Gut, muss vorweg nehmen, dass ich eine ganze Weile bei der Truppe war und somit durchaus ein wenig voreingenommen bin. Grundlegende Perspektive für Dich wären SaZ12 (8 wird eher schwierig, ist aber in Deinem speziellen Fall evtl. möglich). Einstieg als StUffz mit A6 aufgrund Deiner Vorgeschichte, max. Dienstgrad Hauptfeld, Ausbildung zum Meister möglich. Zu meiner Zeit war es noch möglich, eine gewisse Zeit (6 Monate) als SaZ auf Widerruf zu dienen. Das bedeutet, dass Du als normaler Gwdler geführt wirst mit entsprechender Vergütung und dann in den 6 Monaten entscheiden konntest, ob das was ist oder nicht. Ziehst Du den Widerruf, machst Du Deine normale Grundwehrzeit zu Ende und scheidest aus. Ziehst Du ihn nicht, kriegste Deine 2 Balken und bist offiziell Feldwebelanwärter SaZ mit entsprechender Besoldung. Wie das jetzt nach der Aussetzung der Wehrpflicht aussieht, kann ich Dir nicht sagen -> Wehrdienstberater. Vergleiche mit dem Grundwehrdienst und den kaffeetrinkenden Geschäftszimmerrittern bieten sich eher nicht an. Zum genannten Einsatz als "Panzerschrauber": MUSS nicht sein, die Einsatzmöglichkeiten sind deutlich umfangreicher. Kannst sogar am Eurofighter rumtüddeln - alles ne Lehrgangsfrage. Zum Wiedereinstieg ins Berufsleben: Meister in der Tasche wäre ja schonmal nicht übel, dann kämen nach 12 Jahren noch 3 Jahre Berufsförderungsdienst dazu - das sollte reichen, um die unfassbaren Neuerungen im Kfz-Bereich in den Kopp zu kriegen. Zum Leben in der Truppe: Hausbesitzer sollte man nicht sein, das stimmt und eine Freundin, die mitspielt ist ebenfalls elementar. Gerade beim Heer können die Strecken groß werden, die Dich der Dienstherr mal eben versetzt und mir haut sogar der Freundeskreis die Hucke voll, wenn ich mal eben 3 Monate nach Afghanistan in die Sonne will. Ansonsten kannst Du Fließbandroutine am Heimatstützpunkt erleben, aber auch ständig auf Achse sein und heute irgendwas in nem Flatterzelt in der matschigen Pampa reparieren und morgen auf nem Flugfeld auf Paphos auf dem Du Eier braten kannst. Oder der Dienstherr entscheidet, dass Du mal ein bisschen ausbilden sollst und plötzlich hast Du 30 Rotärsche am Hals, denen Du beibringen sollst, dass Stecknüsse nicht in die Nase gehören. Wenn auf Dich also das oben genannte zutrifft und Du Spass dran hast, Dich morgens zu fragen, was heute wohl so passiert und Dich aber auch nicht dran störst, mal ein paar Monate die gleiche Antwort auf diese Frage zu bekommen, bist Du beim Bund sicher nicht verkehrt. P.S.: Dass Du meinst, kein Problem mit dem Dienst an der Waffe zu haben, will ich nicht in Frage stellen. Das hat nur heute eine ganz andere Bedeutung, als vor einigen Jahren - die Warscheinlichkeit, das Ding heute auch mal anders zu benutzen, als einen Spazierstock oder um den besoffenen Soldaten an der Torwache mit nem kleinen Stubbs zur Raison zu bringen, ist ne ganze Ecke größer geworden. Nur ein kleiner Denkanstoss.