KOmmt drauf an... klar, Sicken machen ein Blech steifer gegen Biegung. Aber ist es das, was hier passiert? Will das Auto den Kofferraumboden verbiegen? Müsste man sich mal überlegen, wo und in welche Richtung Kräfte eingeleitet werden. Federn: am Längsträger nur in vertikaler Richtung Difflager: Strebe zwischen den Längsträgern, stützt das Antriebsmoment, Vertikalkraft Dämpfer: außerhalb vom Längsträger, vertikal über Radhaus Aufnahme Hinterachsträger: Reifenkraft über die Schräglenker ins Fahrzeug eingeleitet, Kraft nach vorn, nach hinten, zur Seite, dazu vertikal aus Federabstützung Da ist also einiges los. Zuviel für ne kurze Pauschalaussage. Was wir aber festhalten können, ist: Wenn dort Kräfte eingeleitet werden, dann über die Längsträger und die Querstrebe. Biegung wird aber wohl das kleinste Problem sein - schließlich gibts die Querverstrebung, an der sich das Diff abstützt. Dann wäre da noch der topfebene Übergang zwischen Längsträgern und Reserveradmulde, der mal garnicht biegesteif ist, weil einfach nur topfeben. Der Boden wäre also im Bereich der Mulde steif, dort aber, wo die Kraft eingeleitet wird, nämlich am Übergang Längsträger Kofferraumboden ists trotzdem nur flaches Blech. Wenn wir nun das Stabwerk aus Längsträgern und Querstreben von oben betrachten und uns die Längskräfte aus der HA-Trägeraufnahme vorstellen, die das ganze trapezförmig verzerren würden, hat das Blech sehr wohl eine versteifende Wirkung. Und diese ist nun mal höher, wenn das Blech eben ist, weil eben mehr Material in der zu verzerrenden Ebene liegt. Diese qualitative Überlegung nur um mögliche Einflüsse einer versteifenden Wirkung des Kofferraumbodens gegen die jeweils in Frage kommenden Fahrzeugverformungen gegenüberzustellen. Kurz: Die Reserverradmulde würde den Boden gegen Biegung versteifen. Dort wo derartige Kräfte eingeleitet würden, wirkt sie aber nicht. Scheidet aus. Gegen Verzerrung durch Verschiebung der Längsträger gegeneinander hätte die Mulde eine schwächende Wirkung. Ich bleib daher bei meiner nun hoffentlich auch anschaulich untermauerten Ansicht, dass die Reserveradmulde tatsächlich für das Reserverad da ist.