Minimalprinzip
Meiner Beobachtung seit über 12 Jahren Aktivität sinkt das Niveau der Angebote und der dort Auftretenden von Kleinanzeigen mit dem Zeitverlauf stetig weiter. So wie einst ebay von einer interessanten Plattform für außergewöhnliche Dinge von und für privat, oder damals noch seltener von Händlern, zu einem zweitem Amazon verkommen ist.
Außerdem bietet Kleinanzeigen eben die ideale Plattform seinen (Sperr)Müll zu entsorgen und daraus noch Kapital zu schlagen.
Von gestern ein schönes Beispiel: https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/verkaufe-klavier-marke-haydn/2952087228-74-18576
Hier fließt der aufgerufene Betrag noch einmal mehrfach rein, um das Ding wieder spielbar zu bekommen und wehe es fehlt etwas.
Ungeachtet der allgemeinen Beobachtung, muss einem klar sein, dass der Markt für Fahrzeuge und Teile älterer Baureihen kontinuierlich schrumpft, insbesondere beim kultigen E30, welche die Talsohle schon längst durchschritten hat und als Ge- oder Verbrauchsfahrzeug überhaupt keine Rolle mehr spielt. Wie bei allen seltenen Dingen gibt es neben einigen wenigen seriösen und zurecht ausgepreisten Inseraten, eine Vielzahl derer, die von dieser Exklusivität/Seltenheit profitieren wollen und das eben mit möglichst geringem Aufwand. Nicht selten sind dann hier nicht Angebot, sondern lediglich Aufwand und Realität des Angebots deckungsgleich.
Ich schaue bei den Inseraten schon lange nicht mehr, weder Bedarf, noch die Muße mir all den Schmus anzusehen. Das gilt für E30, E36 und auch für E46. Ein kurzer Blick genügt, um zu sehen, dass die Angebote sich wiederholen.