Zitat von vokuhila: "beim 6-Zylinder sind auch oft die Hauptlager austauschreif, aber man muss das etwas differenzieren alte M20 Motorblöcke bis etwa 3/88 haben noch die alten HL mit umlaufender Ölnut hier werden die Pleuellager auf der ganzen Kurbelwellenumdrehung mit Öl versorgt und halten vergleichsweise länger anders gesagt: es gibt da vergleichsweise wenig Pleuellagerschäden, man findet nur selten einen alten Motor mit austauschreifen Pleuellagern oder gar mit Pleuellagerschaden dafür sind die Hauptlager wegen der weichen und dünnen Tragschicht und der flächenreduzierenden Ölnut im druckbelasteten unteren Lager eher fertig, kann also gut sein (und das sehe ich oft) dass man bei solchen Motoren top Pleuellager vorfindet und fertige Hauptlager und warum schreien nun alle immer PL-tauschen ? die Erklärung folgt jetzt bei den M20 Motorblöcken ab 3/88 sind die neueren Hauptlager verbaut, bei denen die Ölnut nur in der oberen Schale vorhanden ist die Hauptlager sind durch die größere Fläche im unteren Lager und die härtere (im Hinblick auf das Partikelaufnahmevermögen schlechtere) dickere Beschichtung verschleissfester, bei diesen Motoren sieht man öfters schlechte Pleuellager und im Gegensatz dazu noch sehr gute Hauptlager die Pleuellager werden hier bei Verwendung einer Benzinerkurbelwelle (ohne Querbohrung im Hauptlagerzapfen) schlechter mit Öl versorgt, weil die Ölzufuhr für die halbe Umdrehung unterbrochen wird, was zu frühzeitigem Verschleiss und daraus folgend häufigeren Pleuellagerschäden führt Ausnahme : bei Verwendung einer Dieselwelle in so einem Motorblock liegt der Öldruck auf Grund der Querbohrung im Hauptlagerzapfen aber trotzdem über die volle Umdrehung an den Pleuellagern an, man erreicht damit etwa den gleichen Effekt für Ölversorgung der Pleuellager wie bei den Hauptlagern mit umlaufender Nut aber eben in Verbindung mit dem Vorteil der besseren Tagfähigkeit der vollflächigen unteren Hauptlagerschalen"