Ich habe diesen Thread schon heute Mittag gelesen und habe mich echt am Riemen gerissen, nachdem ich diverse provokante Beiträge hier aufgenommen habe. Zunächst wird unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit eine möglichst provokante These ohne Hintergrundwissen in den Raum geworfen. Im Nachhinein wird sich hinter einer vollkommen unzureichenden Informationslage versteckt und die eigene Provokation als Angriff auf die eigene (natürlich total legitime) Meinung verkauft. Jetzt mit etwas Abstand und zwei Gläsern Wein frage ich mich, warum man in Internetforen nicht nur seine eigene beschränkte Meinung aufgrund der Anonymität preis gibt, sondern auch mal schreibt: "Entschuldigung für meine übertriebene/falsche/respektlose/aufgrund des emotional beladenen Themas unüberlegte Schreibweise. Es war nicht meine Absicht...", aber es bleibt wohl ein Mysterium, warum einige sich herausnehmen, aufgrund einer stark verkürzten Berichterstattung reflexartig ihr geistiges Armutszeugnis abzulegen, und sich trotzdem vorbehaltlich eben jener digitalen Unidentifizierbarkeit nicht in der Lage sehen, Eier zu zeigen und sich für ihr unangebrachtes Geschreibsel halb-öffentlich zu distanzieren. Hey, man verliert doch sein Gesicht nicht, wenn man schreibt, dass man die Reaktionen nicht erwartet hätte und das es einem Leid tut, wenn man jemandem zu nahe getreten ist. Das wäre doch Größe. Ich habe von einigen hier echt bessere Beiträge gelesen. Mich macht das traurig. Ich wünsche mir etwas mehr Zurückhaltung oder wenigstens ein bißchen mehr Courage vor der eigenen Meinung. Andere sind geneigt sie zu lesen.