Die Scheisse mit Traboldfilter und Co. ist der Diskussion nicht wert. Ich würde zwar behaupten das so ein Feinfilter die Ölwechselintervalle um einiges Verlängern kann, aber eine Lebenslange Füllung wäre Gift für jeden Motor. Das Öl muss nämlich nicht nur ins Öl dispergierte Feststoffe (bei Dieselmotoren umso mehr z.B. Rußpartikel) wie Abrieb, Verunreinigungen, usw. in der Schwebe halten was dieser Feinfilter herausfiltern kann. Über Ölalterung durch Oxidation denkt keiner nach, oder? Ein Öl welches Jahrelang nicht gewechselt wird, kann so aggressiv werden, dass Dichtungen und Simmeringe regelrecht weggeätzt werden. Soviel dazu. Die Automobilindustrie hat außerdem garkein Interesse mehr an Langlebigkeit. Beweise dafür sind z.B. die Verwendung von 0w/5w30 (neue Alpina Motoren laufen mit 0w30, neue M-Motoren laufen mit völlig veraltetem Castrol TWS 10w60, welches ein Uraltes Additivpaket ohne sonderlich guten Verschleißschutz enthält) Ölen selbst in Hochleistungsmotoren sowie Ölwechselintervalle von 30tkm. Ein heutiges sehr hochwertiges ist in der Lage ca. 15tkm ohne Qualitätseinbuße alle Eigenschaften die es bei der Befüllung hatte beizubehalten. Nach ca. 15tkm je nach Einsatz sinkt die Qualität. Wenn man jetzt guckt (30tkm, VW Longlife sogar 50tkm Intervalle...) da kann man sich selbst ausmalen was Sache ist. Interessant sind für die Industrie nur Fadenscheinige 4-8% Spriteinsparung durch 5w30 auf dem Prüfstand, welche sich in der Praxis niemals realisieren lassen. Natürlich auf Kosten der Haltbarkeit, ein 30er Öl kann bei hohen Temperaturen etwa mit einem alten 10w40 Konkurieren, nicht aber mit einem modernen 5w40 oder gar 0w40. Anderes Kapitel sind z.B. gedämpfte oder gar komplett Temperaturanzeigen und Ölmessstäbe. Der heutige Autofahrer wird verarscht. Einfahrkontrollen fallen weg, Einfahren gibt es offiziell nichtmehr und auch der erste Ölwechsel erfolgt wie gehabt nach 30-50tkm. Warmfahren und Reifendruckkontrolle werden zu Fremdwörtern gemacht und es wird argumentiert aufgrund moderner Öle und neuer Werkstoffe sei das alles nichtmehr notwendig. Alles gefährliche Halbwahrheiten die man den Menschen versucht beizubringen. Ein Auto ist heutzutage für eine Lebensdauer von maximal 11 Jahren ausgelegt, man arbeitet jedoch daran das noch zu reduzieren. Dann kommt noch der "Umweltschutz" Gedanke. Wenn man mal unter dem Argument Umweltschutz durch weniger "Co2-Ausstoß" nachforschen würde, wüsste man, dass jeder hier der einen 20 Jahre alten E30 fährt der 10l Verbraucht, mehr für die Umwelt tut, als jemand der alle 2 Jahre einen Neuwagen mit neuster Abgasnorm kauft. In diesem Sinne Gruß, Alex