Vielleicht haben sie an der Hildesheimer Straße und im Norden von Hannover mal "eins aufs Dach bekommen." Ich hatte vor einigen Jahren in Hannover eine Panne mit einem, damals 16 Jahre alten, sehr gepflegten 325i E 30. Der ADAC schleppte den Wagen in die Niederlassung nahe der Podbi. Dort angekommen, wurde der Wagen abgeladen und ich mußte mich nach einiger Zeit erst recht energisch bemerkbar machen. Nachdem ich mein Begehr mitteilte, "ließ sich nach einiger Zeit der Kundendienstberater herab," mein Auto in Augenschein zu nehmen (der Wert meines Outfits war nicht fünfstellig!). Offensichtlich hatte der Kundendienstberater Angst, er könne sich seine frisch gewaschen Hände oder die modische Krawatte unter dem weißen Kittel beschmutzen. Nach sehr kurzer Besichtigung begann er, eine Auftrag zu schreiben. Auf meine Frage, wo denn der Fehler läge, und wie lange eine Fehlerdiagnose dauere, bekam ich als Antwort, daß er keine Ahnung habe und der Wagen in die Werkstatt komme. Ich bat ihn, da ich aus einer anderen Stadt käme, den Wagen mal eben an den Tester zu hängen, um zumindest eine Ursache zu haben. Dies lehnte er kategorisch mit den Worten ab, daß dies schon ein paar Stunden dauern könne, bis der Wagen an der Reihe sei. Ich wies ihn erneut darauf hin, daß ich nicht aus Hannover käme und wir noch am selben Tage weiter müßten. Während er den Auftrag zu Ende schrieb und ihn mir zur Unterschrift vorlegte, war inzwischen "mein Kamm bis zu den Schuhsohlen angeschwollen...!" Ich nahm kurzerhand den Auftrag entgegen, legte ihn zwischen beide Dauemen und Zeigefinger und zerriß ihn vor seinen Augen. Ich war inzwischen über seine Arroganz so stinkesauer, daß ich aufstand und lautstark den Sch***laden verließ, sehr zum Erstaunen meines Beifahrers, der bis dato sehr ruhig geblieben war. Wir stiegen in die Straßenbahn bis zum Bahnhof, stiegen um in den Zug und fuhren nach Hause. Unterwegs rief ich einen Bekannten an und fragte nach Rat und Teilen. Zu Hause angekommen, lagen die notwendigen Ersatzteile bereits parat. E-Teile und etwas Werkzeug eingepackt und mit einem anderen Auto wieder zurück nach Hannover. Motorsteuergerät ausgetauscht, Schlüssel umgedreht... und der Motor sprang sofort an! Die Nummer hat mich sechs Stunden und diverse monitäre Mittel gekostet - nur, weil ein Kundendienstberater es nicht für notwendig hielt, etwas flexibel zu sein. Bei "meiner" BMW-Vertretung wäre zumindest das Auto mal eben an den Tester zur Fehlerdiagnose gekommen - egal, ob es ein E 23, E 28, E 30, E 60 S oder E-weiß-der-Geier-was gewesen wäre. Selbst, wenn es ein wenig gedauert hätte, wäre zumindest nicht der Eindruck entstanden, daß der Kunde gestört hätte.