Das ist richtig, aber die sind ja auch mittlerweile nachgefertigt und da gilt halt
Früher: Jahresproduktion zigtausend Stück über N Jahre - Rüstkosten der Maschine 0,01€ pro Teil
Heute: Einmaliger Nachfertigungsauftrag über 200 Stück (geschätzter Bedarf für die nächsten 10 Jahre) - Rüstkosten der Maschine 2,00€ pro Teil
Früher: Lagerkosten vernachlässigbar, da geringe Stückzahl und jederzeit aus der laufenden Produktion nachbestellbar
Heute: Lagerkosten für ein Fach auf 10 Jahre hunderte von Euro - umgerechnet wieder z.B. 2,00€ pro Teil
Dazu kommt: Die Teile müssen den BMW Qualitätsrichtlinien entsprechen. Der ursprüngliche Hersteller ist oft nicht mehr existent - ein neuer muss aus den alten Papierplänen die Daten rausfinden, Probeteile herstellen, die geprüft werden, meist mit Änderungsforderungen zurückgeschickt werden und dann wird nach Anpassungen die nächste Probecharge hergestellt.
Teilweise gibt es die alten Werkzeuge nicht mehr oder die Materialien sind nicht mehr erlaubt etc.
Und kaufmännisch läuft das ganze natürlich so, dass BMW noch zweimal den Preis nachverhandelt.
Egal wie schlecht es der deutschen Industrie geht - für die Firmen sind solche Aufträge nicht sehr gewinnbringend und werden daher teilweise sogar abgelehnt.
Ich hab da über Connections schon einiges mitgekriegt. Die neue Charge Kotflügel für den Z1 hat Jahre gedauert und nachdem der Hersteller der ersten Nachfertigung nicht mehr verfügbar war, ging das ganze Bohei mit Probeteilen und anpassen von vorne los.