Eigentlich habe ich es so verstanden "was ich IM ALLGEMEINEN" an einem E 30 nicht mag: - Schlechtes Abblendlicht - Hohe Ladekante beim Touring - Beim Säubern der Frontscheibe und bei der Heckscheibe komme ich mit dem Lappen nicht immer in die letzte Ecke - Beim Sechszylinder hab eich regelmäßig das Gefühl, als sei der Motorraum ziemlich überfüllt - Laute Windgeräusche beim geöffneten Schiebedach - Das Farbsortiment könnte etwas farbiger ausfallen - Beim Vierzylindermotor kurze Wechselintalle des Zahnriemens Was mir an meinem E 30 nicht gefällt: - Stehbolzen z.B. am Krümmer, die meist immer abreißen müssen - Daß man sich schnell "die Knochen poliert" - .... keine Ahnung - ist ja kein neues Auto mehr. Was kaputt geht, muß halt repariert werden. Daß so ein Auto nach 25 Jahren auch mal rosten kann, ist völlig normal! Der E 30 ist ein Fahrzeug, das neben dem Golf II und dem Audi 80/100/200 die beste Rostschutzvorsorge hat. Schaut Euch doch mal im Straßenbild um! Die Fahrzeuge, die Anfang/Mitte der 80er Jahre ihr Debüt hatten, sind doch meist schon seit Jahren weggerostet: Ford Sierra, Ford Escord III, Opel Vectra, Opel Kadett E, Fiat, Renault, die ganzen Japaner und wie sie alle hießen! Die gibt es doch schon gar nicht mehr! Und Mitte der 80er Jahre war ein 10 Jahre altes Auto doch schon dreimal geschweißt, nach 12 - 15 Jahre kam es mit faustgroßen Löchern in der Karosserie auf den Schrott! VW war nach 6 Jahren durch (betraf die Baujahre ab 74 - 78). Hier gab es Sonderkonditionen bei einem Neuwagenkauf, sodaß es gar nicht "an die große Glocke gehängt" wurde! Schuld daran waren die DDR-Bleche, die von innen rosteten. Beim Alfasud fielen nach 6 Jahren die Hinterachsen ab, bei Renault war es noch schlimmer: Die rosteten schon nach einem Jahr so schlimm, daß die Autos mehr Rostbraun, als die lackierten Farben, waren. Bei einem Bekannten rostete nach einem Jahr an seinem neugekauftem R 4 die Heckklappe durch, dagegen sind die E 30-Touring-Heckklappen Gold dagegen. Fiat war in Sachen Rost Weltmeister - das war teilweise so extrem, daß 1978 verzinkte Bleche verwendet wurden. Da gab es aufgrund des Rostes Rückrufaktionen, die die halbe Autowelt erschütterten, daß es einem schwindelig wurde. Daß die BMW 1500 bereits als Neuwagen 1963 rostig beim Händler ankamen, sei nur noch nebenbei erwähnt. Hier behandelte der hemdsärmelige BMW-Verkaufsleiter die Reklamationen sehr großzügig. Und wer nichts an seiner Karosserie macht und über Rost jammert, ist selber schuld! Diejenigen, die hier über Rost jammern, jammern auf sehr hohem Niveau. Denn ein Auto ist nicht für die Ewigkeit gebaut! Die beste Rostschutzvorsorge bekamen wohl die E 30 zwischen den Modelljahren 86 und 89 mit auf den Weg. Ab Modelljahr 1990 waren die Fahrzeuge wieder schlechter in Sachen Rostschutzvorsorge. Die Motoren hatten auch keine Laufleistungen von 200.000 km und mehr! Früher sagte man, daß ein BMW-Motor für 100.000 - 150.000 km gut ist. Dann ist`s gut! Mitte der 60er war ein in Süddeutschland zugelassener BMW 1500 der Neuen Klasse in Schleswig Holstein eine Seltenheit - man frotzelte, daß die Fahrzeuge nur auf dem Autozug so weit kämen. Die Motoren des NSU RO 80 und des Wankel Spiders mußten sogar alle 60.000 - 80.000 km zur Überholung in die Werkstatt... Eigentlich mag ich den E 30 ansonsten so, wie er ist: Klein, kompakt, wendig, sparsam, innen groß und relativ geräumig - wie ein moderner BMW 02 halt (ich liebe diese kleinen Flitzer, die hinten meist einen negativen Radstand hatten, wenn sie an einem vorbeiflogen). Ich habe schon Sachen transportiert, da hab ich mich anschließend selber gewundert, was man alles in ein Auto bekommt.