Kannst viel behaupten, aber Ahnung hast Du keine. Abgesehen davon, dass man seine Geschmacksnerven zwar trainieren kann, es aber Grenzen gibt, Menschen also unterschiedliche Schwellen für Bitter, Süß Sauer und Salzig haben, wird jeder Braumeister bei der Ausbildung auch in Sensorik ausgebildet und deswegen können sicher 90% der Braumeister nicht nur einzelne Sorten voneinander unterscheiden, sondern auch Marken des gleichen Typs, in der Regel auch bestimmte Geschmacksmarker (Diacetyl und Milchsäure z. B.) und auch Verderber. Es ist klar, dass wenn jemand 2 Halbe gezwickt hat, keinen Unterschied mehr schmeckt, selbst wenn er Öttinger serviert bekommt. So ist das halt mit den Geschmacksnerven, nach dem 2. Glas Wein kann man auch keine Sorten mehr unterscheiden. Deine Erfahrungen in der "Ergebnisgastronomie" sind zwar richtig, haben aber nichts mit ernsthaften Biertrinken zu tun sondern nur mit saufen. Nebenbei ist der Mensch ein Gewohnheitstier und wenn sich jemand auf eine bestimmtes Bier (oder auch Wein, Cola, Saft) einschießt, merkt er sofort, wenn sich etwas ändert oder man ihm ein anderes Getränk hinstellt. Biere unterscheiden sich in der Regel sehr deutlich voneinander. Das fängt vor dem Antrunk an beim Geruch, und hört erst beim Nachgeschmack auf. Der Geschmack wird von vielen Faktoren geprägt, von der Hefesorte, dem Malz, der Temperaturführung beim Maischen, beim Kochen, bei der Hauptgärung, bei der Nachgärung, von der Hopfensorte, der Menge, Zeitpunkt das Gabe, der Filtration, der Trubentfernung,............... Wenn Du selber nicht unterschieden kannst zwischen einzelnen Marken von Pils, dann liegt das einfach daran, dass Du da besonders "unbegabt" bist. Vielleicht rauchst Du auch (zuviel).