Bananen gab es natürlich nicht ständig einfach so im Laden sondern halt "ab und an". Im "Boulettenland" (unsere glorreiche Hauptstadt) natürlich erheblich regelmäßiger als im tiefsten Vogtland. Kaffee war überhaupt kein Thema, gab es "zu meinen Erinnerungszeiten" immer ohne Probleme. (ganze Bohnen, nicht der gemahlene Abfall der heute als Kaffee verkauft wird und nicht mal nach Kaffee riecht). In den 70ern gab es da wohl mal einen Engpass wo auch mit wilden Ersatzkram experimentiert wurde, da war ich aber noch halb so groß wie ´ne Mülltonne daher weiß ich es nur vom hören. Das Zeug war halt teuer (so um 10,- Mark die 125g Tüte) und eine Art "Zahlungsmittel" für kleine Gefallen. "Beziehungen" haben bei Lebensmitteln eher wenig genutzt, die brauchte man bei "lagerfähigen Sachen" und man kannte immer einen der einen kannte. Geld spielte eine recht untergeordnete Rolle. Kleine Geschichte: Mein Onkel war am Haus bauen (war billig aber man konnte damit schon die ganze Großfamilie so 2 Jahre aufhalten) und brauchte Brunnenringe aus Beton. Na jedenfalls mein Opa zu "Baustoffversorgung" und dem Heinz da gesagt er braucht welche. Da er mit dem zusammen früher Fußball gespielt hatte waren welche verfügbar "aber nur für dich, für DEN DA habe ich keine". Mein Opa teilte seinem Fußballkumpel mit "Mensch das ist mein Sohn, für den brauche ich die doch". "Ach so, na das ist was anderes" Als die Hütte 88 fertig war, war die Bestellung für´n Wartburg fällig. Mein Onkel hat das Teil abgeholt, ihn an den Chef der LPG verscheuert und vom Gewinn das Haus mit Grundstück abgezahlt. Ein Jahr später war der neue Wartburg nichts mehr Wert..... Die ganzen Legenden die immer so schön in irgendwelchen "Ossinostalgieshows" gesponnen werden sind meist nichts weiter Geschichten oft von Leuten die noch nicht mal dabei waren. Man hat sich weder "Geheimnisse" nur bei laufendem Wasserhahn erzählt noch durfte man nicht studieren wenn man nicht Genosse war oder so´n Quatsch. Wer nicht dabei war kann nicht verstehen wie die DDR "funktionierte", genauso wenig wie "wir" verstanden haben wie der Westen funktioniert obwohl es jeder von sich behauptet hat. Edit: Ich war kein Pionier, kein FDJler, habe keine Jugendweihe gehabt und den Armeedienst mit der Waffe verweigert bin also bestimmt kein "Nostalgieossi" der sich nach alten Zeiten sehnt. Für mich bringt es der letze Satz aus "Sonnenallee" auf den Punkt.