Hallo liebe Forenkolleginnen und -kollegen, Nachdem ich ein paar Tage im Keller verschwunden war, möchte ich euch nun das Ergebnis meiner Arbeit präsentieren: Den Luftmassenmesser am M20! Angefangen hat alles, nachdem ich mit Kai325iA ein bisschen über dieses Thema geplaudert hatte. Einen M50B20 Luftmassenmesser hatte ich noch, genauso wie einen alten M40B16 Luftmengenmesser. Ausserdem hatte ich noch einen M50 Kabelbaum, jede enge Schaltpläne zur Verfügung und dann gings auch schon los. Ein Schaltplan war schnell gezeichnet, da ich einen Adapterkabelbaum anfertigen wollte. (Soll ja alles zurückrüstbar sein) Als erste Problematik stellte sich die Sache mit der Freibrennfunktion heraus. Ein Wechslerrelais und ein Zeitschalter brachten Abhilfe, jetzt wird bei Zündung aus genau 1 Sekunde freigebrannt- so wie es sein soll. Dann war da noch die Sache mit dem Luftfilterkasten: Ich brauchte nun einen mit dem runden, statt dem eckigen Anschluss. Hier bediente ich mich ebenfalls im BMW-Programm, es ist ein Luftfilterkasten aus Blech von den frühen E30igs. Da der Ansauglufttemperatursensor beim M20 im Luftmengenmesser verbaut ist, musste ich den Ansauglufttemperatursensor vom M50 Motor extra im Luftfilterkasten verbauen. Jetzt meinte ich, fertig zu sein. Bis ich bemerkte, dass in meiner Rechnung etwas nicht aufging: Dadurch, dass ich einen Luftmengenmesser vom M40 zerlegt hatte, habe ich einen Rundstecker verbaut. Der M20 hat aber einen Flachstecker. Hier ein großes Dankeschön an GTfunboy, der mir den Stecker sehr schnell schickte. Nachdem in der Theoriephase jetzt alles zusammengefügt war inkl. neuem Luftfilter und neuem Ansaugschlauch, ging es an den Einbau. Hier hatte nicht alles so gepasst, wie ich mir das vorgestellt hatte- die Schlauchführung ist komplett anders. Also einen weiteren Ansaugschlauch zerschnitten und zwischen Luftfilterkasten und Luftmassenmesser eingepasst. Dann noch die 2 Kabel für 12V Dauerplus und Zündspannung (Wegen der Freibrennfunktion) mit 2 Sicherungen ans DME-Hauptrelais mit angeklemmt und getestet. Der Motor sprang sofort an, lief etwas rauher als sonst- aber zwei Sachen hatten sich geändert: 1. Das "Loch", was beim schnellen Gasgeben entsteht, wo er erstmal zusammensackt und dann hochdreht ist aufgrund der beim Luftmassenmesser fehlenden Klappe nun weg. Punkt 2. bemerkte ich beim ersten losfahren. bis ca. 2000upm geht alles einwandfrei, danach ist er absolut zugeschnürt, hat keine Leistung, erholt sich langsam und geht dann wieder "normal". Auf Schubbetrieb reagierte er ziemlich hart, ich kann froh sein, dass meine Zähne jetzt nicht im Lenkrad stecken. Der Klang ist absolut toll, leider kommt das auf dem Video schlecht rüber, da ich nur mein Handy zum filmen habe (auch für die Fotos). Je mehr Runden ich um den Block gefahren bin, umso besser nahm er Gas an und umso sauberer lief er. Jedoch hat er immernoch zwischen 2000 und 3000 upm keine Leistung und bei Vollast ist er erstmal zugeschnürt. Fährt man ihn mit ganz leichter Last, dann funktioniert alles einwandfrei! Ich habe ihn jetzt wieder herausgebaut, da ich wieder heil zuhause ankommen wollte- die Rückrüstung ist in Minutenschnelle erledigt. Das sind meine Erfahrungen mit dem Luftmassenmesser am M20 Motor. Wahrscheinlich ist das Signal vom M50 Luftmassenmesser doch noch nicht so richtig das Wahre, nur mit Kennfeldanpassung kenne ich mich leider kaum aus. Wollte ich ehrlich gesagt auch umgehen, da die Umrüstung schnell und einfach erfolgen soll. Jetzt lasse ich Bilder sprechen, viel Spaß! Das Video findet ihr hier: http://www.youtube.com/watch?v=q_j0_72EQnI (Achtung nur mit der Handykamera gefilmt)