Vieleicht kann ich da mal etwas Licht rein bringen. Hab in den ca. 20 Jahren auf der Strasse schon einiges an LKW`s unter Arsch gehabt. Angefangen beim MAN 19.281 mit Fuller, F90/2000, TGA mit und ohne Retarder, MB SK/Actrose mit EPS ab Generation 1 bis Telligent 2 alle mit Voith Retarder und noch einige andere. Meine Ex Firma mit der ich auch heute noch, obwohl nicht mehr angestellt, noch oft zusammen Arbeite, war damals als die Retarder aufkamen zumindest in NRW die erste die Neufahrzeuge nur mit Retarder bestellt hat. Vorhandene wurden, wenn nicht älter als 2 Jahre und es möglich war, nachgerüstet. Die Vorteile liegen auf der Hand und machen sich in barer Münze bezahlt. Nun zum eingemachten: Bei der Actrose ab Variante 1 ist es so das der Retarder beim Bremsen anbleibt was ja auch richtig ist. Beim Gasgeben schaltet er sich ab und es erscheind eine Mitteilung im Display. Allerdings schaltet er sich wieder ein wenn man vom Gas geht. Ebenso schaltet er sich nicht ab beim Runterschalten um die Drehzahl der Wasserpumpe zu erhöhen. Auch ist er nicht ans ABS gekoppelt. Wozu auch? Die einzigste Möglichkeit wo er die HA blockieren kann ist wenn man LEER auf Nasser Fahrbahn den Retarder nimmt, auf trockener Strasse passiert nix. Bei den Emma´s die ich bis jetzt gefahren hab war es im Prinzip genauso. Jedenfalls beim TGA. Den TGX hab ich bis jetzt leider noch nicht Fahren können. Die Ausnahme bilden die Käseplatten . Da blieb der Retarder beim Gasgeben an. Wenn man sich noch nicht an die Kiste gewöhnt hat oder alle paar Tage nen anderen Hersteller fährt erschrickt man sich schon wenn ab 30 Km/H plötzlich fast nicht´s mehr geht.