@cabbiman: danke fuer den beitrag. ich wollte das gerade schreiben. hab meine werkstoffkundepruefung gerade hinter mir, da waren das auch ein paar der ersten dinge, die mir in den kopf kamen. nachtraegliches bohren hat nunmal den grossen nachteil, dass die kristallgitterstruktur gestoert wird (zusaetzlich noch dadurch, dass temperatur beim bohren eingebracht wird), waehrend beim guss mit loechern die schmelze in der endgueltigen form erstarren kann, bei guenstiger formgestaltung, ist sogar eine gerichtete erstarrung moeglich, was die belastbarkeit verbessert. um die negativen auswirkungen des bohrens zu beseitigen, muesste danach mehrere stunden bei 500-700 grad geglueht werden, was natuerlich sehr kostenintensiv ist. und selbst dann, stellen die loecher eine schwaechung dar und fuehren zu einer ungleichmaessigen spannungsverteilung in der scheibe bei belastung. dass die risse bevorzugt an den loechern auftreten, ist der dort bestehenden kerbwirkung zuzuschreiben. die richtung im rechten winkel zur belastungsrichtung (in diesem fall radiale risse) ist typisch fuer schleifrisse. zusaetzlich wirken ja auch noch temperaturspannungen... alles in allem also sehr materialunfreundliche bedingungen. nichtsdestotrotz fahren viele mit diesen scheiben herum, und nur den wenigsten reissen sie ein. man muss eben akzeptieren, dass es suboptimal ist, eine ohnehin relativ kleine scheibe durch borungen zu schwaechen. wem die optik wichtig ist, der soll damit herumfahren. wer auf der sicheren seite sein moechte, nimmt eben die normalen scheiben. ich finds hier voellig unangebracht, dass leute persoenlich angegriffen werden, weil sie gelochte scheiben verurteilen oder verteidigen. habt euch doch einfach alle lieb gibt es besonders empfehlenswerte bremsbelaege, oder ist es bei den meisten ohnehin jacke wie hose?