht umfassend genug beantwortet bzw. habe ich manches erst durch eigene Versuche herausgefunden. Daher möchte ich zu diversen Themen mal meine Lösungen beitragen, die evtl. dann als Ergänzungen in die E30-Wikipedia aufgenommen werden können. Da ich heute wieder dran war, fange ich jetzt mit dem Thema undichte Abblendscheinwerfer an. Ich habe mir neue Hella-Einsätze aus dem Zubehör gekauft, aktuelle Fertigung (Bild 1). Trotzdem zeigte sich nach fast jeder Wäsche oder Regen Nässe im Innern (Bild 2). Mehrere Austauschversionen von Hella brachten keinen Erfolg. Dann habe ich mir Dichtringe für die Anschlußkappe und die Standlichtfassung beim Klempner besorgt (Bild 3). Diese habe ich dann einfach in die Kappen bzw. um die Standlichtfassung gelegt und das Ganze zusammengesetzt. Damit glaubte ich mich mit Erfolg am Ziel (Bild 4). War auch so - einige Wochen. Dann stand wieder Wasser im linken Scheinwerfer. Jetzt war ich kurz davor, einfach ein Ablaufloch zu bohren. Zum Glück erzählte mir Marc666, daß er vor dem Einsetzen der Klempnerdichtungen die alten Dichtungsreste aus der Anschlußkappe entfernt hat. Beim nachsehen heute wurde mir dann auch klar, warum die Kappen bei meinem Auto so leicht draufzudrehen waren: Die Dichtringe haben sich einfach verschoben und dann war nix mehr mit zusätzlicher Dichtwirkung. Also das ganze alte plattgedrückte Dichtungszeug rausgekratzt, das Metall gesäubert und die jetzt etwas wellig gewordenen Dichtringe mit dünn auf den Auflagerand in der Kappe gestrichenen Sekundenkleber fixiert (Bild 5). Profildichtungskleber, den ich zuerst versuchte, kann ich nicht empfehlen, das ist ne große Sauerei und hält nicht. Vor dem aufsetzen habe ich die Dichtringe mit Glyzerin (vom Türdichtungspflegemittel) eingestrichen. Jetzt geht die Kappe gerade so auf die Haltezapfen, denn die neue Dichtung ist wesentlich dicker. Es kann nur auf diesem Wege Wasser in die SW geflossen sein, obwohl ich nie Feuchtigkeitsspuren in der Anschlußkappe gefunden habe. Bei neuen Einsätzen ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Verklebungen undicht sind (wie auch der mehrmalige Austausch zeigt), sehr gering. Marc sagt, seine SW sind dicht und ich gehe nun davon aus, daß es bei meinen nicht anders bleiben wird. Seltsamerweise gab es mit den Fernscheinwerfern nie Probleme. Die Fernscheinwerfer habe ich auf folgende Art wieder glänzend bekommen: Einen stabilen Draht genommen, an dessen Enden je ne Öse gebogen, darüber einen Streifen Schlingen-Mikrofasertuch gezogen und mit nem kleinen Rasterband fixiert. Dann den Reflektor mit warmen Spülwasser gebadet und mit der feuchten Seite meiner Mikrofaser-Spezialkonstruktion nach und nach durch das kleine H1-Lampenloch sauber gemacht- Anschließend klargespült und in ebenso fummeliger Arbeit trockengetupft. Restfeuchtigkeit hab ich mit nem Heißluftfön rausgebracht. Ergebnis siehe vorher-nachher-Vergleich (Bild 6 & 7).