Moin, Ich schrein das hier mal um ein bisschen Frust abzulassen, weil mein kompletter Nachmittag "nur" für den Belagwechsel hinten draufgegangen ist. Da mich schon seit längerem die ungleichmässige Abnützung der hinteren Beläge ärgert und das Tragbild an der äußeren Seite auch sehr zu Wünschen übrig ließ, hab ich mir neue Beläge geholt und mich heute, netterweise bei Minusgraden, mal daran gemacht das ganze bequem zu tauschen, sollte ja flott erledigt sein. Dachte ich. Rad runter, Brmessattel abschrauben. Welcher Hornochse kam eigentlich auf die nette Idee, die beiden Schrauben so dämlich anzubringen, dass keine meiner Ratschen da drauf gepasst hat? Okay dann halt mim Schlüssel. Mit dem hat man ja genug Platz um ihn 10° weit drehen zu können, so dauert das lösen des Sattels ja nur 7min pro Schraube, besonders weil die Gewinde auch so herrlich gängig waren... Okay Bremssattel endlich ab, mittlerweile lag ein nettes Rosthäufchen auf dem Boden, der alleinige Winterbetrieb zeigt leider langsam Wirkung. Die angerosteten Bremsbeläge mit Gewalt rausgewürgt, (das Rosthäufchen wurde größer) und gemerkt, dass der Wechsel auch überfällig war, da der Belag schon bröckelte. Da seit einiger Zeit die Handbremse gaaaanz leichte Schleifgeräusche machte (da ich das Auto im Moment kaum nutze hab ich mir gedacht, dass da nur ein wenig Rost drin hängt) hab ich die Bremsscheiben auch mal runter genommen. Die Innensechskantschraube ließ sich ohne weiteres lösen, was mich sehr erstaunt hat, dafür kam mir dann beim Abnehmen der Scheibe der ganze Handbremsgulasch entgegen. Einer der beiden Haltestifte der Beläge hatte sich gelöst, weil das Ankerblech so verrostet ist. Übrigens wieder so eine intelligente Befestigung, sehr "dauerhaft" (). Also zwanzig Minuten geflucht und dann Schadenaufnahme gemacht. Der lose Belag war leicht schräg abgeschliffen aber noch nutzbar, die Feder vom Haltestift noch in halber Höhe vorhanden, der Stift nur in Fragmenten erhalten. Und der BMW Händler hat natürlich schon zu. Zuerst wollte ich ein Stück Blech auf das verrostete Ankerblech schweißen und den Schlitz wieder einfeilen. Aber mir fehlte ja der Haltestift... Also dann doch die pfuschigere Lösung und ne Schraube durch. Mein Schraubensortiment befand sich natürlich genau in dem Schrank, vor dem der BMW press stand. Also provisorisch Rad drauf BMW vorgefahren...hab ja Zeit... okay, nachdem ich die Trommelbremse wieder zusammengepfuscht hatte (da muss ich nochmal ran um die kleine Feder zu tauschen) gings wieder an die Bremsbeläge. Ab hier sollte es ja schnell gehen. Denkste. Auch nach gründlichstem entrosten konnt ich die Beläge (NK) nicht einsetzen, weil sie nen Millimeter zu dick waren um aneinander vorbei zu gehen. Da ich genervt war, gabs dann Kurzen Prozeß, Flex raus, Einschiebeöffnung gefühlvoll erweitert. Passt. Gut endlich mit der ersten Seite fertig, erstma nen Kaffee, es hat schon gedämmert. Die zweite Seite natürlich genau die gleiche Sch***e . Naja zum Abendessen war ich fertig. Warum muss sowas total simples immer so verflucht lang aufhalten? PS: Gibts eigentlich auch eine elegantere Lösung das Haltestiftproblem zu lösen, ohne das Ankerblech und die Radnabe abnehmen zu müssen?