Moin zusammen, diese Frage stelle ich mir schon seit längerem... Zur Motorsteuerung (Einspritzung) muss das Steuergerät wissen wo sich welcher Zylinder gerade befindet, und wo im Arbeitsspiel er sich befindet. Beim 4-Takt-Motor umfasst ein Arbeitsspiel 720° Kurbelwinkel (KW), also 2 komplette Umdrehungen, wobei nach ca 360° die Verbrennung/Zündung stattfindet. Das 60minus2-Zähnerad des Drehzahlgebers teilt dem Steuergerät durch die Lücke (minus-2) jeweils den oberen Totpunkt (OT) des ersten Zylinders mit, nicht jedoch ob dieser sich gerade im Zünd-OT oder im Gaswechsel-OT befindet. Für diese Zusatzinformation, die für die Einspritzung (und heute auch Zündung) notwendig ist, haben neuere Autos zusätzlich einen Nockenwellen-Positions-Geber, die Nockenwelle dreht 360°KW pro Arbeitsspiel und ist daher gut dafür geeignet. Diesen hat der E30 ja nicht, sondern stattdessen das Inkrementenrad vorne am Motor bei der Riemenscheibe. Jetzt dreht allerdings die Riemenscheibe auch mit KW-Drehzahl, also 720° pro Arbeitsspiel. Woher weiß also die Motronic wann sich die Zyl. im Zünd-OT, und wann im Gaswechsel-OT befinden? Die Zündung wird ja beim E30 noch mechanisch ausgeführt, aber für den korrekten Einspritzzeitpunkt ist diese Information notwendig... Fließt hier noch irgendwo eine Information vom Zündverteiler in Richtung Motronic? Und wenn ja, wozu ist dann das Inkrementenrad vorne am Motor gut? Würde mich freuen, wenn mir jemand diese eher theoretische Frage beantworten könnte!